Das nächste »Reformvorhaben« zur Neuorganisation der Pflege entpuppt sich als Rohrkrepierer. Dass bis Dezember gelingt, was in mehr Zeit zuvor nicht erreicht wurde, darf bezweifelt werden.
Gunnar Schupelius weiß: Die Linke »spaltet die Stadt« und »mobilisiert Arm gegen Reich«. Wirklich »unheimlich«, wenn längst Gespaltenes gespalten würde.
Wutentbrannt hatte Donald Trump Zusatzzölle in Höhe von 100 Prozent auf chinesische US-Importe gefordert. Danach müssen wohl ein paar Leute mit ihm geredet haben. Trump ruderte zurück.
Antisemitismus ist keine Meinung, aber die instrumentellen Antisemitismusvorwürfe sind ein Angriff auf demokratische Grundrechte und helfen, den Genozid in Gaza zu legitimieren.
Die jüngsten Reformpläne geben wenig Konkretes her. Gespart werden soll vor allem bei den Leistungen. Wirkliche Entlastungen zu Pflegender und ihrer Angehörigen darf man wohl nicht erwarten.
Teilnehmerinnen der »Freedom Flotilla Coalition« berichteten in Berlin von ihren Erfahrungen in israelischer Gefangenschaft. Die erlittenen Misshandlungen seien aber nur die »Spitze des Eisberges«.
Kaum schweigen im Gazastreifen die Waffen, verlangen Unionspolitiker die sofortige Aufhebung der widerwillig erlassenen Beschränkungen für Rüstungsexporte nach Israel.
Das Bundeskabinett will ein »Sparpaket« bei Krankenhäusern beschließen. Hausärzte und Krankenkassen begrüßen das, sehen Kliniken als Kostentreiber. Die Linke hingegen warnt: Ein Kürzungsdiktat wird Menschenleben kosten.
Große Medien übernehmen Regierungslinie zum Genozid in Gaza oft unkritisch. Ein Gespräch mit dem Islamwissenschaftler und Journalisten Fabian Goldmann.
In Peru folgt auf die vom Parlament abgesetzte Präsidentin Boluarte mit José Jerí ein ebenso eng mit den mächtigen Eliten verbundener Politiker. Ein Gespräch mit dem Journalisten und Soziologen Eland Vera.
Unter dem Motto »Wir haben es satt!« streikten am Dienstag landesweit in Belgien Zehntausende Beschäftigte. Die großen Gewerkschaften FGTB, CSC und CGSLB hatten zur Großdemonstration nach Brüssel aufgerufen.
Bei Verhandlungen zwischen der islamistischen Regierung in Damaskus und den kurdisch geführten SDF über deren Eingliederung in die syrische Armee kommt es zu Fortschritten – auf Druck Washingtons.
Polen will mit Hilfe Chinas Druck auf den Nachbarn Belarus ausüben und dessen Verhältnis zu Russland lockern. Der Warenverkehr wurde unterdessen teilweise wieder zugelassen.
Niederlande gehen gegen Ableger von chinesischem Halbleiterunternehmen vor. Begründet wird das mit niederländischer und europäischer Wirtschaftssicherheit.
Mit »Die Holländerinnen« wagt Dorothee Elmiger einen Drahtseilakt über dem panamaischen Regenwald, bei dem auf der Suche nach zwei jungen Frauen postmoderne Erzählfäden mit True-Crime-Elementen verknotet werden.
Urs Böke, Stefan Heuer und Fabian Lenthe dichten erneut gemeinsam: »Die Fische werden fressen« ist ein Gedicht-Trialog »am Tropf der neidlosen Kollaboration«.
Jürgen Ploog war der Gentleman des westdeutschen Literaturundergrounds, immer auf der Suche nach dem Raum hinter den Worten. Nun ist aus seinem Nachlass »Spätvorstellung. Der Archipel der ungeklärten Fälle« erschienen.
Über seinen unveröffentlichten Roman »Bullshit Houellebecq«, vier Kategorien Glückskeksprosa, Ephemerchen wie Juli Zeh und einen Literaturbetrieb mit Schnappatmung. Ein Gespräch mit Asjadi.
»Mein Land will nicht verschwinden«, nennt der Regisseur Andreas Goldstein sein sehr persönliches Filmessay über die vor über 35 Jahren so sang- und klanglos untergegangene DDR.
Im heutigen Pressebetrieb werden so oft Gäste eingeladen, die den Moderatoren in die Karten spielen, dass man von Ausnahmen überrascht wird – etwa von Michael Barenboim im Deutschlandfunk Kultur.
Der Sammelband »Liebe ist halal« versammelt queere Stimmen aus muslimischen Kontexten – und blendet deren »Othering« durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft weitgehend aus.
Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? Der brasilianische Philosoph Vladimir Safatle untersucht den »Zynismus und das Scheitern der Kritik«.
Bei den Kommunalwahlen in Portugal hat die extrem rechte Chega-Partei schlechter abgeschnitten als prognostiziert. Dennoch stellt sie erstmals Bürgermeister, wenn auch in drei kleineren Orten.
Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen, Sea-Watch und SOS Humanity kritisieren in einer gemeinsamen Erklärung die vom Bundeskabinett initiierte Unterstützung der libyschen Küstenwache bei der Flüchtlingsabwehr.
Es ist vollbracht: Der kleine afrikanische Inselstaat Kap Verde hat sich für die WM in den Staaten qualifiziert. Die Blauen Haie besiegten im Nationalstadion der Hauptstadt Praia die Auswahl von Eswatini mit 3:0.