15.10.2025
Queerness
Imam im Glitzerkleid
Der Sammelband »Liebe ist halal« versammelt queere Stimmen aus muslimischen Kontexten – und blendet deren »Othering« durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft weitgehend aus
Von Barbara Eder
Als Seyran Ateş 2017 die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit eröffnete, war das kein stilles Gebet, sondern ein Tabubruch: ein liberales Gotteshaus, in dem Frauen predigen und kein Kopftuchzwang herrscht. Hier wird ein Islam erprobt, der queere und trans Personen nicht ausschließt. Doch nicht nur das: Moscheen waren stets mehr als Bethäuser, sie sind Orte der Vergemeinschaftung. Demnach gibt es in der Ottostraße 16 nicht nur Feste und Veranstaltungen, sondern ...
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