Taschkent ist die größte Metropole Zentralasiens, ein lebendiger, sich entwickelnder Organismus und in keinster Weise eine Museumsstadt, die in der Zeit erstarrt ist. Hier trifft das Erbe der alten Seidenstraße auf die sowjetische Moderne.
Ganze 15 Jahre mussten die Fans nach dem ersten Album »Top of the Pop:sch« von 2011 warten. Suchmaschinenalgorithmen sind schuld, dass das feine Wortspiel »Pop:sch« mittlerweile auf die harmlose Variante vom derben Oasch reduziert wurde.
Der Raveaufruf von Reclaim Hamburg macht deutlich, dass es den Feierwütenden nicht um rhythmische Sportgymnastik geht: »Die Welt verändert sich. Aber in welche Richtung, nehmen wir gemeinsam in die Hand! Wir fangen selbst an, teilen Wissen und bauen Strukturen auf, die bleiben.«
AboKleopatra hatte sich aus Liebe zum römischen Feldherrn Marcus Antonius von der Kobra in die Brust beißen lassen. Kleopatra VII. war die bedeutendste unter den römischen Klientelherrschern des Orients. Und die Kobra war den Ägyptern heilig.
Abo»Zweilicht« ist Kantes zweites Album. An das erste erinnert sich keiner (ist ohne Worte, ohne Bilder). Beim zweiten Album kommt alles zusammen. Als wäre es immer schon dagewesen. Als könnte es anders nicht sein.
»Black Panther: Wakanda Forever« war 2021 der vorletzte Film der Phase IV des Marvel Cinematic Universe. Maßgeblich für diese Phase IV ist die Einbeziehung der diversen Serien, TV/Streaming-Specials usw., die das MCU so unübersichtlich wie selbstbezüglich gemacht haben.
AboVor 60 Jahren wurde Tom Stoppards »Rosencrantz and Guildenstern Are Dead« uraufgeführt. Ein Glanzstück fruchtbarer Intertextualität. Es sperrt den Autor Shakespeare aus seinem Werk »Hamlet« aus, um ihn als Autor wieder hereinzulassen.
Die Insel in »Erinnern an uns« spuckt immer mehr Leichen aus, bis irgendwann auch öffentlich das Wort »Genozid« in den Mund genommen werden muss. Rick Luperts neuer Roman widmet sich der Frage nach dem Umgang mit kolonialer Geschichte.
»Insidious: Out of the Further«: Der sechste, wieder von James Wan mitproduzierte Teil des seit 2010 existierenden Gruselfranchise, das bei Produktionskosten von nur 60,5 Millionen US-Dollar weltweit über 744 Millionen US-Dollar eingespielt hat.
AboIm sachsen-anhaltischen Wahlplakatewald ist die AfD omnipräsent und leicht zu erkennen am dunkelblauen Hintergrund. Ihr Slogan »Alles ist möglich« klingt wie das Motto eines Swingerclubs in Dessau-Roßlau.
Im Film geht die wuchtige Wirkung des Buchs verloren. Was Isolation bedeutet – die drohende Gefahr, an sich selbst und dem Mangel an äußerlichen Reizen irre zu werden –, kann so bestenfalls behauptet, aber nicht erfahren werden.
Da ist der Park. Auf asphaltierten / Wegen rollt sich das Laub zum / Winterschlaf. Da knistern Halme, / da fällt spätes Licht, da sind die / Vögel mit den rauen Schreien. / Da ist der Berg, grasüberwachsen, / hell. In der Ferne andere Berge …