Dass aus dem aus Polen nach Frankreich geflüchteten jüdischen Ingenieur kein erfolgreicher Erfinder, schließlich aber der von der Presse so bezeichnete »Cézanne der Geldfälscher« wurde, lag nicht zuletzt an der Fremdenfeindlichkeit der französischen Bürokratie.
»Leute, wir müssen endlich aufhören, Austropop zu verklären«, sagt die Musikerin Rahel und wittert Sexismus. Ludwig Hirsch unterstellt sie sogar Pädophilie – obwohl er sie problematisierte. Das ist Ragebait zur Selbst-PR, mit der Schluss sein muss.
AboDa kann es musikalisch mal hektisch und quirlig zugehen, dann wieder fast elegant. Rhythmisch invasiv, werden Stimmungen reproduziert, die schon zuvor latent im Raum vorhanden waren: Das Duo Neuser – Wilhelmi spielt in der Berliner jW-Maigalerie.
AboGlauben ist nicht wissen, sagte die Großmutter immer, wenn es um die Kirche ging. Mit anderen Worten: Wer gläubig ist, der weiß es eben nicht besser. Mit dem nichtreligiösen Glauben verhält es sich ein bisschen anders. Wissen ist Glauben ohne Zweifel.
Seit einiger Zeit sucht die EZB nach neuen Motiven für die hässlichen Euro-Scheine. Nun kam die luxemburgische Verteidigungsbehörde aus der kalten Küche und präsentierte auf Facebook sechs von der, natürlich, KI ausgespuckte Motive: Flugzeuge, Panzer, Satelliten.
Von Jürgen Roth
Warner Los Angeles/Cinema Publishers Collection/American Pictorial/imago
Die Bürgermeisterin der Stadt hat einen kühnen Gedanken. Ab sofort wird die Polizeiakademie für jedermann geöffnet. Gleich, wie groß, wie dick, wie stark, welcher Bildung, Hautfarbe oder Geschlecht. Die alten weißen Männer in der Akademie leisten Widerstand.
Reinhard Lakomy war sozusagen Pionier in der DDR, offenbar eine seiner Lieblingsrollen, bei allem, was er auf den Weg brachte. So bereits als begeisterter Jazzer und als erster Wegbereiter für Popmusik mit deutschen Texten.
Vor 50 Jahren starb der Filmregisseur Fritz Lang. In seinem künstlerischen Leben musste er sich mehrfach neu erfinden. Vom Stummfilm über den Tonfilm bis ins Studiosystem von Hollywood.
Die Juristen Christoph Möllers und Nils Weinberg haben in ihrem Buch »Öffentliche Kunstfreiheit« eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Eine Behörde kann ein Bild nicht einfach aus dem Verkehr ziehen. Die schlechte: Es gibt keinen Anspruch auf Förderung.
»Bitte sag ma’, Vizekanzler / Warum folgst du mir auf Insta? / Halt ma’ lieber bisschen Abstand / Ich will nichts mit denen zu tun haben / die das Land hier an die Wand fahren«, rappt Apsilon auf »Keiner von euch«, einem Stück seines neuen Albums »Glanz Null«.
AboWie feiert man heutzutage ein Jubiläum der Bayreuther Festspiele? Mit Krawall, KI und Kummer für Puristen. Das dachte sich wohl Katharina Wagner, Urenkelin des weltberühmten Komponisten Richard Wagner und Chefin der von ihm gegründeten Sommerspiele.
So manche »Straße des Friedens« – ein Motto des diesjährigen jW-Fotowettbewerbs – ist gepflastert mit Gebeinen jener, die das Schweigen der Waffen mittels Kritik der Waffen erzwangen. Dieses Diktum ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten.
Erst als die 13 schiefgeht, ist das Medieninteresse da, schalten die TV-Sender, die eben noch abgeschaltet hatten, sich wieder zu. Bei nichts schaut der Mensch dem Menschen lieber zu als beim Sterben.
Im Doppelbett sind eben sie gestrandet, / Zwei dienstlich Reisende, von Müdheit zahm. / Sein Blick war in dem ihren notgelandet, / Woraufhin sie ihn mit auf’s Zimmer nahm.