Wer Neues denkt, hat Feinde. Nach seinen enorm vielen Feinden zu urteilen, hat der Philosoph Michel Foucault, der heute vor hundert Jahren geboren wurde, sehr viel Neues gedacht.
Emily Atefs »Call Me Queen« schneidet allerlei Konflikte an, die das Berufs- und Privatleben der Nairobi-Korrespondentin eines namenlos bleibenden britischen oder US-Printmediums prägen.
AboIm Comic »Neue Abenteuer des unglaublichen Orpheus« überlässt Charon Michel Foucault das Steuer seines Kahns auf der Fahrt durch die dunkle Unterwelt. Eine durchaus angemessene Dienstreise. Die Philosophie ist tot, aber sie fährt auf ungewissem Kurs weiter.
AboAustin Abrams spielt einen Taucher, der bei der Suche nach der Leiche seines Vaters von einem 24 Meter langen Pottwal verschluckt wird und nur eine Stunde Zeit hat zu entkommen.
Doktor Jones als Repräsentant der westlichen Zivilisation ist der wahre Wilde, der unter den Wilden wandelt. Ein typischer Spielberg: ideologische Dekonstruktion aus Versehen.
Der Elternabend war eigentlich okay: keine nervigen Zwischenfragen von hochbegabten Eltern, keine quälende Diskussion über Social Media, und für den Elternbeirat hat sich auch wieder jemand gefunden.
Am Anfang war das liebe Geld. Als der Filmemacher Detlev Neufert vor sieben Jahren seinen Dokumentarfilm »B. B. und die Schule am Fluss« bei den Filmfestspielen in Cannes einreichte, musste er dafür eine Gebühr von knapp 700 Euro berappen.
Wer gern langweiliges Zeugs liest und sich zum Beispiel vom Genre des autobiographisch verseuchten Familienromans ruhigstellen lassen mag, wird von Christian Y. Schmidt garantiert nicht bedient.
Seit mehr als 200 Jahren erhält das Wort »Maschinensturm« schlechte Presse. Doch die Ludditen zielten nicht auf »die Technik«, sondern bekämpften eine Form von Technologie, die sie und ihre Fertigkeiten zum Eigentum anderer machte.
Mit dem großen Coup eines Kleinkriminellen wurden am Freitag vor 120 Jahren Preußen und sein Militär weltweit lächerlich gemacht. Zugleich wurde die vor den Toren Berlins gelegene Kleinstadt Cöpenick (wie man sie damals schrieb) weltbekannt.
»Free Leonard Peltier« beleuchtet die fragwürdige Verurteilung des indigenen Aktivisten und den Kampf um Selbstbestimmung. Das Hintergrundgespräch bei Democracy Now! liefert weitere Einblicke.