So global ist das W:O:A, dass auch die aufgeblähteste WM nicht dagegen anstinken kann. Die Gassenhaudegen von Europe leiten zu einem tollen Finale mit Savatage und Def Leppard über. Das ist noch Powermetal aus einer Zeit vor »ZDF-Fernsehgarten«-Tauglichkeit.
Nacheinander beziehungsweise abwechselnd stellt Pedro Almodóvars »Bitteres Fest« zwei Filmemacher in den Mittelpunkt, während ein dritter stets unsichtbar bleibt, aber zunehmend dennoch Präsenz gewinnt.
Natürlich spricht nichts dagegen, das Mausradio auszubauen, danke dafür, aber schaltet bitte nicht die Kindersendungen im Dampfradio ab, die Eltern und Nachwuchs am Küchentisch gemeinsam verfolgen!
Die Lesekompetenz gehe dramatisch zurück. Sagen die Leiter des Verlags Oetinger. Womit sie nichts sagen. Neu ist der Vorschlag eines »Elternführerscheins«, wobei es das Geheimnis der Crew bleibt, was der bedeuten soll: staatliche Repression oder folgenlose Empfehlung.
In seiner Rede bei seinem Staatsbesuch im September 1937 erklärte Benito Mussolini auf dem Maifeld neben dem Berliner Olympiastadion: »Das Europa von morgen wird faschistisch sein.«
Die Tochter hat eine Drei in Mathe und ist enttäuscht. Aber drei ist doch »befriedigend« …? Warum Zehnjährige heute trotz elterlicher Beschwichtigung gute Noten haben wollen, ist eine spannende Frage.
Die Fußball-WM der Herren ist vorbei – schon hat der Wafcon 2026 begonnen, der Afrikacup der Frauen. In einem kämpferischen Spiel besiegte Mali am Sonntag die Kapverden und hält sich so die Chance auf das Achtelfinale offen.
Dass aus dem aus Polen nach Frankreich geflüchteten jüdischen Ingenieur kein erfolgreicher Erfinder, schließlich aber der von der Presse so bezeichnete »Cézanne der Geldfälscher« wurde, lag nicht zuletzt an der Fremdenfeindlichkeit der französischen Bürokratie.
»Leute, wir müssen endlich aufhören, Austropop zu verklären«, sagt die Musikerin Rahel und wittert Sexismus. Ludwig Hirsch unterstellt sie sogar Pädophilie – obwohl er sie problematisierte. Das ist Ragebait zur Selbst-PR, mit der Schluss sein muss.
Da kann es musikalisch mal hektisch und quirlig zugehen, dann wieder fast elegant. Rhythmisch invasiv, werden Stimmungen reproduziert, die schon zuvor latent im Raum vorhanden waren: Das Duo Neuser – Wilhelmi spielt in der Berliner jW-Maigalerie.
Glauben ist nicht wissen, sagte die Großmutter immer, wenn es um die Kirche ging. Mit anderen Worten: Wer gläubig ist, der weiß es eben nicht besser. Mit dem nichtreligiösen Glauben verhält es sich ein bisschen anders. Wissen ist Glauben ohne Zweifel.
Seit einiger Zeit sucht die EZB nach neuen Motiven für die hässlichen Euro-Scheine. Nun kam die luxemburgische Verteidigungsbehörde aus der kalten Küche und präsentierte auf Facebook sechs von der, natürlich, KI ausgespuckte Motive: Flugzeuge, Panzer, Satelliten.
Von Jürgen Roth
Warner Los Angeles/Cinema Publishers Collection/American Pictorial/imago
Die Bürgermeisterin der Stadt hat einen kühnen Gedanken. Ab sofort wird die Polizeiakademie für jedermann geöffnet. Gleich, wie groß, wie dick, wie stark, welcher Bildung, Hautfarbe oder Geschlecht. Die alten weißen Männer in der Akademie leisten Widerstand.