AboIm September 1936 reiste Samuel Beckett ein halbes Jahr durch Deutschland und studierte die deutsche Avantgarde kurz vor dem Bildersturm der Nazis. Die Tagebücher dieser Sentimental Journey liegen jetzt vor
»Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet«: Haben die Verlagsvertreter bei dem Titel des Romans nicht die Stirnen gerunzelt? »Tod im Literaturhotel« wäre griffiger gewesen …
Abo»Drehscheibe« ist ein merkwürdiges Wort. Es stammt aus der Geschichte des Eisenbahnverkehrs. Zur Zeit der Dampflokomotiven wurden in sehr vielen Bahnhöfen Drehscheiben gebaut.
In den vergangenen 25 Jahren haben der Berliner Künstler Carsten Nicolai (musikalisch als Alva Noto bekannt) und die japanische Elektroniklegende Ryuichi Sakamoto (Yellow Magic Orchestra) regelmäßig musikalische Zwiegespräche geführt und als Alben veröffentlicht.
AboAuch wenn die Kuba-Solidarität alles andere als bibliophob ist, tut sich die Buchwirtschaft schwer mit Lektüre über den sozialistischen Inselstaat. Matthias Gutsch hat mit seinem Reisebericht Verlage gleich ganz umgangen.
Bob Ross machte ein Vermögen mit dem Nachweis, dass er ersetzbar ist. Genau diese Abwesenheit künstlerischer Identität, die ein Gemälde von einer Abbildung unterscheidet, wurde seine Identität.
Ein gutes Buch ist immer auch ein gut gemachtes Buch: Wie liegt es in der Hand, wie lässt es sich blättern, wie ist es um die Lesbarkeit bestellt, was bietet der Einband dem Auge, gibt es passende Bilder im Innenteil und so weiter.
Konzert in der Berliner UFA-Frabrik: Über das Weinen der Gitarre, die aufschreien möchte angesichts des Völkermords an den Palästinensern und eines US-Präsidenten, der einer Zivilisation mit Auslöschung droht. Ein Gespräch mit dem argentinischen Liedermacher Pablo Miró.
»Hope«, das neue Werk des Regisseurs Na Hong-jin, ist die teuerste Produktion, die jemals in Südkorea gedreht wurde (die Kosten liegen wohl bei 46 Millionen US-Dollar). Auch dieses Mal sucht etwas Schreckliches die Provinz heim.
Der Film »The Social Reckoning« beginnt mit einer Logovariante von Columbia Pictures im Stil der 1970er Jahre. Heldin des Films ist die aussterbende Zunft des Printjournalismus, der Antagonist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
In der Ausstellung »Farbe! Farbe!« sind im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal rund 100 Lackarbeiten des Wuppertaler Arbeitskreises zu sehen. Die Farbstudien von Willi Baumeister, Franz Krause und Oskar Schlemmer gelangen so temporär zurück an den Ort ihres Entstehens.
Ein Film, der nichts will als den Hergang einer Schlacht präzise nachzuzeichnen. Inszenierung und Plot sind gut, doch es fehlt jede Implikation, jede Bedeutsamkeit, keine Spur von der Frage, was Krieg ist und was er mit Menschen macht.