Der Name Mel Brooks steht für ein Kino, das sich für keinen noch so unter die Gürtellinie gehenden Gag zu schade ist, und sich zugleich der großen Fragen der Conditio humana annimmt. An diesem Sonntag wird er 100 Jahre alt.
Oswalth Kerzenrauch, der titelgebende »Gräber«, lebt auf einer unwirtlichen Erde. Die Menschheit krepiert – nur er nicht, ist er doch seit 1942 da und nicht in der Lage zu sterben.
AboDeutschland ist bei der Wahl für den Weltsicherheitsrat gescheitert. Bundeskanzler Merz hat die Abfuhr gelassen aufgenommen. »Wenn die bei der UNO uns nicht wollen, dann probieren wir es halt wieder beim ESC.«
AboIn drei Partien bekam der reaktionssteife Heilige, der »absolute Weltspieler« (Robin Gosens) sieben Schüsse aufs Tor und kassierte vier Kisten. »Die sagen nicht, wie’s ist!« schimpfte Freund Lerd. »Neuer muss raus!«
Der als Motivationskünstler bekannte Klopp hat eine viel größere Gabe, er kann die Dinge auf den Punkt bringen. Auch deswegen spielen seine Mannschaften, wie sie spielen. Ein Seminar, das sich wie Entertainment anfühlt, war auch seine Analyse der Begegnung Ecuador–Deutschland.
So als wär in seinem Leben / Etwas, vieles, schiefgelaufen, / Möchte täglich, heut, grad eben, / Er sich etwas, vieles, kaufen, / Leeres, unbestimmtes Wollen, / Nein, ein Müssen muss es sein.
Gerade große Nähe zu den Ereignissen macht den Wert von Konrad Wolfs Kriegstagebuch und Briefen aus. Er erlebte den Krieg aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Als deutschstämmiger, außerordentlich junger Sowjetsoldat.
Welches Geräusch macht ein Müllsack, der von der Baggerschaufel fällt und platzt? Stefan Schmitzer erkundet in seinem erzählerischen Science-Fiction-Langgedicht »space waste« auch die Grenzen der Sprache. Ein Gespräch.
Das »Framing« der neudeutsch »PR« genannten Propaganda ist schon in den ersten Kriegstagen auf Vorschulniveau gekippt. Das Märchen ist so simpel wie nur möglich gestrickt und wird für unterschiedliche Zielgruppen auf allen Kanälen variiert.
Helga Schubert, Bachmannpreisträgerin des Jahres 2020, leitete am Mittwoch den Jubiläumsjahrgang mit den Worten »Und führe uns nicht in Versuchung« ein. Doch der Begriff sitzt auf säkularem Sockel. Schuld und Moral verschwinden zugunsten einer profanen Exegese.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, fordert angesichts des Totalausfalls des Funkkommunikationssystems der Deutschen Bahn eine umfassende Entschuldigung bei den Fahrgästen.