AboIngeborg Bachmann im Kalten Krieg. Anlässlich des 100. Geburtstages der österreichischen Schriftstellerin, die im Rahmen der Containment Culture in die von den USA geschaffenen antikommunistischen Strukturen eingebunden war
Der Flug der Stare: Die Eingangsszene des Dokfilms »Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war« bietet nicht nur eine dekorative Naturaufnahme, sie steht wohl als Metapher, als Grundmotiv eines Daseins ohne festen Halt.
Er ist weltberühmt, nur nicht in Deutschland – und erst recht nicht in Braunschweig. Mit der großen Werkschau »Cabinet of Wonders. Lothar Osterburg back from Brooklyn« stellt der renommierte Künstler erstmals in seiner Heimatstadt aus.
AboDas Ringen um eine neue Nutzung des Kulturpalastes Bitterfeld hat eine dramatische Wende erfahren. Die städtische Entwicklungsgesellschaft beschloss am Montag ihren Rücktritt vom Kaufvertrag. Damit ist das historische Bauwerk erneut stark gefährdet.
AboMehdi (Younès Boucif) ist ein talentierter Koch, Sohn einer algerischen Mutter, Partner einer jungen Französin – doch nie kann er alles zugleich sein. Denn die Maman (Malika Zerrouki) ist schwierig.
Herbert Grönemeyer ging bei der Verleihung des Nationalpreises mutig voran. Der Regierung warf er vor, nicht genug zu Ergebnissen zu kommen. Obgleich das doch mit Rücksicht auf ihre Agenda das einzig Gute an ihr ist.
Die Wellen der Empörung schlagen hoch angesichts des Besuchs einer Taliban-Delegation in Brüssel. Doch Berlin kooperiert längst mit den Fundamentalisten, um mehr Geflüchtete abschieben zu können.
AboUnterwegs in Rheinhessen – vom Wormser Kloster zur Lieben Frau bis zum Niersteiner Roten Hang. Eine Reise durch Deutschlands größtes Weinbaugebiet mit wechselvoller Geschichte.
AboSehr junge Weine zeigen sich zunächst verschlossen und werden von solchen, die außer Konkurrenz liefen, in den Schatten gestellt. Doch dann öffnen sie sich und versöhnen die Probanden. Weine aus Rheinhessen im Test.
AboImmer rein in die Olga, Hauptsache, es dreht. Ist Wein ohne Alkohol also wie Backen ohne Mehl? Geschmacklich sind in den letzten Jahren einige Lücken geschlossen worden. Wer nicht trinkt, um sich zu betrinken, darf aufmerksam werden. Eine Annäherung.
Ein Grashügel mit Blumen prangt in der Bühnenmitte, darüber schweben Falter durch die dunkle Sphäre. Surrealität trifft auf die Liebe zum Natürlichen – ein schöner Einstieg ist das für »Wunderland« von Alexei Ratmansky am Hamburg Ballett.
Der Weinbau steckt in der Krise. Der »Deutschland-Deckel« wird ihn da nicht herausholen. Schrille Propaganda verheißt so sicher Kopfschmerzen wie Glykolwein. Man kann auch zärtlicher werben für deutschen Wein.
Am 24. Juni 1976 wurde der Paragraph 129 a im Bundestag verabschiedet. Der Vorwurf, jemand sei Teil eines Umfelds einer terroristischen Organisation, konnte mit ihm rasch konstruiert werden. Von Anfang an wurde er nicht nur von Linken und Bürgerrechtlern scharf kritisiert.
Ein sonderbares Buch. Die »normalen« Menschen haben Ohren von Katzen oder Hasen, Schnäbel, Hörner oder auch schon mal ein Geweih, das Gesicht der Protagonistin Edith Feder aber ist kaum definierbar.
Reinhard Straube ist das Urbild von Edgar Wibeau, dem ungebärdigen 17jährigen, der nach seinem Platz im Leben sucht und sich in eine Kindergärtnerin verliebt. Ulrich Plenzdorf hatte die Geschichte von den »Neuen Leiden des jungen W.« für einen Film aufgeschrieben.
Ich könnte, da ich manch einem als Spezialist gelte, eine Auskunftei eröffnen. Aus dem hessischen Ausland erreicht mich zum Beispiel die Frage: »Was ist denn bitte das ›match momentum‹«?
Wer noch nicht der völligen Geschichtsvergessenheit erlegen ist, dem sei der Film »Komm und sieh« (oder auch »Geh und sieh«) von 1985 empfohlen, ein Meisterwerk des Sowjetkinos und der Antikriegsfilme überhaupt.