AboAlle Phaser auf Betäubung: Star Trek wird 60 und ist schon lange tot. Stets ein Spiegel der Entstehungszeit, zelebrieren die Produktionen der letzten Jahre vor allem den geistigen Niedergang und das Ende des Storytellings.
Die neunziger Jahre sind ein Fluchtpunkt der Literatur aus vormals jugoslawischen Ländern. Maja Iskra hat mit »Uppercut« eine schlagkräftige weibliche Perspektive vorgelegt. Sie bedient sich dabei einer schnoddrigen Straßensprache, knapp und präzise. Das gibt Tempo.
Wissenschaftler sprechen von einer »ontologischen Wende«. Gemeint ist, dass Tiere, Pflanzen, Berge, Flüsse und andere Lebensräume, die in der animistischen Weltsicht von Indigenen als Personen wahrgenommen werden.
»Zeitlos« ist ein schönes Wort. Auf die dreizehnte Platte von Dinosaur Jr. trifft es voll zu oder eben gar nicht, je nach Standpunkt. Versuchen wir uns also erst einmal historisch, dann privat, schließlich zeitgenössisch »There Near« zu nähern.
Eine gewichtige literarische Sensation, die erst seit kurzem Buchhandelsregalbretter durchdrückt, wird schon ab dem kommenden Wochenende im Radio zu hören sein: Die »German Diaries« von Samuel Beckett.
AboDer Kapitalismus macht alles marktförmig, zum Spektakel. Jeder Politikerspruch ist entweder Werbeparole oder Rumgeeiere. Wer gesteht Probleme oder gar Fehler ein? Wer redet Tacheles?
Von Marc Hieronimus
IDF/videoidf.azureedge.net (18.04.2026) via rabbithole/Screenshot https://www.youtube.com/watch?v=avzp_zAZnC8
Ein zerstörter Krankenwagen, Einschusslöcher, auf dem Boden zerstreute kaputte Geräte. Und in der Mitte auf einer Trage: akkurat angeordnete Waffen der Hisbollah. Weil das sehr offensichtlich wie ein Fake aussieht, hat sich die ARD die Videos genauer angesehen.
Am 8. September 2023 starb der Lyriker und Dramaturg Michael Mäde-Murray. Von 2007 bis 2020 leitete er die Ladengalerie der jungen Welt in Berlin. In memoriam, eines seiner Gedichte – und zugleich ein Gruß an eine Kollegin.
Chomsky spielt keine Rolle mehr. Zumindest in der Linguistik. Doch noch heute verteidigt er wacker seine Universalgrammatik und versucht in ihrem Lichte die großen Fragen der Philosophie zu klären. Welche nicht zuletzt wegen der Epstein-Enthüllungen auf ihn zurückfallen.
Adam Wingards »Onslaught«: Nach einem aus dem Ruder gelaufenen Militärexperiment zieht eine Einheit genetisch modifizierter Supersoldaten eine Schneise der Zerstörung durch das amerikanische Hinterland.
Auf jeden Fall ist »Refractions« die bislang zugänglichste Cornelius-Platte. Die Experimente stehen hier mehr im Dienste des Pop, auf die instrumentalen Interludien verzichtet Cornelius vollständig.
»Deadpool 2« unter der Regie des ehemaligen Stuntmans David Leitch besteht aus nichts als Anspielungen auf und schmutzige Witze über die unzähligen Superheldenfilme. Sehr viele dieser Scherze sind dabei Scherze über die Unzählbarkeit der unzähligen Heiligen.
Die Stubenfliege schwirrt mir vorm Gesicht / Und setzt zur Landung an auf meiner Stirn. / Das zeigt den Sommer her mit seinem Licht. / So weiter Weg, im Schädel schwappt das Hirn.