Gerade große Nähe zu den Ereignissen macht den Wert von Konrad Wolfs Kriegstagebuch und Briefen aus. Er erlebte den Krieg aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Als deutschstämmiger, außerordentlich junger Sowjetsoldat.
Welches Geräusch macht ein Müllsack, der von der Baggerschaufel fällt und platzt? Stefan Schmitzer erkundet in seinem erzählerischen Science-Fiction-Langgedicht »space waste« auch die Grenzen der Sprache. Ein Gespräch.
AboDas »Framing« der neudeutsch »PR« genannten Propaganda ist schon in den ersten Kriegstagen auf Vorschulniveau gekippt. Das Märchen ist so simpel wie nur möglich gestrickt und wird für unterschiedliche Zielgruppen auf allen Kanälen variiert.
AboHelga Schubert, Bachmannpreisträgerin des Jahres 2020, leitete am Mittwoch den Jubiläumsjahrgang mit den Worten »Und führe uns nicht in Versuchung« ein. Doch der Begriff sitzt auf säkularem Sockel. Schuld und Moral verschwinden zugunsten einer profanen Exegese.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, fordert angesichts des Totalausfalls des Funkkommunikationssystems der Deutschen Bahn eine umfassende Entschuldigung bei den Fahrgästen.
Ingeborg Bachmann im Kalten Krieg. Anlässlich des 100. Geburtstages der österreichischen Schriftstellerin, die im Rahmen der Containment Culture in die von den USA geschaffenen antikommunistischen Strukturen eingebunden war
Der Flug der Stare: Die Eingangsszene des Dokfilms »Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war« bietet nicht nur eine dekorative Naturaufnahme, sie steht wohl als Metapher, als Grundmotiv eines Daseins ohne festen Halt.
Er ist weltberühmt, nur nicht in Deutschland – und erst recht nicht in Braunschweig. Mit der großen Werkschau »Cabinet of Wonders. Lothar Osterburg back from Brooklyn« stellt der renommierte Künstler erstmals in seiner Heimatstadt aus.
Das Ringen um eine neue Nutzung des Kulturpalastes Bitterfeld hat eine dramatische Wende erfahren. Die städtische Entwicklungsgesellschaft beschloss am Montag ihren Rücktritt vom Kaufvertrag. Damit ist das historische Bauwerk erneut stark gefährdet.
Mehdi (Younès Boucif) ist ein talentierter Koch, Sohn einer algerischen Mutter, Partner einer jungen Französin – doch nie kann er alles zugleich sein. Denn die Maman (Malika Zerrouki) ist schwierig.
Herbert Grönemeyer ging bei der Verleihung des Nationalpreises mutig voran. Der Regierung warf er vor, nicht genug zu Ergebnissen zu kommen. Obgleich das doch mit Rücksicht auf ihre Agenda das einzig Gute an ihr ist.
Die Wellen der Empörung schlagen hoch angesichts des Besuchs einer Taliban-Delegation in Brüssel. Doch Berlin kooperiert längst mit den Fundamentalisten, um mehr Geflüchtete abschieben zu können.
Der Vorsitzende der Organisation »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« hat sich in seinem neuen Buch mit Deutschland als Täterland und Mittäter israelischer Verbrechen auseinandergesetzt.