Edgar »Eddi« Külow wurde zweimal Bundesbürger. Allerdings wurde er auch zweimal SED-Mitglied. Ich behaupte mal: Genau so, wie es sich für einen »roten Blitz« gehört. Zum 101. Geburtstag erscheint nun auch eine zweite Biographie, verfasst von Volker Külow und Werner Abel.
AboSonnabend, der 5. September. Wir sind im K 714, dem neu eröffneten Konzerthaus in Monheim am Rhein. Countrylegende Emmylou Harris wird heute das letzte Europakonzert ihrer Karriere spielen.
Stell dir vor, es ist Krieg – und keiner geht hin. Jean Chevalin (Benoît Poelvoorde) hat keine Lust, sich im Sommer 1940 gegen die Nazis ins Zeug zu legen. Nach dem ersten Luftangriff wirft er das Handtuch beziehungsweise die Kochschürze hin und marschiert stracks nach Hause.
AboDer Radiowetterbericht für Lons-le-Saunier verspricht angenehm sommerliche Temperaturen. Für Rémi, der hier als Single in einem geräumigen, malerisch gelegenen Chalet lebt, beginnt damit gewöhnlich ein neuer Arbeitstag in einer kleinen Firma, die Kunstrasen verkauft.
Die ausgestellten Arrangements, so der Direktor, treten in einem »so noch nie dagewesenen Dialog mit dem berühmten Gebäude«. Wie oft die Neue Nationalgalerie schon angeschrien wurde, ist nicht dokumentiert, sicher scheint hingegen, dass sie bislang nie zurückgeschrien hat.
Hunter hatte als Strohmann für Trumbo seinen Namen unter das Skript gesetzt, Trumbo durfte in der McCarthy-Ära nicht arbeiten. Im geheimen arbeitete er an seinem Erfolg, politisch aktiv war er nach seiner Rehabilitation dann kaum noch.
Birgit und Horst Lohmeyer geben nicht auf. Wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus ist, zeigt sich jeden Tag, irgendwo in Deutschland, in großen Städten und kleinen Gemeinden, in Ballungszentren und abgelegenen Regionen.
Premierenwochenende in Wien: Am Akademietheater wird »Merlin oder das wüste Land« von Tankred Dorst als Mitklatschinszenierung gegeben, während Elfriede Jelineks »Unter Tieren« am Burgtheater nicht richtig ernstgenommen wird – zumindest abseits der Bühne.
Ein Schimpfwort, dessen Verwendung im Diskursraum der großen Politik aufgrund der deutschen Geschichte zeitweise als unanständig, geradezu skandalös galt und vermieden wurde, kommt wieder in Mode: vaterlandslose Gesellen.
Ein ordentliches Stück Geschichte hat Swetlana Schönfeld miterlebt, die am Mittwoch 75 geworden wäre, aber leider im Mai gestorben ist. Ihre Mutter, eine deutsche Kommunistin, hatte in der Emigration kein Glück.
Die Anfänge der Detektiv- und Kriminalgeschichten heutiger Prägung liegen im neunzehnten Jahrhundert, nämlich bei den Memoiren des Tausendsassas Eugène François Vidocq, der nach vielen Gaunereien und langer Arbeit für die Polizei die welterste Detektei eröffnet hat.
Das Gehirn liebt pures Durcheinander nicht, es zieht den sinnlosen Sinn der sinnhaften Sinnlosigkeit vor. So zeichnet sich das Bild einer Kulturindustrie, die jede Gegenbewegung gleich wieder in sich integriert.