Peter Hacks’ Umarbeitung des Aristophanes-Stücks »Der Geldgott« ist nicht nur eine bittere Komödie über den anbrechenden Finanzmarktkapitalismus, sondern auch über das Glück. Die Besitzverhältnisse ersticken es. Eine Inszenierung von Jens Mehrle tourt nun durch Sachsen-Anhalt.
Im Klangbild von Sullivan Fortner, dem Bassisten Tyrone Allen II und dem Schlagzeuger Kayvon Gordon wechseln die musikalischen Konsistenzen und Geschmacksnoten in einem fort. Die hervorragend eingespielte Band geht fast immer aufs Ganze.
AboBeim »Freitod« gibt es unterschiedlich verstandene Formen: In Frankreich als anklagender Selbstmord, in den USA als bewaffneter Amoklauf, in vornehmlich muslimischen Ländern das verbreitete Selbstmordattentat.
Es wird niemals so viel gelogen wie vor dem Krieg, während des Krieges und nach dem Krieg. Es könnten allerdings Spuren von Realität enthalten sein in manchen Sendungen, mit denen die Länderkulturradios an die Anschläge vom 11. September 2001 erinnern und an das, was dem folgte.
50 Jahre Junge/junge Welt, wie hält frau das aus? Zwischen den Anfängen 1976 und der jW heute liegt das unglaubliche Pensum von 15.000 jW-Ausgaben. Ein Versuch, danke zu sagen.
Eminente Glasbauten, in denen das Unternehmen residiert, markieren die Paradoxie des digitalisierten Kapitalismus: transparent bis ins Innerste und daher nicht durchschaubar. Am Ende siegt Interpol, und das Verbrechen macht weiter.
AboEine Würdigung des übergroßen komischen Künstlers Hans Traxler von seinem Freund Rudi Hurzlmeier. Traxler ist am 24. August im Alter von 97 Jahren in Frankfurt am Main verstorben.
»Mutiny« bietet handfeste Kämpfe und ein mörderisches Komplott. Und bei aller Brutalität ist unter der Regie von Jean-François Richet ein auch humanistisches Werk entstanden, das Themen wie Loyalität und Berufsethik verhandelt.
Zehn Gedichte von Gottfried Benn entführen am Dienstag in der Berliner jW-Maigalerie zu jazziger Musik von Hannes Zerbe und Mitstreitern in verschiedenste Gefilde. In ein Restaurant, in die Natur, an den Küchenherd, bis zur »Tristesse«.
Josef Kaiser hat das Kino International, das Café Moskau und die Mokka-Milch-Eisbar entworfen. Eine Architektur der klaren Linie, mit Ornamenten, Mosaiken und Wandbildern als sublimen Blickfängen. Die Berlinische Galerie würdigt ihn nun mit einer Ausstellung.
AboSulingen liegt etwas oberhalb des in Niedersachsen weltbekannten Saurierparks Münchehagen. Hier gibt es wenig Menschen und viel plattes Land, Hafer, Gerste and all this shit.
Dummerweise entdeckt man nun, dass Gold durch die Adern dieses Lands fließt. Ab da wird es für das gekauft, was sich unter ihm findet, es selbst ist bloß noch im Weg. Wie alles auch, was drauf kreucht.