Macrons »vorwärtsgerichtete Abschreckung« mit Deutschland in einer »Schlüsselrolle« beim Bombenfuchteln, dürfte in Washington, Moskau oder Beijing kaum als Zwergenaufstand wahrgenommen werden. Nur als Selbsttäuschung.
Als »besondere Geste« sei für Fritze das »edelste Bett« bereitet worden. Da kann er dann angesichts der jüngsten Verbrechen seiner Wertepartner wahlweise ein oder zwei Augen zudrücken.
Kreml-Sprecher Peskow erinnert den hurrapatriotischen Teil der russischen Öffentlichkeit daran, dass immer noch die Politik den Krieg bestimme und nicht umgekehrt. Dieser ist Mittel, nicht Zweck.
Die First Lady leitet den UN-Sicherheitsrat zum Thema Bildung. Dieser zeitlich wirklich unpassende Angriffskrieg ihres Mannes? 176 getötete Kinder und Jugendliche? – Schwamm drüber und durchziehen.
Merz lässt nicht einfach Israel und die USA »die Drecksarbeit« machen, sondern erhebt Interessendurchsetzung per Krieg zum politischen Grundsatz: Er bietet an, Putin fertigzumachen und vom Iran nicht zu reden.
Es war mal eine Zeit, als Imperialisten sich noch richtig Mühe dabei gaben, ihre Kriege mit False-Flag-Operationen oder sorgfältig konstruierten Lügen zu beginnen und zu begründen. Damit ist es vorbei.
Jenseits des Versuchs, im Mittleren Osten einen Störenfried zu beseitigen, geht es beim Krieg gegen Iran darum, Russland und vor allem dem Hauptfeind des US-Establishments, China, erheblichen Schaden zuzufügen.
Wird die neue Führungsgruppe des Iran, die gerade erst formiert wird, bereit sein, »an den Verhandlungstisch zurückzukehren«? Man sollte nichts ausschließen und aufmerksam beobachten.
Die ersten Kommentare deutschsprachiger Medien zum Beginn des Iran-Krieges schwanken zwischen Begeisterung und Sorgen um die Zukunft. An die Spitze der »Jubelperser« stellen sich wieder einmal die Springer-Blätter.
Der Prototyp des im Dienst an der Herrschaftsideologie arrivierten »Antideutschen« war natürlich auch zur Stelle, als die Kunde von den »Präventivschlägen« gegen den Iran eintraf.
Die Realisierung der wahren Leitinteressen, nämlich europäischem Kapital zollfreie Absatzmärkte zu ermöglichen, besorgt die Apparatur der EU verlässlich. Der Einwand von Parlamentariern ist da bloß Illusionstheater.
Wann immer die Regierung Gewerkschaften auch nur minimal zu stärken droht, muss die Kapitalistenpresse das Feuer eröffnen. So auch am Freitag in den Kommentaren zum neuen Bundestariftreuegesetz.
Der Ex-GDL-Frontmann Claus Weselsky ist längst Ruheständler – und die Lokführergewerkschaft auf einem Schmuse- statt Konfrontationskurs. Folge: Ein schlapper Tarifabschluss mit der DB AG. Ganz klar: Claus muss zurück!