Der Staatsanwalt als Schutzgelderpresser – selbst für einen Krimiautor wäre ein solcher Plot verwegen. Aber die Ukraine erweist sich auf dem Gebiet krimineller Kreativität als Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Endlich haben es die westdeutschen Qualitätsmedien begriffen: Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ist Teil einer russischen Weltverschwörung. Merkur, Süddeutsche Zeitung und welt.de kennen aber Putins Pläne und enthüllen sie knallhart.
Jahr für Jahr stellt der Kassenwart der Republik im Bundestag den Etat für das kommende Jahr vor, und Jahr für Jahr darf die Opposition an ihm ihr Mütchen kühlen. Showdown der parlamentarischen Demokratie.
Als die AfD in Sachsen-Anhalt triumphierte, wurde auch im Hauptquartier der türkischen Vaterlandspartei in Ankara gejubelt. Deren Generalsekretär rief die 3,5 Millionen Türken in Deutschland zum AfD-Beitritt auf.
Die Bewohner des Armen- und Seniorenhauses der Republik wurden mobil und verpassten den kriselnden etablierten Parteien einen Schlag. Es wird am politischen System nichts ändern. Das zeigten die Wahlen in Sachsen-Anhalt 1998, als die DVU erstmals in ein ostdeutsches Parlament kam
Die polnische Presse macht sich so ihre Gedanken über den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt, vergisst dabei aber geflissentlich, wie rechts Polen selbst schon lange ist.
Wenig nur versinnbildlicht den Wandel einer Nationalökonomie und damit eines ganzen Landes wie die am Montag endgültig bekanntgegebene Konversion des VW-Werks in Osnabrück. Aus T-Roc wird Iron Dome.
Pete Hegseth, Fachmann für die passende Lüge, macht sich in seinem Ministerium auf die Suche nach der Wahrheit: Wer hat ausgeplaudert, dass den USA im Krieg gegen den Iran die Munition knapp wird?
Bahnbrechendes ist nach den Gesprächen in Moskau der beiden US-Gesandten Steve Witkof und Jared Kushner nicht zu vernehmen. Aber es gibt Hinweise darauf, dass Russlands Präsident Putin dem Kontakt durchaus Bedeutung beimisst.
Das Wort »Obsession« bedeutet so viel wie Besessenheit oder Zwangsvorstellung. Am Sonnabend steht über einem Artikel des Warschauer FAZ-Korrespondenten Stefan Locke, der Westen arbeite sich »obsessiv« an Ostdeutschland ab. Dabei sei die AfD längst ein gesamtdeutsches Phänomen.
Am Sonnabend jammerte Friedrich Merz im niedersächsischen Wahlkampf über das rekordtiefe Ansehen seiner Regierung, der CDU und das eigene miese Bild beim Wahlvolk. Zugleich bekräftigte er seinen Kurs gegen Russland. Moskau antwortete mit: Das sei der Beginn eines echten Krieges.
Die ehemalige Eisenacher Oberbürgermeisterin, die 2024 mit einem Sprung das schwankende Schiff der Ramelow-Linkspartei verlassen hatte und überraschend zum BSW gewechselt war, denkt konsequent vom Mandat her: Welche Firma taugt, um die weitere Teilnahme am Betrieb zu ermöglichen?
Am Sonnabend findet eine große Mietendemo in Berlin statt. Pünktlich zu den Berliner Wahlen findet sich das Thema Wohnen im Mittelpunkt der Wahlprogramme – doch die sogenannte Wohnungskrise endet nicht an der Wahlurne.
In Sachsen-Anhalt wird an diesem Sonntag gewählt, und die Partei, die da deutlich vorn liegt, und die Leute, die die da wählen, scheint man nur begrenzt zu verstehen. Im Kopf der Journalisten wird die AfD wahlweise zur NSDAP 2.0 oder glatt zur »revolutionären Kraft«.
Washington sucht neue Szenarien, um die Blockade gegen Kuba zu rechtfertigen. Nun wirft die US-Regierung Havanna vor, die nordamerikanische Gesellschaft mit kommunistischen Gedankengut zu unterwandern.
Die von J. D. Vance beschworenen apokalyptischen Reiter der Bibel, die für Krieg, Teuerung, Seuchen und Elend stehen, können aus metaphorischer Perspektive als Vorboten der heutigen Weltlage gelesen werden.