Bulgarien: Nach der brutalen Tötung eines Mannes durch eine Gruppe Teenager in Plowdiw wird über den Umgang mit jugendlichen Neonazis debattiert. Ministerpräsident Radew wirft der proukrainischen Opposition Heuchelei vor.
In Italien ist am 12. August bei einem Gedenkakt an die Opfer des SS-Massakers in Sant’Anna di Stazzema erinnert worden. Der Außenminister räumt in seiner Rede als erster Regierungsvertreter überhaupt die Beteiligung italienischer Faschisten offiziell ein.
In Belgien haben Gewerkschafter und Antifaschisten gegen den Auftritt des italenischen Senatspräsidenten von der Partei Fratelli d’Italia protestiert, der anlässlich des Gedenkakts in Marcinelle für die 262 Todesopfer der Grubenkatastrophe von vor 70 Jahren anreiste.
Italien: Der extrem rechte Exgeneral Roberto Vannacci könnte bei den anstehenden Wahlen ein Problem für Giorgia Meloni werden. Seine neue Partei hat die Lega bereits überholt. Dabei gibt es zwischen Meloni und Vannacci im Grunde nur in der Außenpolitik Differenzen.
Der Genozid an den Sinti und Roma wurde jahrzehntelang verdrängt. Auch heute zeigt die Gedenkkultur eine politisch aufschlussreiche Hierarchie. So erfüllt dieser Genozid keine besondere Funktion für die außenpolitische Selbstdarstellung der BRD.
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump schreibt aktuell hohe Summen als »Auslandshilfe« für Projekte jenseits des Atlantiks aus, die in der EU und im Vereinigten Königreich Washingtons (Kultur-)Kampf gegen »Überregulierung« und »Zensur« führen.