Gegründet 1947 Freitag, 30. Januar 2026, Nr. 25
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  • Regierungserklärung

    Merz träumt von Macht

    Am Donnerstag steigerte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den neusten deutschen Größenwahn. In einer Regierungserklärung vor dem Bundestag verlangte er mit Blick auf die EU, die »Sprache der Machtpolitik« zu sprechen.
    Von Arnold Schölzel
  • Leicht entflammbar

    Es dürfte das kurzfristige Ziel Washingtons sein, die Islamische Republik nicht zu stürzen, sondern durch Drohungen einschließlich eines begrenzten Militärschlages und Verhandlungsangebote gefügig zu machen.
    Von Nick Brauns
  • Knüller: Reiche ist nicht Habeck

    Stagnation in Permanenz, Deutschland im Niedergang. Das darf nicht sein, Wachstum muss wieder her (wieso eigentlich, fragt mal wieder keiner), weshalb die Politik endlich mit beherzten Reformen durchgreifen soll.
  • Suche nach Alternativen

    Neue Geschäftsmöglichkeiten für britische Unternehmen, neue chinesische Investitionen in Großbritannien: Das ist wichtig für den Premier, doch die Motive, die ihn nach Beijing trieben, reichen darüber hinaus.
    Von Jörg Kronauer
  • Kriegsfreiwilliger des Tages: Joschka Fischer

    Her mit der Bombe, aber bitte die »europäische« Edition: Der ehemalige grüne Außenminister ist zur Stelle. Denn das »große Deutschland« kann sich nicht »irgendeine kleine Rolle am Rande erlauben«.
    Von Nico Popp
  • Schlachtfeld Weltraum

    Was die BRD im Orbit will

    Das deutsche Militär interessiert sich immer stärker fürs Weltall. Nach Medienberichten soll schon bald ein Großauftrag für eine Satellitenkonstellation ausgeschrieben werden. Der Kosmos ist Kriegsgegenstand.
    Von Luca von Ludwig
  • Imperialismus

    Der Weg in die Weltinnenpolitik

    Die gegenwärtige US-Politik ist nicht die Rückkehr eines Imperialismus wie im 19. Jahrhundert. Vielmehr deuten sich Auflösungserscheinungen des Nationalstaates an. Thesen zur neuen Weltunordnung.
    Von Marc Püschel
  • »Debanking« der Roten Hilfe

    Welche Wirkung haben die Kontokündigungen?

    »Debanking« linker Organisationen: Wer heute schweigt, wird morgen selbst zum Ziel. Deshalb muss man in die politische Offensive kommen, sagt Rebecca Hübner, Sprecherin der Roten Hilfe Nürnberg.
    Interview: Hendrik Pachinger
  • »Kritis«-Dachgesetz

    Infrastruktur hochgerüstet

    Der Bundestag hat das »Kritis«-Dachgesetz unter Verweis auf Bedrohungen durch »autoritäre Kräfte« und »Linksextremisten« beschlossen. Deutschland sei »Ziel einer hybriden Kriegführung«, behauptete Innenminister Dobrindt.
    Von Kristian Stemmler
  • Schutzstatus von Geflüchteten

    Widerrufe bleiben Ausnahme

    Bei 93,2 Prozent aller Überprüfungen 2025 wurde der Schutzstatus von Geflüchteten bestätigt, wie aus einer Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht. Dennoch treibt die Bundesregierung Abschiebungen voran.
    Von Paul Neumann
  • Wirtschaftskrise

    Drastischer Stellenrückgang

    400.000 Stellen sind während der Krisenjahre seit 2019 im verarbeitenden Gewerbe abgebaut wurden. Dies ergibt eine Datenaufschlüsselung der Linken im Bundestag.
    Von Luca von Ludwig
  • Tarifvertrag der Länder

    Schnaps und Dosenravioli

    Am Donnerstag streikten landesweit viele Beschäftigte im Bildungswesen. Es geht auch um deutliche Gehaltserhöhungen für studentische Beschäftigte, die einen Tarifvertrag fordern.
    Von Ralf Wurzbacher
  • Nigeria

    Ohne Kommentar

    Makoko in der nigerianischen Metropole Lagos ist ein riesiger Slum auf dem Wasser. Die Behörden wollen ihn auflösen. Dazu demolieren sie großflächig Häuser, ohne den Einwohnern Zeit zur Räumung zu geben.
  • Ukraine-Krieg

    Warten auf die zweite Runde

    Die USA werden nicht an den Gesprächen zwischen Moskau und Kiew am Wochenende beteiligt sein. Der Bundeskanzler Merz schiebt derweil einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine auf die lange Bank.
    Von Reinhard Lauterbach
  • US-Imperialismus

    Caracas in Washingtons Würgegriff

    Außenminister Rubio verkündet, Venezuelas Ölverkäufe und Haushaltsentscheidungen streng kontrollieren zu wollen. Übergangspräsidentin Rodríguez verurteilt die »Aggression einer Nuklearmacht«.
    Von Volker Hermsdorf
  • Gaza-Krieg

    Protektorat Gaza ohne Schutz

    Während neue Details zum »Friedensrat« bekannt werden, diskutiert Israel die Einreisebestimmungen an der Grenze in Rafah. Tel Aviv erkennt derweil die Opferzahlen der palästinensischen Gesundheitsbehörde erstmals an.
    Von Jakob Reimann

Ministerpräsident Sven Schulze, wie klingt das für Sie?

Erste Frage an Sachsen-Anhalts neuen Regierungschef im Deutschlandfunk-Interview am Donnerstag
  • Finanzwirtschaft

    Geldwäsche und Rekordgewinn

    Einen Tag vor Verkündung der Geschäftsbilanzen durchsucht die Staatsanwaltschaft Standorte des größten deutschen Geldinstituts. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bank wegen dubioser Geschäfte in den Fokus rückt.
    Von Gudrun Giese
  • Militarisierung in der Schweiz

    Neutralität als Störfaktor

    Die BRD fordert von der Schweiz eine verlässliche Belieferung mit Militärmaterial auch im Kriegsfall. Der Unternehmerverband Swissmem macht Druck von innen.
    Von Dominic Iten
  • Literatur

    Tagebuch des Elches

    Clemens J. Setz hat mit »Das Buch zum Film« frühe Notate veröffentlicht.
    Von Ken Merten
  • Stand der Dinge

    Endstation. Alle aussteigen!

    Der italienische Wirtschaftshistoriker Giovanni Arrighi ging davon aus, dass die ökonomischen Imperien aufeinander folgen. Ob auch für das heutige bald Schluss ist?
    Von Stefan Heidenreich
  • Kunst

    Fressen und gefressen werden

    So lässt sich’s leben: Die Ausstellung »Ich liebe Widersprüche« mit Werken von Daniel Spoerri in der Hamburger Sammlung Falckenberg.
    Von Matthias Reichelt
  • Kino

    Auge in Auge

    Einmal begegnet Aisha nachts einem afrikanischen Strauß. Die beiden stehen einander gegenüber, als würden sie sich kennen. Der Vogel, der nicht fliegen kann, wird für die junge Frau fortan zu einem imaginären Begleiter.
    Von Wolfgang Nierlin
  • Nachschlag: Zeppelintod

    Am Donnerstag berichtete das WDR-»Zeitzeichen« über deutsche Zeppeline, die im Ersten Weltkrieg, am 29. Januar 1916, über Paris Bomben abwarfen. 20 Menschen starben.
  • Programmtips

    Vorschlag

    Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht.
  • Tarifverhandlungen der IG BAU

    Werden die Gebäudereiniger streiken?

    Führende Unternehmen der Branche zahlen prekär – trotz Umsatzsteigerung, erklärt Ulrike Laux, Bundesvorstandmitglied der IG BAU. Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sind richtig sauer.
    Interview: Gitta Düperthal
  • Rojava

    Frauensolidarität bleibt ungebrochen

    Von feministischem Empowerment zur Unterstützung Geflüchteter: Stiftung hilft Frauen, deren Lage sich unter islamistischer Bedrohung rapide verschlechtert.
    Von Elisabeth Olfermann
  • Feminismus/Rojava

    Symbol des Widerstands

    Zöpfe sind in der kurdischen Kultur mehr als nur Haar – deshalb sind sie ein Ziel von Islamisten. Der Angriff der syrischen Übergangsregierung auf Rojava richtet sich gegen die politische Existenz kurdischer Frauen.
    Von Hamdiye Çiftçi Öksüz
  • Jugendschutz

    Abhängig von Social Media

    Seit Dienstag wird im US-amerikanischen Los Angeles vor Gericht über die gesundheitlichen Folgen der Social-Media-Nutzung für Minderjährige verhandelt.
    Von Sebastian Edinger
  • Handball

    Allerhand Kuddelmuddel

    An Langeweile muss man bei der diesjährigen EM in Dänemark, Norwegen und Schweden nicht sterben.
    Von Ken Merten
  • Beim Fananwalt

    Zwischenrufe

    Mein Mandant, ein Fußballfan, sah sich einer Anklage wegen eines Flaschenwurfes in Richtung von Polizeibeamten ausgesetzt. Die Anklage sprach von Paragraph 114 StGB mit einer Mindeststrafe von drei Monaten.
    Von René Lau
  • Fußball

    Ironien der Geschichte

    Der kontinentale Fußballverband CAF hat seine Strafen für Fehlverhalten im Afrikacup verkündet. Marokko ist mit seinem Versuch gescheitert, das Finale anzufechten.
    Von Jörg Tiedjen