Plattform für Austausch und Empowerment: Das IFFF hat zum 43. Mal die weibliche Perspektive ins Zentrum gerückt und dem Patriarchat und ausbeuterischen Zwängen den Kampf angesagt.
Die Graphic Novel »Freiheit im Blut« thematisiert die Flucht vor Zwangsverheiratung, den Widerstand in Rojava und die brutalen Verbrechen des »Islamischen Staat«.
Kein Einzelfall: Recherchen zeigen tausendfache sexualisierte Gewalt an Frauen durch den eigenen Partner – die Betroffenen werden währenddessen sediert, das Verbrechen im Anschluss online via Foto oder Video verbreitet.
Zum 43. Mal räumen die Beiträge auf mit Klischees und inspirieren zu Neuem. Ob obligatorisch verordnete Glückseligkeit oder staatliche Repression: Handelnde Gemeinschaft ist gefordert.
Die Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« hat die Erfahrungen überlebender Frauen in Nord- und Süddarfur dokumentiert, die brutale sexualisierte Gewalt erleben mussten.
Die NGO Biswas hilft Frauen im Touristenviertel Kathmandus und kämpft für deren Arbeitsrechte. Die »Nachfrage« steigt jedoch, und die Grenzen zur sexuellen Ausbeutung sind fließend.
Das im Wallstein-Verlag erschienenes Buch »Die Freundin meines Freundes« lädt zur Wiederentdeckung einer forschen Berliner Autorin jüdischer Herkunft der »Goldenen Zwanziger« ein.
Die aktuelle Debatte um digitale sexualisierte Gewalt verengt sich auf Forderungen nach mehr Regulierung einer Verschärfung des Strafrechts. Der alltäglichen Misogynie wird damit nicht der Kampf angesagt.
Das Oberste Verwaltungsgericht in Warschau urteilt zugunsten von im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen. An eine wirkliche gesetzliche Gleichstellung traut sich die Regierung jedoch nicht. Die Rechte tobt.