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  • 24.10.2026
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    Sie nehmen dir den Nasenring, / Sie stutzen dir die Flügel, / Sie scheren jeden Sonderling / Und scheuchen ihn die Hügel // Hinauf, hinab, durch jeden Dreck. / Hier lernst du, Sand zu fressen.
    Von Marco Tschirpke
  • 19.10.2026
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    Als ich Mitte der Siebziger an der Kasse / des Eastside Bookstore / auf dem St. Mark’s Place arbeitete, / war eines meiner Lieblingsbücher, / in dem ich während der Arbeit las, Andy Warhols The Philosophy of Andy Warhol (From A to B and Back Again).
    Von Ron Kolm
  • 17.10.2026
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    Wenn der Chef der Deutschen Bank / Die Regierung lobt, dann rette / Sich wer kann: Sie machen deine / Rente bald zur Pferdewette. // Anders als in Hoppegarten, / Wo der Gaul im Zaum sich hält.
    Von Marco Tschirpke
  • 10.10.2026
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    Rattelschneck
    Herr, es ist Zeit. Der Sommer war zu groß. / Kein Schatten auf des Landes Wasseruhren, / und auf den Fluren sind die Nazis los. // Den Früchtchen liegt es nah, randvoll zu sein; / sie freun sich auf die arischeren Tage: Die Rasse sucht Vollendung, keine Frage, (…)
    Von Stefan Gärtner
  • 02.10.2026
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    Die Stadt / buchstabiert sich / ohne Zwischentöne. // Rufe treffen auf Geschrei, / Lärm auf größeren Lärm, / Getöse auf Besinnungslosigkeit. // Agonie / am Alexanderplatz, / Zugluft am Zoo.
    Von Kai Pohl
  • 26.09.2026
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    Sie lärmen an hellichten Tagen, / Ihr Auto um Tonnen zu fett. / Sein Auspuff »getuned«, wie sie sagen, / Ein Teufel, so laut wie ein Jet. // Auch Mondschein ist ihnen zu leise, / Sie reißen aus Schlummer und Traum / Die Müden, die Kranken, die Greise.
    Von Thomas Gsella
  • 19.09.2026
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    Die Fäuste in die / Hüften gestemmt stand sie da. // Sie sind doch der / Schriftsteller von ganz / oben! // Schriftsteller? // Ja. Ich hör / Sie immer lachen! / Mich? // Ja! /Durch Ihre / Tür, wenn ich da / oben wische.
    Von Florian Günther
  • 12.09.2026
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    Rattelschneck
    Mit Rainer Maria Rilke durchs Jahr: Da stieg er ein. O reine Übersteigung! / Ein Esel schreit! O AfD im Ohr! / Und alles schwieg. Doch unter der Verschweigung / ging in der Straßenbahn das Üble vor.
    Von Stefan Gärtner
  • 05.09.2026
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    Ein Gedicht für den früheren Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen, der in der Deutschenfeindlichkeit das größte Problem gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit der Jetztzeit wittert.
    Von Thomas Gsella
  • 29.08.2026
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    Ein Gedicht für alle, die erst im Regen frösteln, dann in Regionalzügen schwitzen und in ihren Sozialwohnungssaunen einen Rekordsommer besonders gesundheitsförderlich erleben.
    Von Thomas Gsella
  • 22.08.2026
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    Pudel sind lebhaft und haben eine wollige, gekräuselte Behaarung. Sie werden anhand ihrer Größe unterschiedlich benannt: Großpudel (auch Königspudel), Kleinpudel (auch Mittelpudel), Zwergpudel und Toy-Pudel.
    Von Thomas Gsella
  • 15.08.2026
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    Dein Handy hat gepiept. / Ich hatte dir geschrieben: / »Hab mich in dich verliebt.« / Da war es zehn nach sieben. // Mein Handy hat gepiept. / Kein Feuer war entfacht: / »Tja, was es alles gibt …«
    Von Thomas Gsella
  • 08.08.2026
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    Rattelschneck
    Und also stehst du da wie ohne Haupt; / da ist bloß Hintern und daran zwei Ohren, / wie man halt ist, ist man »intakt« geboren, / und wie’s der Herrgott schlampig drangeschraubt.
    Von Stefan Gärtner
  • 01.08.2026
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    Im Doppelbett sind eben sie gestrandet, / Zwei dienstlich Reisende, von Müdheit zahm. / Sein Blick war in dem ihren notgelandet, / Woraufhin sie ihn mit auf’s Zimmer nahm.
    Von Marco Tschirpke
  • 25.07.2026
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    Abo Neulich hörte ich ein Granteln: / »Deine Arme schlabbern, Schatz.« / Manches Wort beißt wie Taranteln, / Und so legte ich zwei Hanteln / Neben meinen Arbeitsplatz. // Etwa drei Minuten täglich / Tat ich es, den Tränen nah: War die Müh’ auch kaum erträglich.
    Von Thomas Gsella
  • 18.07.2026
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    Abo Heuschreckenjuli, Gewitterjuli, Tagtraum Moos & Akazienjuli, Suff & Gebrauchtwagenjuli, im Süden ziehen die Tiere zu den Wasserstellen im Juli, wo die Alligatoren warten, Insekten schwirren über Juliwiesen.
    Von Kai Pohl
  • 11.07.2026
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    Rattelschneck
    Abo WER, als ich schrie, hörte mich denn aus der Freunde / Kreis? Gut, da war Mark und auch Enzo, / und zu dritt schrien wir weinend: und ich spürte des Fußballs / stärkeres Dasein. Doch das Schöne war nichts / als des Schrecklichen Anfang, wie es kam von Maradona.
    Von Stefan Gärtner
  • 04.07.2026
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    Abo Jetzt sind die ganzen Fanartikel Müll / Das Nationalgefühl zeigt sich betreten / Wir dachten doch, wir wären über jeden / Zweifel erhaben. Nun ist alles still // Zu viele Superstars im Kollektiv / Standen sich gegenseitig auf den Füßen (…)
    Von Andreas Paul
  • 27.06.2026
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    Abo So als wär in seinem Leben / Etwas, vieles, schiefgelaufen, / Möchte täglich, heut, grad eben, / Er sich etwas, vieles, kaufen, / Leeres, unbestimmtes Wollen, / Nein, ein Müssen muss es sein.
    Von Thomas Gsella
  • 20.06.2026
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    Abo Man hört es ständig, und je / öfter man es hört, desto unaufhaltsamer / kriecht die Wut in einem hoch. // Haben das die Menschen / 1939 nicht auch gesagt? Und 1914 / und vor all den anderen / sinnlosen Kriegen davor?
    Von Florian Günther