Zum Inhalt der Seite

WM-Debakel

Jetzt sind die ganzen Fanartikel Müll

Das Nationalgefühl zeigt sich betreten

Wir dachten doch, wir wären über jeden

Zweifel erhaben. Nun ist alles still

*

Zu viele Superstars im Kollektiv

Standen sich gegenseitig auf den Füßen

Als auch noch die Ideen sie verließen

Ging, was ihr Matchplan war, gehörig schief

*

Drei von sechs Elfern schusselig versiebt

Gab Anlass für globale Heiterkeit

Zu Hause machte sich Entsetzen breit

Wo doch der Deutsche so den Fußball liebt

*

Die Mannschaft ging nicht unter mit Gebrüll

Eher an Unverstand vor Gottes Wegen

In der Bedrängnis schickt sich’s abzulegen.

Jetzt sind die ganzen Fanartikel Müll

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2026, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Pressefreiheit schützen, Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!