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Nahostkonflikt

Trump droht Oman

Keine Lösung in Sicht für Iran-Krieg und Blockade

Foto: Stringer/Reuters
Für die Weltwirtschaft ist die Aussicht lange nicht so rosig wie der Sonnenuntergang an der Straße von Hormus (15.6.2026)

Das im Juni zwischen Washington und Teheran geschlossene Abkommen zur Waffenruhe ist seit Montag ausgelaufen, ohne dass wie vereinbart eine dauerhafte Friedenslösung gefunden wurde. Wie es weitergeht, ist unklar. Am Dienstag bekräftigte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf im Staatsfernsehen: Die von seinem Land gesperrte Straße von Hormus werde nicht wieder »geöffnet, solange die von den USA eingegangenen Verpflichtungen, die in der gemeinsamen Absichtserklärung (von Juni) festgelegt sind, nicht umgesetzt werden«. Ghalibaf nannte dabei AFP zufolge die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen, die Freigabe iranischer Vermögenswerte, ein Ende des Ölembargos sowie den Abbruch der US-Militäreinsätze an allen Fronten. Der US-Gesandte Jared Kushner hatte die über die ursprüngliche Vereinbarung hinaus über geheime Kanäle weiterlaufenden Gespräche zwischen Washington und Teheran am Montag auf Fox News noch als »sehr positiv« bezeichnet.

US-Präsident Donald Trump hat allerdings erneut tüchtig Sand ins Getriebe der Nahostdiplomatie gestreut. Ebenfalls auf Fox News ließ er sich am Montag zu der Äußerung hinreißen, dass er den Oman »in Grund und Boden bomben« werde, falls er den USA »in die Quere« komme. Hintergrund ist, dass das ansonsten eng mit dem Westen verbundene und am Iran-Krieg nicht beteiligte Sultanat gegenwärtig mit der Islamischen Republik über künftige Nutzungsregeln für die Straße von Hormus verhandelt. Die Meerenge von Hormus liegt komplett in iranischem und omanischem Hoheitsgebiet. Oman ist aber auch einer der Staaten, die zwischen den USA und Iran vermitteln. Die dafür nötige Vertrauensbasis dürfte zumindest Schaden genommen haben.

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Dabei weitet sich der Krieg noch weiter aus. Die mit Teheran verbündeten Ansarollah (»Huthis«) im Jemen haben am Dienstag erneut eine Ölraffinerie in der saudischen Stadt Dschaisan mit Drohnen attackiert. Grund seien AFP zufolge jüngste Luftraumverletzungen der Saudis. Die seit 2022 geltende Waffenruhe zwischen Saudi-Arabien und den Ansarollah ist damit im Grunde obsolet. Im Juli hatte Saudi-Arabien versucht, die Landung eines iranischen Flugzeugs auf dem Flughafen der Hauptstadt Sanaa zu verhindern, die unter Kontrolle der Ansarollah steht. Daraufhin hatten diese eine Blockade der saudischen Schiffahrt im Roten Meer verhängt. Gegenwärtig ist der Schiffsverkehr sowohl durch das Rote Meer als auch im Persischen Golf fast vollständig zum Erliegen gekommen – mit bisher noch kaum absehbaren Konsequenzen für die Weltwirtschaft.

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2026, Seite 7, Ausland

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