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Die Hemmungen fallen
Großbritannien bestätigt Drohnenlieferungen an Ukraine für Langstreckenangriffe. Moskau droht mit Konsequenzen
Großbritannien rüstet die Ukraine mit Drohnen für Langstreckeneinsätze tief im Innern Russlands aus. Das berichtete die Sunday Times unter Berufung auf britische Militär- und Regierungsvertreter am Wochenende. Früher habe man noch Vorsicht walten lassen, zitiert die Sonntagszeitung einen »hochrangigen Beamten des Verteidigungsministeriums« in London. Doch jetzt sei man »not nervous any more« (nicht länger besorgt), was mit den Lieferungen den eigenen NATO-Verbündeten wie auch Russland selbst signalisiert werde.
Die jetzt beschriebenen Drohnenlieferungen sind im Prinzip nichts Neues, sondern dauern schon mindestens etliche Monate an. Sie haben offenbar begonnen, als die vorhandenen Bestände an »Storm Shadow«-Marschflugkörpern erschöpft waren. Auf britischer Seite beteiligt sind offenbar eine Tochtergesellschaft des Luftfahrtkonzerns BAE und ein Unternehmen aus der Grafschaft Wiltshire. Als Vorteile der Drohnen gegenüber Raketen werden vor allem die deutlich geringeren Stückkosten und die Möglichkeit genannt, schnell viele Exemplare zu bauen.
Frühere Angriffe britischer Drohnen galten Zielen im russisch besetzten Teil der Ukraine, vor allem Brücken. Die jetzigen Attacken gingen aber vor allem in der Reichweite (bis zu 1.000 Kilometern) über die Angriffe auf russische Stellungen mit »Storm Shadows« aus den ersten beiden Kriegsjahren hinaus. Von irgendwelchen einschränkenden Bedingungen für den Einsatz britischer Drohnen ist in dem Sunday-Times-Artikel nicht die Rede – viel dagegen von dem »neuen Momentum«, das diese Angriffe auf das russische Hinterland der ukrainischen Kriegführung verliehen hätten. Und – Keir Starmer hin, Andy Burnham her – das Vereinigte Königreich werde an der Seite der Ukraine stehen, bis diese gewinne.
Russland reagierte auf den Bericht mit der erwartbaren Empörung und drohte London mit »Konsequenzen«. Sie würden um so härter ausfallen, je tiefer Britannien in den Konflikt verstrickt sei. Wie solche Konsequenzen ausfallen würden, wurde von britischer Seite heruntergespielt: Einen Angriff auf die NATO werde sich Russland sicher nicht zutrauen, allenfalls ein bisschen »Säbelrasseln«. Und vielleicht werde man versuchen, britische Schiffe in russischen Hoheitsgewässern zu beschlagnahmen, wenn die Zugriffe britischer Kräfte auf Tanker mit russischem Öl oder Gas weitergehen sollten.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS berichtete am Dienstag morgen, bei einem ukrainischen Großangriff in der Nacht zum Montag seien insgesamt 598 Drohnen von der russischen Luftabwehr abgeschossen worden. Darunter befänden sich auch Modelle aus den USA (»Dart« und »Hornet«) und Deutschland (RZR-01 und »Vector«).
Wie das russische Verteidigungsministerium außerdem mitteilte, soll bei einem russischen Raketengriff auf Kiew am frühen Montag morgen ein Betrieb des Unternehmens Fire Point zumindest schwer beschädigt worden sein. Dort sollen aus britischen, israelischen, deutschen und dänischen Komponenten ukrainische ballistische Raketen des Typs »Flamingo« zusammengesetzt werden. Diese seien im übrigen Klone der britischen Rakete FP-5 des Unternehmens Milanion Group. Dabei komme die Elektronik aus Großbritannien, der Körper der Raketen aus Deutschland und der Treibstoff aus Dänemark. Ukrainisch seien die Drohnen nur der Aufschrift nach. Die Sunday Times zitierte bereits einen ukrainischen Soldaten mit der Aussage, bei jedem Abschuss der britischen Drohnen würden seine Kameraden und er erst »Slawa Ukraini« (Ruhm der Ukraine) rufen und dann »God save the King« (Gott schütze den König).
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A. Koslowski aus Berlin 19. Aug. 2026 um 15:02 UhrDas Verhalten Großbritanniens offenbart jetzt das offensichtlich lang geplante heimtückische Vorgehen des Westens gegen die russische Bevölkerung. Nachdem die Friedensverhandlungen Ende 2021/Anfang 2022 sabotiert wurden und Putin die damaligen Signale des Westens als Einladung zur Vollinvasion verstehen musste, so wie vor ihm Saddam Hussein in Bezug auf Kuwait, werden die damaligen Zusagen, sich nicht an das Budapester Memorandum gebunden zu fühlen, nun nach und nach als Lüge enttarnt. Jetzt, da das Kremlregime in die Falle getappt ist, überlässt man ihm, statt der scheinbar vor den Bus geworfenen Ukraine, das russische Volk damit es bis zum letzten Russen verheizt werden kann, während die Kinder der Oligarchen weiter shoppen gehen. Mein Herz blutet für jedes einzelne russische Opfer, das heute noch leben würde, hätte Großbritannien im Rahmen der Friedensverhandlungen damals direkt alle die Waffen an die Ukraine geliefert, die später geliefert wurden.
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Gibt es Quellen für die »Zusagen, sich nicht an das Budapester Memorandum gebunden zu fühlen«? Ich möchte daran erinnern, dass das (rechtlich unverbindliche) Budapester Memorandum die territoriale Integrität der Ukraine allenfalls gegen Angriffe von außen schützt, nicht aber gegen Angriffe von innen. Insbesondere ist das Budapester Memorandum auch kein Freibrief für die Diskriminierung ethnischer Minderheiten. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist immer zu achten.
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A. Koslowski aus Berlin 21. Aug. 2026 um 14:24 UhrWelche Quelle benötigen Sie denn für den Versuch Putins, über Butscha und Hostomel das ukrainische Regierungsviertel im Handstreich zu nehmen, nachdem er in monatelangen Scheinverhandlungen offensichtlich grünes Licht erhalten hatte? Möchten Sie diese von allen Seiten bestätigte Tatsache anzweifeln? Bezüglich des Budapester Memorandums schreiben Sie ja selbst, es schützt nicht gegen Angriffe von innen, aber gegen solche von außen. Genau durch diese Nichteinmischungszusage wäre es tatsächlich ein »Freibrief für die Diskriminierung [von] … Minderheiten.«. Es ist für mich allerdings das allergrößte Rätsel, wie Putin auf die vorgetäuschte Diskriminierung russischsprachiger Ukrainer in der Ostukraine reinfallen konnte. Spätestens bei der Wahl eines Russischsprachigen zum Präsidenten der Ukraine hätte ihm doch die Falle klar werden müssen! Jetzt ist er das, zu was ihn die Britten immer machen wollten. Der nützlichste … (sie kennen das Wort sicher) im Kampf gegen das russische Volk.
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Dass Putin für sein Eingreifen in den Donbasskrieg von westlichen Garantiemächten des Budapester Memorandums »in monatelangen Scheinverhandlungen offensichtlich grünes Licht erhalten« haben soll, ist leider durch nichts belegt, ich werte das deshalb unverändert als Märchen. Nach Selenkijs Ansage Anfang Dezember 2021, sich Krim und Donbass mit allen Mitteln (»by all means«) zurückholen zu wollen, hatte Putin zwar durchaus um Verhandlungen über Sicherheitsgarantien ersucht. Schließlich beinhaltete Selenkijs Formulierung seiner Drohung auch die Option militärischer Gewalt – und das mit einer Unterstützungszusage der USA im Rücken, nämlich der »Charter on Strategic Partnership« vom 10.11.2021. Eine US-Unterstützungszusage für ukrainische Militärgewalt gegen Russland, das ist nun alles andere als ein »grünes Licht« für russische Militärgewalt gegen die Ukraine. Und die von Putin gewünschten Verhandlungen wurden vom Westen mit Vorschlägen abgebügelt, die durch mangelhafte Ernsthaftigkeit gekennzeichnet waren. Da gab es keine Sicherheitsgarantie und kein Grünes Licht. Statt dessen gab es von westlicher und insbesondere von ukrainischer Seite wiederholt offene gegen Russland gerichtete Drohungen mit militärischer Gewalt, die am 19.2.2022 in Selenkijs Befürwortung einer ukrainischen Atombombe gipfelten. Grünes Licht könnte es vom Westen allenfalls für die Kiewer Militärgewalt gegen die Donbassrepubliken gegeben haben, sosehr die gewaltsame Verletzung von Demarkationslinien auch völkerrechtswidrig ist, zumindest gemäß der Friendly-Relation-Declaration der UN-VV von 1970. Am 16.2.2022 gab es einen ukrainischen Angriff auf die Volksrepublik Luhansk, und exakt für diesen 16.2. war von den USA der Beginn der russisch-ukrainischen Krieges vorhergesagt worden. Ein Schelm, wer sich dabei etwas denkt.
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A. Koslowski aus Berlin 24. Aug. 2026 um 12:03 UhrIch habe verstanden, dass Sie den Erzählungen aus dem Winter 2021/2022 komplett auf dem Leim gegangen sind. Ich fordere Sie dazu auf, sich unter Zuhilfenahme der Dialektik mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen: Wie viele Opfer starben in dem Konflikt 2014–2022? Wie viele Russen sterben seitdem monatlich? Wer profitiert davon? Welcher Handlanger dieser Profiteure hält das am Laufen? Ist Ihnen aufgefallen, dass keine der von Ihnen genannten »Drohkulissen« auch nur ansatzweise der heutige Realität nahekommt? Russland ist von einem Exporteur von Ölprodukten zu einem Exporteur von Rohöl und Importeur von Fertigprodukten geworden. Die Lagerhäuser der Onlineverlagsgesellschaften für Konsumentenprodukte brennen. Und nach den Wahlen werden die Marionetten der Briten mit Hilfe einer Mobilisierung weitere Unmengen an Russen den Todeszonen ausliefern. Mit Verlaub, falls Sie jetzt in ihrem Glauben an die Ehrlichkeit der Politik eines oder mehrere Zitate russischer Politik anbringen, die eine Mobilisierung nach den Dumawahlen ausschließen, werde ich Ihnen nicht wieder antworten.
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R. Hofmann aus Wuppertal 19. Aug. 2026 um 18:12 UhrPutin ist der Hauptschuldige an diesem Krieg. Er hat seit Jahren erbärmliche Angst davor, dass russischsprachige Menschen herausbekommen, wie er sie mit seinen Mafiakollegen im Kreml schamlos bestohlen hat. Da ist natürlich eine Ukraine, die sich der demokratischen Europäischen Union anschließen wollte, die größte Gefahr, weil es dann den dort lebenden russischsprachigen Menschen besser gegangen wäre, als den meisten Russen in Russland. Deshalb opfert Putin – als größter Feind Russlands – seit Jahren täglich Tausende junger Russen. Seit Stalin hat niemand mehr Russen auf dem Gewissen …
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Putin hatte nichts gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine, sondern nur gegen eine gleichzeitige Mitgliedschaft der Ukraine einerseits in der GUS-Freihandelszone und andererseits in der EU‑Freihandelszone. So eine gleichzeitige Mitgliedschaft hätte den russischen Markt unkontrolliert mit EU-Produkten überschwemmt und zu diversen Pleiten russischer Produzenten geführt. Entsprechend wollte Janukowitsch eine Neuverhandlung der EU‑Assoziierung. Die Aussperrung vom GUS-Markt schien ihm ein zu großes Risiko. Die EU ließ indes nicht mit sich neu verhandeln, statt dessen kam der Maidan, und die damit durchgesetzte EU-Assoziierung (und folgende Aussperrung vom GUS-Markt) ließ die ukrainische Wirtschaft um rund 50 Prozent einbrechen. Ist es wirklich eine Sünde der ukrainischen Ostregionen, diesen Blödsinn der verfassungswidrigen Kiewer Regierung nicht mitmachen zu wollen?
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A. Koslowski aus Berlin 21. Aug. 2026 um 14:31 UhrEs ist eine absolute Sünde und mit Sicherheit auch ein Verbrechen mancher Ostukrainer, die Russen in ihren Krieg hineingezogen zu haben und ihnen diese ungeheuren Verluste aufgebürdet zu haben. Leute wie Puschilin und andere erfolgreiche ostukrainische Geschäftsmänner, werden hoffentlich vom russischen Volk eines Tages zur Verantwortung gezogen, anstatt dass sie Orden aus Großbritannien entgegennehmen können.
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K. Kagelmann aus Niesky/Sachsen 20. Aug. 2026 um 16:56 UhrHitlerdeutschland hat schätzungsweise 27 Millionen Sowjetmenschen auf dem Gewissen. Ausschließlich diesen Fakt sollten wir Deutschen uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, bevor die eigene Hybris uns verleitet, all zu forsch mainstreamgefällige Ketzerhüte zu verteilen. Einem Frieden kommen wir mit einer solchen Denkungsart nicht einen Jota näher.
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A. Koslowski aus Berlin 21. Aug. 2026 um 11:37 UhrIhren Angriff auf Reinhard Lauterbach verurteile ich scharf. Selbstverständlich darf er auch als Deutscher die Verfehlungen Großbritanniens benennen, auch wenn es sich um eine Befreiermacht von 1945 handelt.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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