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Alles im Griff
Linke-Parteitag in Potsdam
Vielleicht ist ein Resultat des Potsdamer Parteitages die Einsicht, dass die Diagnose, das Einströmen der vielen Neumitglieder seit 2024/25 habe die Partei Die Linke fundamental verändert, nicht zutrifft. Eine »Radikalisierung«, medial unmittelbar vor dem Parteitag in der üblichen Kampagnenmanier zum Skandal erklärt, gibt es nicht. In Potsdam fand die Revolution auch nicht im Saale statt. Die alte Mannschaft hat den Kahn weiter im Griff. Wo sie Flexibilität zeigen musste, weil sie spürte, dass die Mehrheitsstimmung gegen den bisherigen Kurs zu scharf ausgeprägt war, um einfach abgebogen zu werden – und das war vor allem beim Thema Israel/Palästina der Fall –, ergriff sie die Initiative zum »Kompromiss«.
Man behielt auch den Blick für Details. Die Tagungsleitung fand es »echt übel«, dass in der Debatte ein Delegierter von einem »rechten Flügel« in der Partei sprach. Und am Sonntag gelang es, einen Rückschlag zu korrigieren, den die Regie zu Beginn hatte hinnehmen müssen. Linksjugend und SDS hatten am Freitag einen Antrag auf Einschränkung sogenannter Teilübernahmen von Änderungsanträgen eingebracht. Der Vorwurf gegen diese »zeitsparende« Verfahrensweise durch die Antragskommission: Dadurch würden zum Beispiel immer wieder problematische Passagen etwa in einen Leitantrag eingeschleust, ohne dass der Parteitag darüber abgestimmt hat. Der Antrag wurde mit 227 gegen 197 Stimmen angenommen. Am Sonntag dann wurde er auf Betreiben des geschäftsführenden Parteivorstandes wieder »zurückgeholt«, neu abgestimmt – und diesmal abgelehnt.
Das war eine kleine Machtdemonstration. Die Apparatfraktion, die bei der Neuwahl des Vorstandes am Sonnabend viele ihrer Kandidaten durchbringen konnte, hatte selbstverständlich registriert, dass die von links kommenden inhaltlichen Anträge und Änderungsanträge im Durchschnitt von einem Drittel der Delegierten unterstützt wurden. Das ist ein beachtliches Potential, aber für sich genommen keine Gefahr, mit der eine eingespielte Regie nicht fertig werden würde – und schon auf früheren Parteitagen ja auch immer wieder fertig geworden ist. Die »neue«, größere und verjüngte Linkspartei ist auf eigentümliche Weise die alte. Dass ein Mitglied des alten und neuen Parteivorstandes die Vorstellung des Nahost-Kompromissantrages am Freitag nutzte, um mit grotesken Denunziationen den eigenen Hass auf die KPD und die DDR ins Schaufenster zu stellen, ist nicht nur eine persönliche Visitenkarte.
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B.S. aus Ammerland 22. Juni 2026 um 13:28 UhrDie kriegsgeilen Joschka-Fischer-Grünen mit ihrem »Opa war damals auch dabei«-Gehabe, haben es vorgemacht. Und bei der Partei Die Linke feiert es fröhliche Urstände. Völlig besoffen von ihrer Mitgliederzahl und absolut idiotischen-infantilen Auftritten bei Facebook, Instagram usw. sind sie genauso weit von der Gesellschaft entfernt wie die Altparteien und die AfD! Was nicht passt, wird nicht passend gemacht und landet auf dem Partei-Anger! Schade …
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Rainer Kral aus Potsdam 21. Juni 2026 um 19:58 UhrDiese Partei ist schon lange keine linke Partei mehr. Nicht nur der zitierte Hass auf KPD und DDR sind hierfür ein deutlicher Indikator. Die »Linke« eint sich in ihrem Nazigebrüll gegen die AfD, ohne stichhaltige, gerichtsfeste Belege hierfür zu liefern. Hirnlose Argumentation, statt objektiver Analyse. Schlimme Doppelmoral bei der Bewertung von Krieg und Frieden und Anbiederung an den Klassenfeind sind die herausragenden Eigenschaften dieser Partei. Mit dem Schlachtruf, man werde den Osten nicht den Nazis überlassen, hat man die AfD bisher nur gestärkt und zu nicht gekannter Wählerakzeptanz verholfen. Statt den wahren Gegner, der sich als Kriegstreiber Nr. 1 in Westeuropa entwickelt hat, zu bekämpfen, fokussiert man sich auf Nebenschauplätze. Statt diese Regierung politisch zu attackieren, die einen Kahlschlag bei den Sozialsystemen plant, um ihren militärischen Irrsinn zu finanzieren, paktiert man mit der Merz-Koalition. Jeder, der weiß, welche Ziele eine linke Partei haben sollte, wendet sich verschämt ab. Die Feinde jeder wirklichen linken Bewegung reiben sich, ob des politischen Niedergangs dieser Partei, die Hände.
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