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Unblock Cuba!

Kampf gegen Blackout

Millionen Kubaner erneut ohne Stromversorgung

Foto: Norlys Perez/REUTERS
Dunkelheit auf Kuba: Nicht nur auf den Straßen, sondern auch in Krankenhäusern ist die US-Energieblockade zu spüren (Havanna, 3.8.2026)

Donald Trumps Willkür ist dafür verantwortlich, dass am Wochenende erneut rund zehn Millionen Menschen in Kuba ohne Strom waren. Der staatliche Energieversorger Unión Eléctrica (UNE) meldete am Sonntag abend den vollständigen Ausfall des nationalen Stromnetzes – den zweiten in Folge, der dieses Mal die komplette Insel ins Dunkel tauchte.

Am Sonnabend hatte ein Teilausfall bereits zu einer zeitweisen Unterbrechung der Stromversorgung für Millionen Menschen in Pinar del Río, Artemisa, Mayabeque, Havanna und Matanzas – fünf der sechs bevölkerungsreichsten Provinzen im Westen Kubas – geführt. Sie konnte zwar am Sonntag in den frühen Morgenstunden wiederhergestellt werden, brach am späten Abend dann jedoch vollständig zusammen.

Die Behörden hätten umgehend die Notfallprotokolle aktiviert, um vorrangig den Betrieb von Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Wasserversorgungsanlagen zu gewährleisten, berichtete die Nachrichtenagentur Prensa Latina. Die Mitarbeiter der Elektrizitätsgesellschaft würden darüber hinaus rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiten – inmitten einer Situation, in der sich das kubanische Volk nicht ergeben werde, trotz eines Wirtschaftskriegs, der darauf abzielt, Unruhe unter der Bevölkerung zu provozieren. Örtliche Medien bezeichneten die unter der US-Regierung verschärften Zwangsmaßnahmen und die Energieblockade als Völkermord.

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Der aktuelle Blackout ist bereits der vierte derartige Vorfall innerhalb kürzester Zeit. Erst im Juli hatte es drei landesweite Stromausfälle gegeben. Die Abfolge von Havarien zeigt die kritische Lage des kubanischen Energiesektors, der einem beispiellosen Druck durch die USA ausgesetzt ist. Mit einer faktischen Seeblockade verhindert Washington seit Anfang des Jahres Treibstofflieferungen für die Kraftwerke in Kuba. Zudem sorgen die gegen kubanische Unternehmen verhängten Zwangsmaßnahmen und die Androhung von extraterritorialen US-Sanktionen gegen ausländische Lieferanten dafür, dass keine Ersatzteile zur Wartung und Erneuerung der veralteten Anlagen importiert werden können.

Der von der kubanischen Regierung als »kritisch« und »äußerst angespannt« bezeichnete Zustand des Stromnetzes ist nach Aussage des Ministers für Energie und Bergbau, Vicente de la O Levy, nicht in erster Linie auf betriebliche Fehler zurückzuführen, sondern auf die Bedingungen, mit denen das Land konfrontiert ist. Als Folge der US-Energieblockade und der Beschränkungen beim Erwerb von Ersatzteilen dauern Stromausfälle in Havanna mittlerweile oft mehr als 20 Stunden und in den übrigen Provinzen bis zu 40 Stunden an. Bislang kann Kuba nur rund 20 Prozent des täglichen Strombedarfs aus Gasanlagen und erneuerbaren Energien decken. Etwa die Hälfte davon kommt bereits aus landesweit über 50 – mit chinesischer Unterstützung errichteten – Solarparks.

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.08.2026, Seite 7, Ausland

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