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18.09.2026, 17:29:50
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Proteste in Nigeria nach Tod von 37 Goldgräbern in Haft
Lagos. In Nigeria sind Polizisten gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen, die nach dem Tod von 37 Goldgräbern in der Gewalt einer paramilitärischen Einheit auf die Straße gegangen waren. Wie am Freitag auf einem Video zu sehen war, eröffneten die Einsatzkräfte das Feuer, um die Menschen auseinanderzutreiben – ob mit scharfer Munition oder mit Gummigeschossen, war zunächst unklar. Überlebende berichteten, die Goldgräber seien in ihren Zellen erstickt. Wütende Jugendliche hätten ein Gebäude der Verkehrsbehörde in Minna attackiert und Busse demoliert, berichtete ein Einwohner der Stadt Minna im Zentrum des Landes. Die Demonstranten errichteten zudem Barrikaden auf einer Hauptstraße. »Die Stimmung in der Stadt ist sehr angespannt«, sagte der Einwohner. Aus Angst vor gewaltsamen Zusammenstößen hätten Eltern ihre Kinder vorzeitig aus der Schule geholt, sagte ein anderer Einwohner.
Einer der überlebenden Goldgräber, Dauda Shehu, sagte Journalisten, die Menschen seien erstickt. »Wir waren dicht gedrängt in der Zelle zusammengepfercht. Es gab keine Belüftung, so dass wir nicht richtig atmen konnten.« Die Inhaftierten hätten gegen die Zellentür gehämmert, »aber sie haben nicht reagiert«. Ein weiterer Überlebender sagte: »Wir schrien um Hilfe und sagten den Wachen, dass die Leute einer nach dem anderen sterben«, doch »sie glaubten uns nicht«.
Minna ist die Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaats Niger, der reich an Bodenschätzen ist und zahlreiche Goldgräber anzieht, die meistens illegal nach dem Edelmetall suchen. Das nigerianische Innenministerium teilte mit, es habe einen Kommandeur der paramilitärischen Truppe NSCDC suspendiert. Die NSCDC-Einheiten arbeiten mit der nigerianischen Polizei zusammen. (AFP/jW)
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