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Kriegsplan gegen die Revolution
Pentagon prüft Invasion auf Kuba mit Bombardierungen und Luftlandetruppen. Havanna warnt vor psychologischer Kriegsführung
Ende nächster Woche erinnert Kuba mit dem »Tag des nationalen Aufstands« an eines der bedeutendsten Ereignisse im Kampf für die Unabhängigkeit. Der Rebellenangriff auf zwei Militärkasernen des von den USA unterstützten Diktators Fulgencio Batista am 26. Juli 1953 gilt als Startsignal der Kubanischen Revolution. Eine Woche vor dem Feiertag berichten US-Medien nun über Planspiele des Pentagons für einen militärischen Angriff auf die Insel, mit dem die Ergebnisse dieser Revolution vernichtet und das Land wieder in eine US-Enklave verwandelt werden sollen. Die Soldateska von US-Präsident Donald Trump droht offen damit, Kuba zum Gaza Lateinamerikas zu machen.
Während der Krieg gegen den Iran wieder aufflamme, »richten hochrangige Vertreter des Pentagons ihre Blicke stillschweigend auch auf einen anderen, viel näher gelegenen Konfliktpunkt: Kuba«, meldete CBS am Donnerstag. Zu den Optionen der »Planer« gehöre unter anderem »ein Luftangriff, an dem Tausende US-Soldaten beteiligt sein werden, durchgeführt von der 101. Luftlandedivision, der einzigen Einheit, die für eine solche Aufgabe ausgebildet ist, wie mehrere US-Beamte mit Kenntnis der Diskussionen angaben«, berichtete der Sender. Parallel dazu habe das US-Außenministerium die finanziellen Schrauben gegenüber kubanischen Staatsunternehmen angezogen, die – so CBS – »Einnahmen an paramilitärische Kräfte weiterleiten, darunter die Schnellreaktionsbrigaden und Milizen«.
Zuvor hatte Trump eine seiner Verschwörungstheorien verbreitet und erklärt, die Regierung untersuche derzeit, ob der Iran Drohnen in Kuba gelagert habe. »Wenn sie welche haben – und es ist sehr gut möglich, dass sie welche haben –, werden wir uns darum kümmern«, drohte der US-Präsident am Montag vor Journalisten im Oval Office. Der spanische Sender Canal Red bezeichnete das Vorgehen als staatliches »Gaslighting« – eine manipulative Taktik, die in der psychologischen Kriegführung durch Vortäuschung falscher Tatsachen zur Propaganda eingesetzt wird, um die wahren Absichten eines Aggressors zu verschleiern.
In einer scharfen Replik warf Havanna CBS und anderen Medien vor, als »inoffizielles Sprachrohr der US-Regierung« zu fungieren. »Das ist nicht nur Teil der psychologischen Kriegführung. Mit den angeblichen Indiskretionen über eine Invasion versucht die US-Regierung, die öffentliche Meinung ihrer Bürger hinsichtlich eines militärischen Abenteuers auszuloten, das ein Blutbad zur Folge hätte«, warnte Kubas Außenminister Bruno Rodríguez auf X. Noch am Donnerstag forderte China die US-Regierung auf, ihre Drohungen gegen Kuba unverzüglich einzustellen, da diese »den regionalen Frieden und die globale Sicherheit gefährden«.
Unabhängig von den Drohungen und Einschränkungen durch US-Zwangsmaßnahmen bereitet Kuba sich darauf vor, auch in diesem Jahr den 26. Juli als Tag des nationalen Aufstands zu feiern. Während die zentralen Veranstaltungen zum 73. Jahrestag der Angriffe auf die Kasernen Moncada in Santiago und Carlos Manuel de Céspedes in Bayamo in der Provinz Pinar del Río stattfinden, begeht auch die internationale Solidaritätsbewegung den Tag weltweit mit Feiern und Kundgebungen, die an seine Bedeutung für die Befreiung von der Batista-Diktatur erinnern. In diesem Jahr geht es – mehr als je zuvor – auch um die Solidarität mit einem Volk, das für den Nachweis vernichtet werden soll, dass eine andere Welt möglich ist.
An diesem Sonnabend wird die Parkaue in Berlin-Lichtenberg mit der um 14 Uhr beginnenden Fiesta de Solidaridad wie alle Jahre wieder zu einem Ort politischer Diskussionen und gelebter Solidarität – ein Fest, das mehr bietet als Musik und internationale Begegnung und ein klares Zeichen setzen will: für internationale Solidarität mit Kuba und Lateinamerika.
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