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Unblock Cuba!

Erneut ohne Strom

US-Blockade Kubas trifft Energieversorgung

Foto: IMAGO/Xinhua
Das wird die antikubanischen Hardliner in Washington erfreuen: Der erste von zwei Blackouts diese Woche (Havanna, 7.7.2026)

Kuba lag am Wochenende nach dem vierten Ausfall des nationalen Stromnetzes (SEN) in diesem Jahr und dem zweiten innerhalb einer Woche abermals für Stunden im Dunkeln. Am Freitag war die Energieversorgung landesweit zusammengebrochen. Obwohl der Ausfall die Folge einer »sehr komplexen Situation« sei, »inmitten all der Schwierigkeiten, mit denen Kuba tagtäglich konfrontiert ist«, hätten die Mitarbeiter der Strombranche »unter großen Anstrengungen sofort mit der Wiederherstellung der Versorgung begonnen«, teilte der Minister für Energie und Bergbau, Vicente de la O Levy, mit. Am Sonntag meldete die staatliche Unión Eléctrica (UNE) dann die weitgehende Wiederherstellung des Stromnetzes – zunächst von Pinar del Río bis Holguín, während an der Inbetriebnahme der Kraftwerke im Osten des Landes noch gearbeitet wurde.

Dieser Ausfall sei weder ein Einzelfall noch allein auf interne technische Mängel zurückzuführen, sondern eine direkte Folge der totalen Energieblockade durch die US-Regierung, schrieb die KP-Zeitung Granma am Sonnabend. Außenminister Bruno Rodríguez verglich die Ölblockade mit einer Seeblockade. Sie sei ein »kriegerischer Akt«, da sie den Zugang zu Treibstofflieferungen durch militärische Drohungen, einseitige Zwangsmaßnahmen und das Aufbringen von Tankschiffen durch US-Seestreitkräfte verhindere. Kubas Stromerzeugung hängt heute vor allem von im Land gefördertem Gas und heimischem Rohöl ab, während die Kraftwerke unter starkem technischen Verschleiß und einem Mangel an Ersatzteilen leiden, was – so Granma – ebenfalls eine Folge der US-Blockade sei.

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Obwohl die UN-Mitgliedsländer erst am Dienstag mit 136 gegen neun Stimmen erneut das sofortige Ende aller Sanktionen gefordert hatten, erklärte US-Außenminister Marco Rubio am Sonnabend, die Regierung von Donald Trump werde »weiterhin alle Maßnahmen gegen die kubanische Regierung aufrechterhalten« und »alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel« einsetzen, »um den Sicherheitsbedrohungen durch Kuba entgegenzuwirken und wirtschaftliche sowie politische Reformen voranzutreiben«.

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2026, Seite 6, Ausland

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