»Die Pläne wurden mit der ›ethnischen Säuberung‹ realisiert«
Über Funde verwahrloster Massengräber in Namibia, genozidalen Siedlerkolonialismus und die Verantwortung der BRD. Ein Gespräch mit Mark Mushiva
Sie haben zu den ersten deutschen Konzentrationslagern in Namibia geforscht und stellen die Ergebnisse in Form einer Ausstellung vor. Wieso wurde Berlin als Ort dafür festgelegt?
Die berüchtigte »Kongo-Konferenz«, der Startpunkt des Genozids, fand 1884 in Berlin statt. Dort verteilten die europäischen Kolonialmächte ihre afrikanischen Kolonien untereinander, als Deutschland Namibia erhielt. Fortan hieß ihre Kolonie »Deutsch-Südwestafrika«. Es war nichts weiter als reine Fiktion. Ein vereintes Land in Namibia existierte so nicht. Es gab verschiedene Stämme, aber nicht in einem einheitlich regierten Territorium. Somit führt die Spur zurück nach Berlin.
Hatte die namibische Delegation des Projekts Probleme bei der Einreise?
Das größte Problem waren die Visa. Einige unserer Kollegen erhielten respektlose Absagen vom deutschen Konsulat mit der Behauptung, sie würden wegen ihrer finanziellen Situation nicht nach Namibia zurückkehren, obwohl unser Gastgeber Spore (Stiftung mit Sitz in Lörrach, jW) mehrere Briefe schrieb, in denen er erklärte, dass er alle Kosten übernehmen würde. Spore ist eine seriöse und registrierte NGO, die von jeder Behörde kontaktiert werden kann. Trotzdem haben diese Briefe die Vorurteile nicht entkräftet. Umgekehrt reisen Deutsche problemlos nach Namibia. Obwohl unsere Partner eingeladen wurden, um über ein Kapitel deutscher Geschichte zu informieren, wurden sie abgewiesen. Gerade Deutschland steht in einer großen Schuld, nachdem es die Entwicklung dieser Völker gestört und beeinträchtigt hat.
Wie sah das Leben in Namibia vor der deutschen Präsenz aus?
Das präkoloniale Namibia beheimatete diverse Stämme, die Nomaden oder sesshaft waren. Es gab auch Halbnomaden, die mit ihren Herden wanderten, aber sich auch entsprechend der Jahreszeit an Wasserstellen niederließen und Ackerbau betrieben. Überlieferungen aus Namibia wurden mündlich übermittelt und nicht niedergeschrieben. Die einzigen verschriftlichten Berichte dieser Zeit stammen von europäischen Missionaren. Es gab zwar Konflikte und Raubzüge untereinander, aber es herrschte auch eine Flexibilität darüber vor, wer bestimmtes Land und Ressourcen zu einer bestimmten Zeit nutzte. Es gab verschiedene Religionen, die man dem afrikanischen Spiritismus zuordnen kann. Eine Sache, die wir mit Gewissheit sagen können, ist, dass Privatbesitz oder das Ausbeuten von Rohstoffen wie Diamanten nicht üblich waren. Metall nutzten sie lediglich, um Werkzeuge herzustellen. All das änderte sich mit der deutschen Besatzung.
Zwar gibt es das Topos des »edlen Wilden« in kolonialistischen Gesellschaften, aber wie hat das Kaiserreich auf die indigenen Völker und ihre Heimat geblickt?
Als primitiv und unzivilisiert, als seien sie nicht in der Lage, sich um ihr eigenes Land zu kümmern, um maximalen Gewinn zu generieren. Das findet sich auch in deutscher Literatur wieder, wo Landschaften als leer beschrieben werden, in denen Siedler ein neues Zuhause finden können, wenn sie nur hart genug arbeiten. Das Kaiserreich wollte die Rohstoffe des Landes ausbeuten und deutsche Familien dort ansiedeln. Namibia galt als ein rechtsfreier Raum, in dem keinerlei Gesetze herrschten, weshalb sie für Ordnung unter den »Unzivilisierten« sorgen »mussten«. Heute lehnt Deutschland Reparationszahlungen mit der Begründung ab, dass der Völkermord mit den Gesetzen von damals bewertet werden muss. Diese Gesetze besagten, dass die indigenen Völker keine Menschenrechte besaßen.
Wie reagierten sie auf die Ankunft der Siedler?
Zunächst waren die Siedler für sie nur eine Gruppe von vielen Völkern, die von woanders herkamen. Es existierte sogar eine gastfreundliche Haltung ihnen gegenüber. So überließen sie den Einwanderern einige Landmarken und pflegten gute Beziehungen, bis die Siedler anfingen, gemeinsam mit den Kolonialtruppen immer tiefer in das Ahnenland der Ovaherero und Nama vorzudringen. So entbrannten die ersten Kämpfe gegen die Besatzungsmacht. Es war schon immer der Plan der Siedler, die Situation zu eskalieren, um die ursprünglichen Einwohner zu vertreiben. Sie planten, die gesamte Landschaft für ihre Bauprojekte und Infrastruktur umzuwälzen, doch die beiden Völker, die spirituell mit ihrem Land verbunden waren, standen dem im Weg. Die Pläne einer reinen Siedlerkolonie konnten nur mit der »ethnischen Säuberung« der indigenen Völker realisiert werden.
So kam es zur Schlacht von Ohamakari 1904, als deutsche Truppen die Ovaherero umzingelten. Zuvor hatten sie noch versucht, mit der Besatzungsmacht zu verhandeln, um den Konflikt zu lösen. All das änderte sich, als General Lothar von Trotha, der dafür berüchtigt war, andere Aufstände aus Ostafrika zu zerschlagen, vom Kaiser eingesetzt wurde. Er rief den bekannten Vernichtungsbefehl gegen die Ovaherero aus. Das offizielle Dokument forderte den Tod aller Männer, auch unbewaffneter, und den Beschuss aller Frauen und Kinder der Herero, um die Vertreibung zu forcieren.
Die Überlebenden wurden in Konzentrationslager über das ganze Land deportiert. Das bekannteste Lager liegt auf der Haifischinsel in Lüderitz. Dort wurden sie gezwungen, deutsche Infrastruktur wie Häfen zu bauen. Es fanden willkürliche Hinrichtungen, systematisches Aushungern, Vergewaltigungen und unaussprechliche Formen von sexualisierter Gewalt statt. Menschenversuche und das vorsätzliche Infizieren mit Krankheiten wurden auch verübt.
Was haben Ihre Recherchen auf dieser Insel ergeben?
Obwohl die Haifischinsel das erste Vernichtungslager des 20. Jahrhunderts ist, war sie lange Zeit unerforscht. Das Kolonialregime hielt das streng unter Verschluss. Wo genau der Ovaherero- und Nama-Bereich lag, war vor unseren Recherchen unbekannt. Später wurde die Haifischinsel in ein Touristenresort umgewandelt. Viele Überbleibsel der Vernichtungslager wurden einfach überbaut, um Platz für Hotels zu schaffen. Wir wollten eine sichere Umgebung für die Nachfahren der Überlebenden schaffen, um endlich ihre kollektiven Erinnerungen und Erfahrungen zu teilen. Unsere Recherchen enthüllten mehrere verwahrloste Massengräber auf der Haifischinsel. Wir Namibier wussten vorher durch kollektive Erzählungen, dass zahlreiche solche Gräber im ganzen Land existieren. Um destruktive Vorgänge wie das Graben zu vermeiden, nutzen wir Röntgengeräte. So fanden wir menschliche Überreste.
Dies stellt die Pläne der deutschen und der namibischen Regierung, die Insel zu einem Exporthafen für »grünen« Wasserstoff umzubauen, in ein fragwürdiges Licht. Unsere Recherchen zeigen klar, dass die Haifischinsel ein einziger Friedhof ist.
Was geschah mit Namibia nach der Kolonialzeit?
Als Deutschland den Ersten Weltkrieg verlor, wurde Namibia als Mandatsgebiet an Südafrika übergeben. Sie sollten es verwalten, bis die indigenen Völker selbst dazu in der Lage wären. Anstatt das zu tun, weitete Südafrika seine Apartheid auf Namibia aus. Den diversen Volksgruppen wurden verschiedene Reservate, sogenannte Homelands, zugewiesen, die sie nicht verlassen durften. Sie benötigten absurde Dokumente, nur damit sie raus durften – und das nur, um für die Kolonialisten zu arbeiten. Der deutsche Kolonialismus und das Apartheidregime in Namibia sind eng miteinander verbunden. Die »Homelands« waren bewusst so konstruiert, dass die Bewohner gespalten werden. So sollte verhindert werden, dass sie sich organisieren und auflehnen, da zu Beginn Solidarität in den Reservaten herrschte.
Überlebende der Konzentrationslager wurden Vertragssklaven. Ihre Gemeinschaften waren wirtschaftlich so gespalten, dass sie keine andere Möglichkeit sahen, als sich an die neue, europäische Wirtschaft zu wenden, die sich während der Apartheid etabliert hat. Viele von ihnen erhielten nicht mal Geld, sondern nur Essen. Eine bittere Realität, die heute noch existiert. Die Nachfahren der europäischen Kolonialherren beschäftigen mittellose Angestellte auf ihren Farmen und bezahlen sie nur mit Essen und Alkohol.
Konnten sie je in ihre traditionelle Heimat zurückkehren?
Höchstens als Arbeiter für die europäischen Farmer. Südafrika führte ein Eigentumsrecht ein, das die Landrückgabe erschwerte. Zu belegen, dass das Land ihnen gehört, liegt bei den Nachkommen der Opfer. Sie sollen beweisen, dass ihre Vorfahren das Land nach europäischem Recht besaßen. Generationen von indigenen Familien sind dort begraben, wo Farmen errichtet wurden. Wenn eine Farm nun zum nächsten ausländischen Besitzer übergeht, erbt diese Person die Familiengräber als ihr Eigentum. Den Familien kann willkürlich der Zugang verwehrt werden. Sie erhalten kein Mitspracherecht darüber, was mit dem Ort passiert, wo ihre Vorfahren ruhen, weil sie nicht die finanziellen oder politischen Mittel besitzen, um den Anspruch der Siedler anzufechten.
Die Schilderungen der Verbrechen und Greueltaten in den Lagern in Namibia dürften viele Menschen an die viel verbreiteten Berichte über die KZ der Nazis erinnern. Welche Methoden und Begriffe des Hitlerfaschismus haben kolonialen Ursprung?
Die Nürnberger Gesetze basieren auf der Eugenik, die Eugen Fischer prägte. Um die Idee von Rassenlehre und Rassenreinheit zu propagieren, erforschte er Communitys in Namibia wie die Basters, die aus Partnerschaften zwischen Schwarzen und holländischen Siedlern entstanden. Daraufhin herrschte ein Mischehenverbot in Namibia. Menschenversuche aus den Konzentrationslagern wurden als Beweis für die Rassenlehre von Ethnologen genutzt.
Auch die Idee von »Lebensraum«, welche die Nazis vertraten, stammt von Friedrich Ratzel, einem Gründungsmitglied des deutschen Kolonialvereins. Sie besagt, dass Reiche wie das Deutsche Reich expandieren müssen. Er war der Ansicht, dass Namibia der Lebensraum für deutsche Siedler sein soll. Mehrere ranghohe Kolonialbeamte wurden später prominente Mitglieder der NSDAP. Das Deportieren von Gefangenen in Konzentrationslager kam erstmals in Namibia zum Einsatz. Die Gewalt, die in den Kolonien angewandt wurde, kam zurück nach Europa in Form des Holocaust und ist auch heute präsent bei Israels Genozid in Gaza und in den besetzten Gebieten in Palästina.
Welche Parallelen bestehen zu Gaza?
Eine, die in jedem Genozid zu finden ist, ist das Narrativ der Dehumanisierung. Bevor der Genozid in Namibia verübt wurde, stellten deutsche Zeitungen die Ovaherero als barbarische Wilde dar, welche die Leben von weißen Siedlern, insbesondere weißen Frauen, in der Kolonie gefährden würden. Auch in bezug auf Palästina und den Libanon sehen wir diese Panikmache, wenn ein IDF-General die Menschen dort offen als »menschliche Tiere« bezeichnet. Spricht man ihnen erst mal die Menschlichkeit ab, sinkt die Hemmschwelle, und es wird leichter, einen Genozid zu verüben.
Eine andere Parallele ist der sogenannte Ökozid: die Transformation ganzer Landschaften für Siedler und das Pflanzen von invasiven Baumarten, um Schauplätze von Massakern zu verdecken. Im besetzten Palästina gibt es diese Aufforstungsprojekte, gefördert durch die israelische Regierung, bei denen Bäume gepflanzt werden, um die Überreste zerstörter Dörfer zu begraben. Auch dort werden Gebiete, aus denen Palästinenser vertrieben wurden und wo ihre Vorfahren ruhen, durch Bauarbeiten entfremdet. Das wird bewusst getan, da das Land in seiner ursprünglichen Form bezeugt, dass vor Ankunft der Siedler schon ein Volk mit eigener Geschichte und Kultur dort gelebt hat.
Noch eine Parallele ist wieder die Beteiligung Deutschlands. Bislang war es an mehreren Genoziden beteiligt. Es ist diesmal nicht vor Ort in Palästina, aber es ermöglicht die Dehumanisierung, während es sich durch Waffenexporte bereichert.
Wieso legen die Politik samt Bildungssystem in Deutschland extrem hohen Wert auf den Holocaust im Gegensatz zum Genozid in Namibia?
Der Historiker Jürgen Zimmerer hat sehr gute Literatur dazu verfasst. Es wird versucht, den Holocaust als ein vereinzeltes Ereignis darzustellen. Eine andere Sichtweise erlaubt es, Deutschland rechtlich zu belangen. Nicht nur für Namibia oder die Beteiligung an den Genoziden in Gaza und Armenien, sondern auch für Osteuropäer, die im Zweiten Weltkrieg litten. Adolf Hitler als eine Abweichung von der Regel, eine ungewöhnliche Ausnahme darzustellen, verleugnet, dass Deutschland während der Kolonialzeit schon mörderisch war. Die Singularität des Holocaust gestattet deutschen Entscheidungsträgern und Institutionen, sich nur für diese einzelne Greueltat zu verantworten und andere auszublenden. Selbst israelische Juden in Deutschland, die sich gegen den Genozid stellen, bekommen Repressionen und Meinungseinschränkungen zu spüren.
Wo ist der deutsche Kolonialismus in Namibia heute noch spürbar?
Touristen zieht es in Scharen zu uns, weil hier noch Gebäude deutscher Bauweise zu finden sind. Die Straßennamen waren kürzlich noch auf deutsch, bis sie in die Namen von Freiheitskämpfern geändert wurden. Es gibt immer noch kleine deutsche Läden und Antiquitätengeschäfte, die Hakenkreuze verkaufen. Als ich klein war, fuhren wir zum Strand und sahen die Hakenkreuze dort. Die Nachfahren von deutschen Siedlern verkaufen sie, um Touristen das Gefühl einer Zeitreise zu geben. Sehr lange standen immer noch Monumente und Statuen für deutsche Kolonialherren und Soldaten, die erst sehr spät entfernt wurden. Schmerzhafte, sichtbare Erinnerungen, daran dass das zweite Reich uns besetzt hielt.
Das Vermächtnis des Siedlerkolonialismus ebnete den Weg für die Apartheid, die indigene Völker untereinander und von Weißen spaltete. Namibia zählt heute noch zu den Ländern mit der größten Ungleichheit.
Was ist Ihr persönlicher Bezug zu Apartheid?
Ich bin in einem Flüchtlingsheim in Angola Ende der 80er geboren. Meine Eltern waren Freiheitskämpfer gegen Apartheid. Es ist eine genozidale Doktrin, die sich gegen meine bloße Existenz richtet. Meine Eltern wären getötet worden. Die Apartheidtruppen setzten israelische Aufklärungsdrohnen erstmals ein, um Widerstandskämpfer in den Wäldern Ugandas aufzuspüren. Dieselben Drohnen wurden dann auch von Israel im Libanon benutzt. Bevor ich geboren bin, war mein Leben durch den Siedlerkolonialismus von Israel und Südafrika bedroht.
Welche Entwicklungen gibt es, um Gerechtigkeit zu schaffen?
Soziale Ungleichheit und strukturelle Benachteiligung existieren nach wie vor. Die Menschen in diesen Communitys, die der Genozid traf, zählen zu den ärmsten im Land. Ein Großteil ihrer Bevölkerung, 80 Prozent der Ovaherero und 50 Prozent der Nama, wurden ermordet. Das versetzt sie in eine benachteiligte Position in einer Demokratie, in der sie nicht genügend Mitglieder haben, um ihre Anliegen zu vertreten. Sie sind die größte entwurzelte Bevölkerung in Namibia, anders als andere Namibier im Norden, die dort noch auf ihrem traditionellen Ahnenland leben.
Die einzigen Initiativen stammen von den betroffenen Gemeinden selbst. Die Opferverbände versuchen, gegen dieses bilaterale Abkommen zwischen der namibischen und der Bundesregierung rechtlich vorzugehen, wonach nur 30 Jahre Entwicklungshilfe statt Reparationszahlungen geleistet werden sollen. Kein einziger Überlebender hat je eine Entschädigung, geschweige denn eine Entschuldigung erhalten. Erst wenn die Bundesregierung für eine Aufarbeitung bereit ist, ohne die Debatte zu blockieren, erfüllt sie ihre historische Verantwortung. Sie verkehrt nur mit der namibischen Regierung, die mehrheitlich nicht aus den Communitys besteht, die der Genozid traf. Ehrenamtlich organisierte Vertreter setzen sich dafür ein, dass alle Betroffenen ein Mitspracherecht erhalten. Die Opferverbände kämpfen auch darum, die Industrialisierung auf entrechtetem Land zu stoppen.
Sie fordern auch eine anständige Erinnerungskultur an diesen Tatorten. Das Massaker von Hornkranz ist ein prominentes Beispiel, der erste Massenmord an den Nama 1893. Heute steht dort eine kommerzielle Farm, die zweifelsohne über Handel mit der deutschen Kolonialmacht zum Besitzer gelangte. Man findet dort immer noch die Bleikugeln von einem Massaker, das vor über 130 Jahren verübt wurde. Im ganzen Land befinden sich verwahrloste Tatorte, derer nicht gedacht wird: Kriegsschauplätze, Massengräber und zerstörte Friedhöfe, die nicht mal vor Naturkatastrophen geschützt sind. In Swakopmund zum Beispiel wurden Wohnkomplexe und Hotels über den Gräbern von KZ-Häftlingen errichtet.
Zur Person: Mark Mushiva
Mark Mushiva lebt in Berlin und kam als Sohn namibischer Freiheitskämpfer gegen das südafrikanische Apartheidregime in einem Flüchtlingsheim in Angola zur Welt. Er erhielt an der Universität von Trento in Italien einen Doktortitel in Computer-Mensch-Interaktion. Für Forensic Architecture und die deutsche Schwesterorganisation Forensis erforscht er die ökologischen Folgen des deutschen Genozids in Namibia. Die Ergebnisse seiner Forschung über die ersten deutschen Konzentrationslager stellt er in der Ausstellung »Fractured Lifeworlds« in Berlin in Räumen der Stiftung Spore Initiative vor.
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