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Noch egaler
Neues Nachrichtendienstgesetz
Nun könne der BND, also »unser Staat«, im Ausland aktiv auf »entstehende Gefahren« einwirken, jubelte Norbert Röttgen (CDU/CSU) am Donnerstag im Bundestag; ein »enormer Gewinn an Sicherheit«, eine »völlig neue Qualität«. Der Mann hat recht: Die Bundesrepublik übernimmt zunächst im Geheimdienstbereich die dem Völkerrecht hohnsprechende US-Doktrin vom »präemptiven« Schlag: Selbstverteidigung nach UN-Charta war gestern, nun darf zuschlagen, wer irgendwo eine zukünftige, nicht fassbare Gefahr wittert. Willkommen im permanenten Kriegszustand.
Alarmistisch? Fest steht: Mit dem »Gesetz zur Reform des Nachrichtendienstrechts«, das am Donnerstag in erster Lesung zur Debatte stand, wird der aus angeblich akuter Bedrohung hergeleitete Rechtsbruch nach innen und außen deutsche Staatsräson. Die Kriegsfraktion aus CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD stellt die Weichen für anlasslosen Angriff und für die Aufhebung der Grundrechte.
Der Anwalt Rolf Gössner, der rechtswidrig 38 Jahre lang vom sogenannten Verfassungsschutz überwacht wurde, nannte das Gesetz im Freitag eine »Lizenz zu Einbruch und Sabotage«. Es enthält juristische Schönheiten wie die Übertragung von Polizeimaßnahmen an den Inlandsgeheimdienst, der bereits durch »hoheitliche Verrufung« (der Jurist Jürgen Seifert vor 50 Jahren) seiner Opfer in seinen Jahresberichten als Gesinnungspolizei wirkt. Nun darf er das, was er schon immer tat, endlich auf gesetzlicher Grundlage tun: Unverletzlichkeit der Wohnung? Ha, ha. Endlich freie Bahn für Wanzen und Kameras – ohne richterlichen Beschluss, versteht sich. Onlinedurchsuchung – schon heute keine Hürde. Schon 16jährige dürfen offiziell als V-Leute rekrutiert werden, Banken und Autowerkstätten haben ihre Daten automatisch beim Amt abzuliefern, Arztpraxen werden undicht usw.
Ist alles durch Rechtsstaatlichkeit gedeckt: Weil »wir« die Guten sind, ist alles gut. Nur Clara Bünger (Die Linke) erinnerte daran, dass dieser »Verfassungsschutz«, der über einen V-Mann an die 100.000 Euro dem NSU zukommen ließ, wahrscheinlich auch die Pistole bezahlte, mit der die Bande neun Menschen erschoss.
Die Debatte fand in einer Woche statt, in der die vereinten Bürgermedien und Regierungsparteien demonstrieren, dass ihnen Wahlergebnisse egal sind. Geheimdiensten ist auch gleich, wer unter ihnen Kanzler ist. Zukünftig noch egaler.
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B.S. aus Ammerland 24. Sept. 2026 um 21:53 UhrUnter Mutter Blamage Merkel nächtigte Norbert Röttgen Rotz und Wasser heulend beim US-Botschafter in Berlin. Stundenlange Vorträge, wie schlecht die Kanzlerin ihn behandelt, musste der US-Statthalter erdulden. Seine ganze Leidenschaft galt dem Kampf gegen alles linke und Russland speziell. So lautet ja auch sein Auftrag als Mitglied des US-Think-Tank Atlantik-Brücke. Und als braver Parteisoldat der Rechten spielt er seine Rolle als guter Deutscher weiter. Ist es da verwunderlich, dass ein gekaufter Bruder von der Atlantik-Brücke solch Menschenverachtendes bejubelt? Die CDU/CSU/SPD sind der Gesellschaft tot. Und das in jeglicher Form! Mit der AfD ist der »Mann aus Braunau« zurück und seine Politik. Wobei Alice Weidel immer tönt »Hitler sei ein Linksradikaler« gewesen! Alice, bist Du dann nicht eine Mossad-Agentin? Und der Untergang ist nicht mehr aufzuhalten: Weidel und Merz überbieten sich gegenseitig!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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