Von Zeit zu Zeit irrt sich das Großkapital bei der Auswahl des politischen Personals gründlich: Statt Wirtschaftswachstum liefert es Zerstörung ab. Im US-Big-Business mehren sich Stimmen, dass die USA entgegen Trump zum »alten« Westen zurückkehren müssen.
Zum Glück gibt es die NATO, den Spiegel und dessen Chefreporter Matthias Gebauer, die Zuversicht verbreiten: Der Russe kommt nicht durch. NATO-Chef Alexus Grynkewich sagt sogar: Moskau will gar nicht angreifen, weil die NATO »bei weitem« militärisch überlegen ist. Unbotmäßig?
Einst legte der Klebstofffabrikant Heinrich Haffenloher in der ARD-Serie »Kir Royal« dar, wie er einen Journalisten zu seinem Knecht macht: »Ich scheiß dich mit meinem Geld zu.« Friedrich Merz verfährt bei Hilfe für Kiew immer noch so, nur dass er schon Selenkijs Knecht ist.
Die Zerrüttung der Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt voran. Am Montag teilte Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas mit, dass sie als Ministerin und SPD-Kovorsitzende aufhört. Dem vorausgegangen waren wochenlange Attacken der Union gegen sie.
Täglich sorgt CDU-Verweser Friedrich Merz fürs dauernde Siechtum seiner Partei. Nun kommt Hilfe aus der FAZ. Die Frankfurter teufeln von Faschismus, Islamismus und Terror, für die Die Linke stehe. Die hilft der CDU gern, siehe Sachsen und Thüringen.
Mit der Wahl eines AfD-Politikers zum Präsidenten des Landtags in Magdeburg hat sich die Bundesrepublik auch innenpolitisch zur Kenntlichkeit verändert. Außenpolitisch fand das bereits 1991 statt. Auf Krise und Krieg folgt eine Partei, die Faschisten gern in ihren Reihen sieht.
Am 29. September unterzeichneten Kriegstüchtigkeitsminister Boris Pistorius (SPD) und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) eine Absichtserklärung: Bremen wird »Einsatzdrehkreuz«. Das Land ist seit langem Rüstungsstandort und Armutsmetropole. Das blüht dem Osten.
Am Donnerstag erhielt die NATO den Westfälischen Friedenspreis. Die Laudatio hielt Bundeskanzler Merz. Er wiederholt die Lüge von einer russischen Bedrohung, sprach aber auch über Verhandlungen. Das alles kam kurz vor den Antikriegsdemonstrationen am 3. Oktober.
Am Sonntag veröffentlichte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner auf Welt.de die schriftliche Fassung eines Gesprächs, das er drei Tage zuvor mit dem US-Unternehmer Peter Thiel geführt hatte. Es wirkt wie eine Unterhaltung in einer psychiatrischen Anstalt.
Wolf Biermann soll den Literaturnobelpreis erhalten, schlägt ein 88jähriger CDU-Berliner vor. Wie stets zu runden oder halbrunden Geburtstagen schlägt der bald 90jährige Biermann in den deutschen Redaktionen Rabatz. Allerdings ist ein Nobelpreis für den Abstellgreis zuwenig.
Wer im Bundesverfassungsgericht arbeite, meint Präsident Harbarth zum 75jährigen Bestehen, empfinde es als Ehre, zu der »Begrenzung von Macht durch Recht« beizutragen. Was er übersieht: Das auch von der BRD anerkannte Recht auf Arbeit ist nicht einklagbar – eine Klassenfrage.
Donald Trump verbot die »Antifa«, nun zeigt sich: Das Ungeheuer lebt. Am Wochenende berichteten deutsche Medien, dass in den USA ein Rennpferd namens »Austrian Painter« (Österreichischer Maler) wegen angeblicher Anspielung auf Hitler umbenannt werden musste