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SGP: Freiheit für den in der Ukraine inhaftierten Sozialisten Bogdan Sirotjuk

Foto: https://www.wsws.org/de/special/pages/freebogdan.html
Bogdan Sirotjuk

Die trotzkistische Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) informierte über eine Kundgebung für den in der Ukraine zu einer langen Haftstrafe verurteilten sozialistischen Kriegsgegner Bogdan Sirotjuk am 6. September um 15 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin sowie über eine Petition für den Inhaftierten, die bislang von mehr als 7.200 Personen gezeichnet wurde.

Am Sonntag, den 6. September 2026, um 15 Uhr findet am Brandenburger Tor in Berlin eine Kundgebung unter dem Motto »Stoppt den Ukraine-Krieg! Freiheit für Bogdan Sirotjuk!« statt. (…) Im Zentrum der Kundgebung steht der Fall des 27jährigen ukrainischen Sozialisten und Kriegsgegners Bogdan Sirotjuk, der am 10. August vom Stadtbezirksgericht Perwomajsk wegen »Hochverrats unter Kriegsrecht« zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Sirotjuk befindet sich seit April 2024 in Haft. Im Zentrum des Verfahrens standen politische Artikel, die er für die World Socialist Web Site (WSWS) verfasst hatte. Darin wandte er sich gegen den Ukraine-Krieg, gegen Nationalismus und Faschismus und trat für die internationale Einheit der ukrainischen und russischen Arbeiter ein. Die Anschuldigung, er habe im Auftrag der russischen Regierung oder einer russischen staatlichen Stelle gehandelt, wurde im Verfahren nicht durch entsprechende Beweise belegt. Sie entbehrt jeglicher Grundlage.

Die Kundgebung fordert die Aufhebung des Urteils und die sofortige Freilassung Bogdan Sirotjuks. Zugleich richtet sie sich gegen die weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs, der bereits Hunderttausende Opfer gefordert hat und die Gefahr einer noch umfassenderen militärischen Konfrontation in Europa heraufbeschwört.

Der Bundessprecherrat der Kommunistischen Plattform in der Partei Die Linke protestiert gegen die von der Bundesregierung beschlossene Schließung des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin:

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Am 18. August 1948 trat das Alexandrow-Ensemble der Roten Armee auf dem von Ruinen umsäumten Gendarmenmarkt auf. Der russische Solist Wiktor Iwanowitsch Nikitin sang das deutsche Volkslied »Im schönsten Wiesengrunde«. Er sang es in der Sprache der Mörder von 27 Millionen sowjetischer Menschen. Aber es war eben auch die Sprache Goethes und Schillers, die Sprache der deutschen Widerstandskämpfer, die Sprache der Novemberrevolutionäre.

Aus den Ruinen des Gendarmenmarktes erwuchsen in der DDR erneut das Schauspielhaus und der Deutsche und Französische Dom. In der DDR entwickelte sich die deutsch-sowjetische Freundschaft. Sie wurde – das ist nicht übertrieben – für Millionen Menschen zur Herzenssache.

Länger als ein Vierteljahrhundert leben wir nun in einem anderen Deutschland. Und Russenhass wird wieder großgeschrieben. In der alten Bundesrepublik blieb dieser Hass mehr oder weniger unterschwellig immer existent.

Das wieder militaristisch gewordene Deutschland ertüchtigt sich, Krieg zu führen – zum dritten Mal dann gegen Russland. Angeblich macht der völkerrechtswidrige Krieg in der Ukraine diese Ertüchtigung erforderlich.

Die völkerrechtswidrigen Kriege des Westens haben die BRD nie zu einem ähnlichen Verhalten veranlasst. Vielmehr war sie als Teil der NATO mancherorts dabei.

Wenn dieses Land nicht will, dass es zum atomaren Inferno kommt, dann darf es die letzten Brücken zu Russland nicht abbrechen. Kultur war nach 1945 so eine Brücke, und das Russische Haus muss so eine Brücke bleiben.

Wir fordern die Verlängerung des Vertrages mit dem Russischen Haus.

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2026, Seite 3, Abgeschrieben

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