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Verschollenes Erbe

Monika Ehrhardt auf den Spuren des »Palastkonzerts« von Reinhard Lakomy im Jahr 1983

Foto: Günter Gueffroy/ZB/picture-alliance
Reinhard Lakomy (19.1.1946–23.3.2013)

»Der Traum, der ist aus / und der Wind weht ums Haus, / aber ich erinnere mich« (Lakomy/Ehrhardt, 1993, »Der Wind weht, wie er will«, aus: »Die 6-Uhr-13-Bahn«)

Zwei Männer Unter den Linden, Berlins Prachtboulevard. Es gibt so Fotos, auf den ersten Blick alltäglich, nichts Besonderes jedenfalls. Dann machen sie bei genauerem Hinsehen neugierig, werfen Fragen auf, beispielsweise nach Ort und Zeit, und plötzlich öffnen sie den Zugang zu Geschichte und Geschichten, führen vom Gestern ins Heute und was die miteinander zu tun haben.

Also, da schlendern zwei Typen mit langen Haaren und in Jeans auf einem breiten Bürgersteig, der eine hat sein Sakko lässig über die Schulter geschlagen, der andere die Hände in den Jackettaschen vergraben, beide wirken vom ganzen Outfit her wie aus den 70er Jahren.

Und in der Tat war es 1979, als Edgar Froese, Kopf der damals auch international ziemlich bekannten Drei-Mann-Elektroband Tangerine Dream (Mandarinentraum), auf Vermittlung des Westberliner Journalisten Olaf Leitner vom Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS) bei Reinhard »Lacky« Lakomy in der DDR auftauchte. Und Lakomy, einer der bekanntesten Musiker des Landes, fühlte sich zunächst durchaus geehrt, wurde jedoch leicht stutzig, als der Besuch über vier Stunden mit ihm in seinem Studio saß und der Journalist ihn während der ganzen Zeit »über den grünen Klee« lobte, so Lakomy in seiner Autobiographie; »wie ein Händler, der kein Gefühl hat, wann er zu weit geht«.

Offenbar gab es Gründe dafür. Lacky: »Viele Showgrößen im Westen waren damals scharf darauf, einmal wenigstens in die ›Höhle des Löwen‹ zu kommen, in den Palast der Republik.« Schließlich trat Tangerine Dream im Januar 1980, weit vor dem schon drängelnden Lindenberg, ebendort auf – als erste »Westband« in dem multifunktionalen, 1976 eingeweihten Kulturhaus im Zentrum von DDR-Berlin.

Auf den Job, der Lakomy bei der Begegnung mit Froese angeboten wurde, nämlich bei Tangerine Dream bei der anstehenden Australien-Tournee als dritter Mann und damit ins große Geschäft einzusteigen, verzichtete dieser nach langem Überlegen, denn das setzte voraus, in den Westen überzusiedeln. »Lacky hätte das Land nie verlassen, schon allein nicht, weil er sehr bodenständig war«, kommentierte seine Ehefrau Monika Ehrhardt vor Jahren bei unserer ersten Begegnung. Darüber hinaus sagte der durchaus darüber nachdenkende Lakomy nein wegen der Systemkontroverse und der Befürchtung, im Westen politisch missbraucht zu werden. In der vielgepriesenen »Freiheit« der BRD hatte alles seinen Preis. Später ging Leitner in seinem Buch »Rockszene DDR« mehr als unfreundlich mit dem Künstler um – aber das nur am Rande.

Zu Konstanten für Lackys Arbeiten waren seine Begeisterung für elektronische Musik geworden und die Möglichkeit, diese auch in der DDR bekannt zu machen. Es mag lächerlich klingen angesichts der heute verfügbaren Elektronikmassenware, preisgünstig zu kaufen und einsetzbar jedenorts von jedermann, doch war es in jenen Embargojahren östlich der Elbe kompliziert, überhaupt an die nötige Hightech heranzukommen. Der von den elektronischen Zauberklängen angefixte Lakomy schaffte mit tatkräftiger Unterstützung von Froese nach Ende des Tangerine-Dream-Konzerts im Palast, dass ein echter, teurer Synthesizer mittels einer Nacht-und-Nebel-Aktion im Osten blieb, der »Prophet-5«.

Später kam noch ein Prachtteil hinzu, ein Modularsynthesizer von Robert Moog, »der erste, einzige und größte seiner Art«, für 11.000 Westmark durch den danach überschuldeten Lakomy von Froese in Westberlin gekauft und mehr beziehungsweise eher weniger legal importiert. Das Wunderwerk schmückte sein Studio in Berlin-Blankenburg, hergestellt einst von Moog für Mick Jagger, der allerdings nicht viel damit anfangen konnte. Ein Einzelstück. Lakomys Besessenheit setzte es in Szene. Als Lakomy Moog, dem Erfinder, auf einem Festival im französischen Bourges begegnete, meinte der: »Wenn ich dir einen Rat geben darf: Verkauf das Ding nie, hörst du: Nie!«

Mit den »Electronics« setzte Lakomy in den 80ern musikalische Highlights, nachdem er lange getüftelt hatte – er selbst nannte seine Kompositionen »Musik mit elektronischen Mitteln«. Die Zeit war reif dafür, die Kultur war bereit, erste vorsichtige Pläne für die Herstellung von Mikrochips in der DDR entstanden, Computer gab es schon, künstlich erzeugte, orchestral anmutende Breitwandklänge waren keinesfalls als »unpolitisch« geächtet, wie häufig unterstellt in unseren Zeiten der anhaltenden DDR-Demontage, und Lakomy machte von sich reden.

Einen Testballon, noch ohne die Geräte von Froese, dafür mit einem Günther Fischer (»Solo Sunny«, Manfred Krug) zu überhöhtem Preis abgekauften »Mellotron«, hatte er schon 1976 mit dem 18:23 Minuten langen, mit viel Pathos ausgestatteten Stück »Dass kein Reif« aufsteigen lassen. Später, nach seiner Übergangsphase vom deutschsprachigen Rockpop zum Musiktheater für Kinder, setzte er elektronische Musik auch in den mehr als einem Dutzend Musikhörspielproduktionen ein. Für die Texte sorgte Monika Ehrhardt, Lakomy komponierte und interpretierte.

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Amiga veröffentlichte darüber hinaus drei Langspielplatten mit den ersten elektronischen Werken Lakomys. »Das geheime Leben« wurde gleich hunderttausendfach verkauft, es folgten »Der Traum von Asgard« und »Zeiten« (mit Rainer Oleak). In diese Reihe gehört auch das »Palastkonzert« vom 26. Mai 1983 im Palast der Republik, großer Saal. Es wurde live vom vielgehörten Jugendsender DT 64 übertragen, der Mitschnitt, zunächst nach der »Wende« verschollen im tosenden Meer der Ignoranz gegenüber DDR-Kunst, doch nunmehr »aus den Tiefen des Rundfunkarchivs gerettet«, so Monika Ehrhardt. Es erschien kürzlich als LP und CD – eine Quelle der Ruhe und Entschleunigung, doch unbedingt aufregend. »Mit seinen melodischen Raffinessen und fein ziselierten Beats« brauche es sich jedenfalls nicht vor Westkonkurrenz zu verstecken, wie kürzlich der Rolling Stone (7/2026) befand.

Wer seine Phantasie anregen und vielleicht für 47:43 Minuten ins Land der Träume abschwirren möchte, dem könnte es gelingen, wenn er sich auf Lakomys Klangkonzepte einlässt. Und doch ist das »Palastkonzert« mehr als ein Versuch, konstruktiv abzuschalten und sich zu besinnen. Es macht ganz einfach Spaß, den Einfällen Lakomys zu folgen und sie eventuell sogar einzuordnen in die persönlichen Musikerfahrungen.

»Der Computer ist nur das ausführende Organ unserer Ideen. Er kann von allein gar nichts. Er ist genauso ein totes Instrument wie eine Geige, wenn sie nicht gespielt wird«, hat Lacky mal gesagt – natürlich weit vor den zweifelhaften Segnungen der künstlichen Intelligenz. Aber die Hoffnung, dass seine Meinung auch für diese gilt, lebt – und damit auch die Möglichkeit zum Widerstand gegen die in ihr steckenden Gefahren.

Im zweiten Teil des Palastkonzerts führt ­Lakomys Ein-Mann-Technikorchester ein Zwiegespräch mit dem Saxophonisten Andreas Bicking – er wird später als Keyboarder bei Stern Meißen einsteigen, und es mag sein, dass die Zusammenarbeit mit Lakomy seine einfühlsamen Themeninterpretationen weiter befördert hat. Manches Solo von ihm erinnert an Jazzrock, doch demonstriert Bickings Saxophon zuvorderst die Möglichkeiten, Elektronik und Einzelinstrumente zu verbinden. Zur Zusammenarbeit mit Lakomy meinte er: »… ein richtiger Musikant, wenn der auf den Synthesizer greift, da klingt’s eben«.

Nach 43 Jahren also als Platte verlegt. »Dass sie so viel Aufmerksamkeit bekommt, hatte ich nicht vermutet«, erläutert Ehrhardt, »eigentlich wollte ich meinem Lacky nur ein besonderes Geschenk machen. Der 80. Geburtstag wird das ganze Jahr über als Ehrung begangen, die Ausstellung in der Zentralbibliothek seiner Geburtsstadt Magdeburg machte den Anfang« – eröffnet von ihr selbst zu Lakomys Geburtstag am 19. Januar. Weitere Inszenierungen und Überraschungen folgten, weitere stünden noch an, für Ende August sei die Neuauflage von »Aer« geplant, so die 1947 geborene Ehrhardt. Nach einer Ausbildung als Maurer während der Abiturzeit, hatte sie ein klassisches Bühnentanzstudium an der DDR-Ballettschule in Berlin absolviert (1964–1969). Parallel zu ihrem Beruf als Tänzerin bewältigte sie ein Fernstudium der Kulturwissenschaft. Und schrieb.

1977 – sie und Lakomy waren sich nähergekommen und heirateten im selben Jahr – entdeckte der Musiker eher zufällig ihr Talent als Autorin, als sie einen Stapel Texte aus der Schublade holte. »Das gefiel mir«, meinte er später, oder »noch schöner: Es war das, wonach ich lange gesucht hatte«. Daraus entstand eine bis dahin nicht dagewesene Musikgattung für Kinder, die »Geschichtenlieder«, Geschichten mit Liedern, die selbst auch Geschichten sind. So begann eine enge Zusammenarbeit, die erst mit Lackys Tod 2013 im gemeinsamen Haus in Berlin-Blankenburg endete, dort, wo die vielen Projekte entstanden waren.

Lakomy war sozusagen Pionier in der DDR, offenbar eine seiner Lieblingsrollen, bei allem, was er auf den Weg brachte. So bereits als begeisterter Jazzer und als erster Wegbereiter für Popmusik mit deutschen Texten, als ihm seine Kollegen »Verrat am Jazz« vorwarfen und ihn nun abfällig »Schlagersänger« nannten. Für »Lacky« war das kein Schimpfwort, und er merkte, »dass ich etwas anbot, was im Schlager der DDR bisher nicht zu hören war«. So entstanden zu Beginn der 1970er Songs aus dem Alltag, vorgetragen mit rauher Stimme, häufig mit überraschenden musikalischen Raffinessen versehen, flotte, oft melancholisch gebrochene Stücke, nachdenklich von Selbsterlebtem erzählend. »Es war doch nicht das erste Mal«, der erste große Hit Lakomys von 1972 beispielsweise ließ wegen der bis dahin ungehörten Breaks, längeren Atempausen, »aufhorchen«, wenn man so sagen will. Es war wirklich ein besonderes Liebeslied, das sehr persönlich von Beziehungen und deren Vergänglichkeit handelte. Die Frau verknallt sich in einen anderen: »Garantien gibt’s in der Liebe nie«. Doch das Leben geht weiter: »Neues Glück heilt altes Leid.«

Das Ganze fiel in die eher unbeschwerten Entspannungsjahre der DDR mit internationaler Anerkennung, zwischen den Erfolgen bei Olympia in München und Sapporo und den ausgelassenen Weltfestspielen in Berlin. »Paul und Paula« verzückte das Kinopublikum, Dieter »Maschine« Birr ließ mit den Puhdys seinen Drachen steigen, Susanne von Zglinicki war für die Liebe noch zu mager, stapfte aber schon selbstbewusst durch die Widersprüche ihrer Zeit, und Renft traten in einer Szene in einem Dorfgasthaus ganz wie im wirklichen Leben auf. »Dann sind wir Brüder / ich und der Rock.«

Lakomy, der ernsthafte Lockermann, feierte seinen Durchbruch. Plötzlich füllte sich das Sparkassen-Konto des bis dato armen Schluckers, der sich manchmal kein Essen hatte leisten können, Bier und Zigaretten schnorrte, Gelegenheitsgigs spielte und eine Zeitlang illegal in Berlin gelebt hatte. Es folgten vier LPs, sein Repertoire wuchs und wuchs, er gab Hunderte Konzerte, in seinem hochkarätigen Ensemble sang auch »Die Lütte«, der Spitzname von Angelika Mann.

Wegen des Liedes »Das Haus, wo ich wohne«, in dem der Musiker heiter bis wütend auf die Wohnungsnot schaut, bekam er Ärger mit der launenhaften Kulturabteilung des SED-Zentralkomitees. Auf das Wohnungsbauprogramm der DDR durfte nichts kommen – und Lakomy pappte mit seinem Texter Fred Gertz eine Zusatzstrophe mit »Verbesserungsvorschlag« an das bereits produzierte Stück an. Probleme zwischen Musikern und Schichtarbeitern im Plattenbau würden auch noch gelöst. »So sagt die Partei. Bis 1990 sind wir aller Wohnungssorgen frei.« Bis 1990 …

Lustig waren die Kontroversen ja dann und wann, vor allem die mit positivem Ausgang. Das war in Sachen Biermann schon anders. Bei seinen Besuchen in dessen Wohnung in der Chausseestraße war Lakomy zunächst von dem eingebildeten Liedermacher mit Unterstützung von Robert Havemann politisiert, und dann, nach seiner aufsässigen Armeezeit, enttäuscht worden. Der wortgewaltige Barde verhöhnte ihn. 1977 protestierte Lakomy trotzdem, als Biermann nicht mehr einreisen durfte in die DDR, nahm seine Unterschrift im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen nicht zurück.

Überhaupt war er ein störrischer Typ mit eigenem Kopf, wie man so sagt, 1946 als Sohn antifaschistischer, gläubiger Eltern, der Vater hatte das KZ überlebt, in Magdeburg geboren. Von Autoritäten ließ er sich nichts sagen, es sei denn, sie waren Autoritäten. In die FDJ ging er nicht, und überhaupt war er zunächst politisch wenig interessiert. Musik dagegen lag ihm, ein begabter Schüler des Magdeburger Musikkonservatoriums, der das Improvisieren liebte, »der Reini wird zum Musikdirektor!« wurde zum Standardsatz seiner Mutter, der Vater hatte sich in den Westen verkrümelt.

Lacky eckte nicht nur einmal an, landete vor dem Hochschulstudium »zur Bewährung« in einem Baubetrieb – und wurde nebenbei zum ­gefragten Musiker, spielte Klarinette und Klavier. An langen Abenden in lokalen Cafés und Gaststätten, open end manchmal, was seine Leistungen im Unterricht nicht unbedingt beförderte. Einschneidend war das Erlebnis mit »Satchmo«: Louis Armstrong, der Jazztrompeter mit dem breiten Lächeln, befand sich auf DDR-Tournee, kam für zwei Auftritte auch nach Magdeburg. Im Foyer des Hotels »International« sollte ihn das Heider-Swingtett begrüßen, am Piano der blutjunge Lakomy. Sie spielten »I can’t give you anything but love«, just trafen Armstrong und seine Frau Lucille ein, »der Jazzer schlechthin«, meint Lakomy, »knallte seinen Trompeterkoffer aufs Klavier«, nahm das Instrument heraus und machte mit. Lakomy dachte, »im nächsten Moment ohnmächtig dahinsinken zu müssen«, was nicht geschah. Die Session ging weiter, ein Abendessen folgte. Gänsehauterlebnis.

Über die bleibenden Erfolge der achtziger Jahre hinaus gibt es weniger zu erzählen. Ehrhardt und Lakomy mischten weiter mit ihren gemeinsamen Projekten mit: Musikhörspielproduktionen entstanden, Fernsehserien und Bühnenshows für Kinder bewegten. Ein multimediales Stück namens »Gralssuche« erlebte allerdings die geplante Aufführung im Palast der Republik nicht – wahrscheinlich stimmten die Vorstellungen des Ehepaars vom Sozialismus mit denen der Verantwortlichen zu wenig überein, verkrustete Strukturen blockierten Ideale.

Als 1991 Lakomys vielleicht wichtigstes elektronisches Album »Aer« bei »Erdenklang« erschien, nahm es fast niemand zur Kenntnis. Erinnerungen an das untergegangene Land sollten verschwinden, auch die Kunst wurde entsorgt, viele großartige Werke. Was war, war nicht mehr gewollt im neuen Deutschland, und nicht unerwähnt bleiben darf vor diesem Hintergrund »Die 6-Uhr-13-Bahn«, erschienen 1993 bei Buschfunk, von Lakomy/Ehrhardt eingefangene, aber immer noch aktuelle Stimmungen in der Post-DDR.

Weit über ein Jahrzehnt hindurch waren die Stücke des Ehepaars für Kinder im Friedrichstadtpalast, dem größten Revuetheater Europas, aufgeführt worden, so auch die Eröffnungstrilogie des neuen Hauses (»Der Wasserkristall«, »Der Regenbogen«, »Die Sonne«). Woche für Woche ausverkauft. Doch als Lakomy und Ehrhardt schließlich – ebenfalls 1991 – dem neuen Intendanten in dessen Büro gegenübersaßen, griff dieser hinter sich, holte eine billige Flasche Weißwein aus einem Pappkarton und beendete ein einzigartiges Stück Kindermusiktheater in diesem Haus. Wenn sich Lacky an diese Szene erinnerte, trieb es ihm immer die Schamesröte ins Gesicht. »Die Flasche haben wir nicht entkorkt (wer will schon das Kotzen kriegen).«

So war das, als Kunst auf den Müll flog. Was die Literatur betrifft, wurde es jüngst im Buch von Carsten Gansel »Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand« eindrucksvoll beschrieben. Auch bei der Architektur der Ostmoderne und neoklassizistischen Kulturbauten, bei bildender Kunst, Bühne, Film und natürlich in der DDR-Musikgeschichte ist vieles für jene zu entdecken, die sich auf die Spuren von Hanns Eisler, Paul Dessau und auch in den Populärbereich begeben. Monika Ehrhardt jedenfalls regt mit Lackys »Palastkonzert« dazu an. So kann es weitergehen.

Gerd Schumann lebt und arbeitet in Mecklenburg und Berlin. Langjähriger Leiter des Auslandsressorts der ­jungen Welt veröffentlichte er zahlreiche Bücher, darunter Biographien von Patrice Lumumba (2024) und Thomas Sankara (2025) sowie über seine Erkundungen im Osten: »Das Morgen im Gestern« (2019). An dieser Stelle schrieb er zuletzt in der Ausgabe vom 9./10. Mai 2026 »Der Mann mit der ›Zigarre‹« – ein Porträt Siegwart-Horst Günthers auf den Spuren der Uranmunition im Irak.

→ Reinhard Lakomy: »Palastkonzert«, Donnerstag, 26. Mai 1983, LP und CD, verlegt 2026, Label Lacky-Musikverlag Monika Lakomy, Vertrieb Broken Silence, Hamburg

→ Reinhard Lakomy: Es war doch nicht das letzte Mal. Erinnerungen. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2008, 263 Seiten

Zum Autor: Gerd Schumann

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2026, Seite 6, Wochenendbeilage

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