Der Schwarze Kanal: »Sender Jerewan««
Gegründet 1947 Sa. / So., 30. / 31. Mai 2020, Nr. 125
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jW-Wochenendgeschichte

  • 30.05.2020

    Irrlicht

    Es war ein Desaster. Meine Finger waren steif und ungelenk wie die eines gichtkranken Greises. Ich stolperte über ein Mikrofonkabel, der Verstärker schrie wütende Rückkopplungen. Ein Stöhnen ging durch das Publikum.
    Von Valentin Moritz
  • 23.05.2020

    »Und dann schreiben Sie ja quasi nebenbei noch solche Texte«

    Für unser Kind ist es Arbeit, in die Kita zu gehen. Jeden Morgen soll es zur Arbeit. Und jetzt eben nicht mehr. Also wacht das Kind auf und ist allerbester Laune und ruft: Draußen ist Corona, wir machen nicht mehr mit.
    Von Katharina Bendixen
  • 16.05.2020

    Tränen auf den billigen Plätzen

    Ich schließe erst einmal die Augen und simuliere den ekstatischen Enthusiasten. Aber da ist es schon passiert: Die erste Träne hat sich aus dem rechten Augenwinkel gestohlen und kullert nun langsam die Wange herunter.
    Von Michael Bittner
  • 02.05.2020

    Fortschritt ins Nichts

    Der Kapitalismus wird immer schneller und globaler, die Menschen aber bleiben langsam und ortsgebunden. Eine Herausforderung, die die Linke annehmen muss.
    Von Götz Eisenberg
  • 25.04.2020

    Wie man es machen muss

    Mein Konto wies plötzlich einen Stand auf, der das Interesse der Bank ins Gegenteil veränderte. Der Anruf, den ich erhielt, war ungewohnt freundlich. Und schon war ein Termin vereinbart. Man werde mich: beraten.
    Von Kai Köhler
  • 11.04.2020

    Looking for eternal life

    Einordnung, Verbrüderung und Stehenbleiben verhindern und am einfach-guten Rock-’n’-Roll-New-Wave-Punkrock-Song immer weiter arbeiten und Experimentelles und Anderes zulassen: Das ist das GUZsche Prinzip.
    Von Franz Dobler
  • 04.04.2020

    Die Unbeugsamen

    Alles ging ganz schnell Plötzlich knallte die Tür auf Das klang wie eine Explosion und sie standen im Flur mit Sturmmasken und schwarzen Helmen und Handschuhen
    Von Mesut Bayraktar
  • »Abgehärtet und pragmatisch tuckert unsere Zweizylinder dem näch...
    28.03.2020

    Der finale Kilometer

    Sitzfleisch und Saigon: Als verzweifelter Sozius durch die Hälfte von Vietnam. Eine Reportage.
    Von Maximilian Schäffer
  • 21.03.2020

    Die Sterne vom Himmel

    Es war Sommer, und die Sonne brannte so heftig auf Pasing herab, dass der Asphalt der Gleichmannstraße fast Blasen warf, und die Seen zwischen Allacher Lohe und Lochhausen blubberten.
    Von Stefan Wimmer
  • 14.03.2020

    Jenseits der Klippe

    Ist mir fast durchgerutscht: Merkel sprach gestern von der Globalisierung als »Win-win-Situation«. Schöner wird’s wirklich nicht.
    Von Jürgen Roth
  • Bewaffnete Emanzipation: Neda Bozinovic (zwischen 1941 und 1945)
    07.03.2020

    Signal zum Angriff

    Frauen im antifaschistischen Widerstand Südosteuropas.
    Von Sabine Bade, Cristina Fischer, Florence Hervé
  • Collage von Ror Wolf, aus: Raoul Tranchirers vielseitiger großer...
    22.02.2020

    Der letzte Biß

    Komische und ernste Gedichte nebst einem Ausflug in die Welt des Fußballs.
    Von Ror Wolf
  • 15.02.2020

    Die Assistentin

    »Wir waren umsonst in der Hölle. Sie ist tot.« – »Wie haben Sie mich gefunden?« – »Wir sind Kriminalbeamte. Staatlich angestellte Detektive, wenn Sie so wollen. Wir finden Leute. Das ist unser Beruf.«
    Von René Hamann
  • 08.02.2020

    Horvath schreibt an die schöne Nachbarin

    Sie wissen, ich träume täglich von Ihnen und sogar nachts. Ich möchte Ihnen daher meine allerbesten Wünsche zum Geburtstag übermitteln. Ihrem Ehrentag widme ich die Fliege, die ich am Garderobenspiegel erschlagen habe.
    Von Pierre Deason-Tomory
  • Das Schlimmste kommt noch: Lotte Isenburg vor ihrer Auswanderung...
    01.02.2020

    Zukunft unter Vorbehalt

    »From Berlin to London«: Esther Saraga rekonstruiert die Fluchtgeschichte ihrer Eltern, die als Juden 1938 emigrieren mussten.
    Von Cristina Fischer
  • Auf ihn war niemand vorbereitet: Jimi Hendrix
    25.01.2020

    Am Ton sollt ihr sie erkennen

    Wie aus Rock Kunst wurde: Zur Genese des Gitarrenhelden.
    Von Frank Schäfer
  • 18.01.2020

    Kein Titel

    Hab’ mein Auto an einen Priester verkauft, um mir was zum Mittag zu leisten. Es gab eine Menge Interessenten, aber der Priester gefiel mir am besten. Er trug ein pinkes Hemd und fluchte, als würde es keinen Himmel geben.
    Von Konstantin Arnold
  • »Mit jedem Schritt konnte er umknicken und stürzen.«
    11.01.2020

    Warum konfrontative Literatur?

    Zwischen den Mietgaragen warf mein Vater seinen rechten Fuß mit einer Eigenart nach vorn, als wäre sein Bein knieabwärts aus Pappe. Vorher war es mir nie aufgefallen. Mit jedem Schritt konnte er umknicken und stürzen.
    Von Mesut Bayraktar
  • Auf der Suche nach dem wahren Amerika: John Steinbeck
    04.01.2020

    Auf Rosinantes Rücken

    Wie ein moderner Don Quijote: 1960 brach John Steinbeck zu einer großen Rundreise durch die USA auf.
    Von Götz Eisenberg