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Saudische Ränkeschmiede
14 neue Bündnispartner für Riad
Saudi-Arabien baut eine neue maritime Machtachse auf. Riad kündigte die Gründung einer multinationalen Koalition an. Ziel soll die Verteidigung auf dem Roten Meer, dem Golf von Aden und der Meerenge von Bab Al-Mandab sein. Vertreter aus 43 Staaten, darunter auch EU-Delegierte, nahmen laut Angaben der Saudis an dem Treffen in Riad teil. Vierzehn Länder, darunter die Türkei, Pakistan, Ägypten, Sudan und Dschibuti, sollen die Unterstützungserklärung unterzeichnet haben. Saudi-Arabien soll die Koalition führen und ihr Hauptquartier beherbergen.
Offiziell geht es um den Schutz der Schiffahrt. Seit Mitte Juli greifen die mit Iran verbündeten jemenitischen Ansarollah (»Huthi«) saudische Handelsschiffe an und bedrohen den wichtigsten Ausweichkorridor für saudische Ölexporte. Zugleich weitete Riad die Kämpfe mit Luftangriffen auf Ansarollah-Stellungen in Hodeida aus.
Mit der Türkei, Ägypten und Pakistan versammelt Saudi-Arabien einige der militärisch stärksten Staaten der islamischen Welt hinter sich. Ihre Fähigkeiten reichen von der ägyptischen Kontrolle über den Suezkanal über türkische Marine- und Drohnenkapazitäten bis zur pakistanischen Armee und deren Atomwaffen. Aus dem geplanten Schutzverband für die Schiffahrt könnte sich ein regionaler Gegenblock zu Iran entwickeln.
Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichneten die Erklärung nicht. Selbst innerhalb des Golfkooperationsrats steht das Projekt damit keineswegs auf geschlossener Basis.
Riad präsentiert das Vorhaben als breite islamische Sicherheitsinitiative. Doch ein Angriff auf türkische oder pakistanische Schiffe könnte die beteiligten Staaten rasch zu direkten Kriegsparteien machen.
Die Initiative knüpft an die engere Zusammenarbeit Saudi-Arabiens mit der Türkei, Pakistan und Ägypten an. Seit März 2026 koordinieren sich die vier Staaten, seit Juni 2026 unter dem Namen »Regional Four«. Riad und Islamabad schlossen zudem einen Verteidigungspakt. Alle vier Länder stehen militärisch, finanziell oder politisch in engen Beziehungen zu Washington. Das Vorhaben kann daher ebenso als eigenständiger regionaler Machtpol wie als von den USA gestützte Ordnung gelesen werden, in der regionale Partner einen größeren Teil der militärischen Last übernehmen.
Besonders brisant ist die Rolle Pakistans. Der Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien wertet einen Angriff auf einen Partner als Angriff auf beide. Pakistans Verteidigungsminister deutete zudem einen nuklearen Schutzschirm für das Königreich an. Rund 8.000 pakistanische Soldaten, eine Staffel Kampfjets und ein Luftabwehrsystem sind bereits in Saudi-Arabien stationiert.
Damit unterstützt eine Atommacht den Aufbau einer Sicherheitsstruktur, die sich gegen iranische Verbündete richten könnte. Für Teheran entsteht der Eindruck nuklearer Einkreisung: Israel im Westen, das mit Saudi-Arabien verbundene Pakistan im Osten. Das könnte Irans Anreiz zum Bau einer eigenen Atombombe erhöhen. Unabhängig davon wächst durch den Aufbau dieser neuen Sicherheitsstruktur die Gefahr einer konventionellen Eskalation und einer Ausweitung der Kampfzone auf weitere Staaten.
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Doris Prato 3. Aug. 2026 um 11:54 UhrDas jüngste Manöver Trumps ist, dass er den Angriff auf den Iran unter der Bedingung, dass die Möglichkeit besteht, schnell eine Einigung zu erzielen, abgesagt hat, wie er auf seinem »Truth Social«-Account mitteilte. Seinen Angaben zufolge sollen sowohl der Iran als auch andere Länder des Nahen Ostens die Vereinigten Staaten gebeten haben, den Angriff auszusetzen, da die Grundlage für eine Vereinbarung vereinbart worden sei. Das italienische kommunistische Magazin Contropiano verweist am 2. August darauf, dass alle Golfstaaten, allen voran der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, nach wiederholten Kontakten mit Teheran zu dem Schluss kamen: Der angedrohte »sehr harte Angriff«, der von den USA und Israel gemeinsam durchgeführt werden sollte und diesmal auch Irans Ölförderanlagen treffen würde, um deren langfristige Produktionskapazität zu gefährden, würde umgehend eine »symmetrische« Reaktion auf alle Anlagen am Golf nach sich ziehen. Und natürlich auch auf Israel. Nach fünf Monaten Krieg hat sich gezeigt, dass Teheran immer noch über erhebliche Raketenabwehrfähigkeiten verfügt und dass die Präsenz von US-Militärbasen in der Region eine Bedrohung für die dort stationierten Staaten darstellt, anstatt »Schutz« zu bieten. Die Aussicht auf einen »entscheidenden« Angriff, der Netanyahu erfreut hätte (dies war der Grund für seine Reise nach Washington in den letzten Tagen), fiel daher mit dem Desaster für die Wirtschaft zusammen, die bereits durch die Blockade der Straße von Hormuz stark beeinträchtigt war, und mit den ersten Anzeichen von »Problemen« auch in der Passage von Bal-el Mandeb, dem Tor zum Roten Meer. Militäranalysten fügen den Berechnungen des Pentagons hinzu, dass es mit einem nun bestätigten Verbrauch von Abfangraketen (Patriot und andere) konfrontiert ist, und die Lagerbestände leeren muss, während die Produktion – obwohl vom Weißen Haus gefördert – unendlich viel langsamer verläuft. Kurz gesagt, »Taco« Donald tut uns den Gefallen, einen neuen Angriff auszusetzen, weil er es sich nicht leisten kann, sowohl aus wirtschaftlichen Erwägungen (und politischen, da in 90 Tagen über die Erneuerung der Hälfte des Kongresses abgestimmt wird) als auch aus brutalen militärischen Berechnungen, so »Contropiano«.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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