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Kommunisten unter jedem Bett!
US-Außenministerium veröffentlicht irrlichternden Bericht über Kuba als Schaltstelle gegen Washington
Mit einer abstrusen Verschwörungstheorie katapultiert Außenminister Marco Rubio die USA in die McCarthy-Ära der 1950er Jahre zurück. Das State Department behauptete am Montag, Kuba führe »seit fast sieben Jahrzehnten« eine Kampagne der »Spionage, Einflussnahme und Subversion« gegen die USA durch, die »bis in die höchsten Kreise der US-Regierung« vorgedrungen sei. Mit dem 100seitigen Dokument verschärfte Rubio abermals die Drohungen gegen Kuba – nur wenige Tage nachdem US-Medien über Planspiele des Pentagon für einen militärischen Angriff auf die Insel berichtet hatten. Zugleich liefert er einen Vorwand zur verschärften Repression im Inneren.
Dem jetzt veröffentlichten Bericht ging ein vom US-Außenministerium am vergangenen Donnerstag in Washington veranstaltetes Treffen mit Regierungsvertretern aus 60 Ländern voraus, darunter laut Time-Magazin auch aus Deutschland. Dort sollte die internationale Zusammenarbeit gegen den »politischen Terrorismus der extremen Linken« koordiniert werden. Der »linke Terrorismus« sei eine »neue und eigenständige Form des Marxismus, die um einen allumfassenden Groll und eine grundlegende Feindschaft gegenüber den Vereinigten Staaten und dem Westen insgesamt aufgebaut wurde«, heißt es in Rubios jüngstem Pamphlet. Kuba habe dabei die »Anwerbung, ideologische Prägung und Mobilisierung einer weltweiten Koalition aus Aktivisten, Intellektuellen, politischen Gruppen und Medien für dieses Anliegen« organisiert.
Die offenkundige Zielsetzung der Veröffentlichung geht über eine bloße Rechtfertigung der völkerrechtswidrigen Energieblockade und der Pläne für militärische Angriffe auf Kuba hinaus. Erstmals bezeichnete das State Department in den USA legale Solidaritätsorganisationen und oppositionelle Gruppen als Teile eines globalen, von Kuba beeinflussten Netzwerks des »linken Terrorismus«. Namentlich werden in dem Bericht unter anderem »Pastors for Peace«, »Code Pink«, »People’s Forum«, Anti-ICE-Kollektive, »Black Lives Matter«, palästinasolidarische Aktivisten sowie etliche gemeinnützige linke Organisationen aufgeführt.
»Viele der bedeutendsten politischen Unruhen in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten – von den Demonstrationen um George Floyd über den Aufstieg der Antifa bis hin zum Ausbruch proterroristischer Bewegungen an US-amerikanischen Universitäten – lassen sich in irgendeiner Weise mit dem kubanischen Einfluss in Verbindung bringen«, fügt der Bericht hinzu. Anti-ICE-Proteste wertet das Außenministerium ebenfalls als Zeichen für »den Einfluss Kubas zur Destabilisierung der US-Politik«. Dasselbe Ziel werde mit Reisen von US-amerikanischen und internationalen Organisationen sowie einflussreichen Politikern und Persönlichkeiten nach Kuba oder der Flottille »Nuestra América« verfolgt.
Der Bericht mit dem Titel »Cuba: The Capital of 21st Century Communism« (Kuba. Die Hauptstadt des Kommunismus im 21. Jahrhundert) versucht, Probleme der USA, die aus Rassendiskriminierung, Polizeigewalt, sozialer Ungleichheit, Kriegen, der Besetzung Palästinas, dem Völkermord im Gaza oder der US-Migrationspolitik hervorgegangen sind, als Folgen einer kubanischen Verschwörung darzustellen. Er dokumentiert indes nicht nur den Rückfall in die von Antikommunismus und Verschwörungstheorien geprägte McCarthy-Ära, sondern ist auch ein weiterer Beleg für den zunehmenden Wahrnehmungs- und Realitätsverlust des Trump-Regimes.
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel warf der US-Regierung vor, »Vorwände als Rechtfertigung für neue Übergriffe und stärkere Aggressionen« zu suchen »und rechte Bündnisse zu fördern, die an den Hitlerfaschismus oder die finstere ‹Operation Condor› erinnern, um gegen eine angebliche globale‚ radikale Linke vorzugehen«. Dabei liege die wahre »Gefahr für die Menschheit in der Philosophie der Ausbeutung, die das kriegerische Handeln der transnationalen extremen Rechten bestimmt«.
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Onlineabonnent*in Ulf G. aus H. 23. Juli 2026 um 13:17 UhrFür die von Rubio beklagte »grundlegende Feindschaft gegenüber den Vereinigten Staaten und dem Westen insgesamt« braucht es keinerlei linke Überzeugung, sondern nur die mehr als unerträglich mörderische Doppelmoral des Westens hinter dessen Angriffskriegen u.a. gegen Afghanistan, Irak, Libyen, Iran, Venezuela und nun offenbar bald auch gegen Kuba, Kriege, die je nach Zählung bis zu 5 Millionen Tote gefordert haben. Eine Doppelmoral, die u.a. auch die Balance zwischen den Grundsätzen der territorialen Integrität und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker gefährlich verdreht. Die Friendly-Relations-Deklaration der UN-Vollversammlung vom 24. Oktober 1970 hat es schriftlich festgehalten: »Jeder Staat hat die Pflicht, jede Gewaltmaßnahme zu unterlassen, welche die Völker […] ihres Rechts auf Selbstbestimmung, Freiheit und Unabhängigkeit beraubt«, die »Verletzung internationaler Demarkationslinien, wie Waffenstillstandslinien« hat zu unterbleiben. Wenn China die Integration Taiwans nach dem Grundsatz Ein-Land-zwei-Systeme fordert, ist das demnach nicht zu beanstanden. Gleichwohl billigt der Westen Taiwan ein Selbstverteidigungsrecht gegen China zu und verkauft dem Sezessionisten fleißig Waffen. Wenn die Ukraine hingegen ihrer russischen Minderheit die Selbstbestimmungsrechte völkerrechtswidrig vorenthält, sollen die Donbassrepubliken kein Selbstverteidigungsrecht gegen Kiew haben? Wie verlogen ist das denn?! Mitte Februar 2022 hatte Scholz die ukrainische Zusage zur Umsetzung der Minsker Abkommen erhalten und Putin darüber informiert. Die Fakten auf dem Schlachtfeld straften die Zusage indes umgehend als eine Lüge, am 16.2.2022 begann m.W. der ukrainische Angriff auf die Donbassrepubliken. Und die Doppelmoral, mit der dieser Angriff und das Selbstverteidigungsrecht der Donbassrepubliken ignoriert wird, hat hunderttausende Menschen das Leben gekostet. Solche Völkerrechtsverdrehungen des Westens müssen immer wieder angeklagt werden!
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Das Interessante an diesen Handlungen der Herrschenden, nicht nur der USA, ist, worauf man beim psychologischen Umkehrschluss stößt. Diese regelrecht neurotischen Angstpsychosen sind ja kein Ausdruck von Stärke und Selbstbewusstsein. Sie sind Ausdruck tiefster Furcht vor Veränderungen, die man tief unten im Unterbewusstsein nahen spürt und vor denen man sich durch Panikreaktionen zu schützen sucht. Auch daran sollten wir denken, wenn wir miterleben, mit welcher Wucht das Kapital heute schon fast ziellos um sich schlägt. Wenn es selbst schon seinen Untergang kommen sieht: Warum sollten wir nicht im Auge behalten, dass der wirklich objektiv bedingt immer näher und näher kommt.
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Günter Buhlke 22. Juli 2026 um 11:43 UhrKubas Volk in Gefahr! Noch tobt kein heißer Krieg. An seiner Vorbereitung hat der Außenminister der USA, Marco Rubio, indes jedoch weitergearbeitet und angebliche Gründe für die Army genannt. Ganz im Sinne der außenpolitischen Doctrin von Präsident Truman, wörtlich: »Den Sozialismus aufzuhalten und zurückzudrängen.« Der russische Präsident Gorbatschow hat dazu leider das Tor entriegelt. Deutschland steht als Mitglied der NATO nicht abseits von der Doktrin des Uncle Sam. Der deutsche Minister Dobrindt erlaubt per Gesetz nunmehr zur Waffe zu greifen, wenn es die Situation erfordert. Deutsche Wähler, bitte denkt an geschichtliche Verläufe. Sie wiederholen sich.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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