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Washington sucht Komplizen
USA wollen UN-Kuba-Debatte verhindern
Gewohnheitsmäßig kennen US-Regierungen nur das Recht des Stärkeren. Das ist zwar nicht neu, hat unter Donald Trump und dessen Außenminister Marco Rubio jedoch eine neue Dimension erreicht. Jeder Versuch, die USA zum Respektieren des Völkerrechts zu bewegen, ist deshalb wenig erfolgversprechend. Und wie Mafiapaten versuchen Trump und Rubio andere durch Gefälligkeiten, Erpressung und Drohungen zu ihren Komplizen zu machen.
Das weiß natürlich auch die kubanische Regierung. Obwohl Havanna sich keine Illusionen darüber macht, dass Appelle der Weltgemeinschaft das Vorgehen des Trump-Regimes stoppen würden, hat Kuba für Dienstag eine Sondersitzung der UN-Generalversammlung beantragt. Wie Außenminister Bruno Rodríguez erklärte, wolle sein Land »die aggressiven Maßnahmen der USA« anprangern. Es bestehe »eine bedrohliche Situation«, da die multidimensionale Aggression dem kubanischen Volk schweren Schaden zufüge und noch viel mehr Unheil anrichten würde, sollte Rubio »seine bevorzugte Option umsetzen: den Krieg«.
Auch wenn der US-Regierung die Meinung der übrigen Welt egal ist, versucht sie, die UN-Debatte mit allen Mitteln zu verhindern. Wie das US-Magazin The Nation enthüllte, hat Rubio die US-Botschaften im Ausland angewiesen, ihre Gastländer – unter Androhung von »Spannungen in unseren bilateralen Beziehungen« – zu drängen, sich einer UN-Sondersitzung zu widersetzen. US-Botschafter sollen die Regierungen der Gastländer dazu anhalten, Kuba wegen »Unterstützung des Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen« zu verurteilen. Sollte die Debatte dennoch stattfinden, so sehen Rubios auf drei Seiten detailliert ausgeführte Anweisungen vor, Havanna in Redebeiträgen das »Festhalten an einer völlig diskreditierten Wirtschaftstheorie, grobe Inkompetenz und massive Korruption« vorzuwerfen.
Im vorauseilenden Gehorsam antwortete BRD-Außenminister Johann Wadephul (CDU) bereits vor zwei Wochen auf die Frage, warum seine Regierung die US-Sanktionen nicht deutlicher kritisiere: »Eine derartige Blockade, wie Sie sie beschrieben haben, sehe ich nicht.« Zuletzt legte die Bundesregierung nach und erklärte zur Lage in Kuba: »Die humanitäre Versorgungslage hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert, u. a. aufgrund von Misswirtschaft, Reformunwillen und wiederkehrenden Naturkatastrophen.« Vasallen wissen eben, was von ihnen erwartet wird – und parieren.
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Günter Buhlke 7. Juli 2026 um 14:10 UhrUSA wollen UN-Kuba-Debatte verhindern: Trump begründet seine verbrecherichen Handlungen gegenüber Kuba und Venezuela mit den Enteignungen der US-amerikanischen Zucker- und Erdölkonzerne. Er vergisst, das seine Konzerne in den Kolonialzeiten den beiden Staaten den Boden, der Zuckerrohr wachsen lässt und der in Venezuela Erdöl enthält, geraubt hatten. Die Weltorganisation der UNO billigte mit großer Mehrheit die Enteignung als Akte der Wiedergutmachung des kolonialen Unrechts. Trump und seine Fellows aus der G 7 haben auch in dieser Angelegenheit eine andere Meinung.
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Rudi Eifert aus Langenhagen 5. Juli 2026 um 20:22 UhrBeschämend, wie sich dieser deutsche Außenminister zu einem widerwärtigen Erfüllungsgehilfen US-amerikanischer Hegemonialbestrebungen gegenüber der kubanischen Souveranität äußert. Hat dieser Mann überhaupt noch so viel Gewissen - und vor allem Verstand - zu begreifen, dass diese kriminelle US-Camarilla in Washington nichts anderes beabsichtigt, als Kuba - und vor allem die dortige Bevölkerung - in die Armut zu boykottieren, um ihr und der Insel vermeintliche US-amerikanische Segnungen aufzuoktroyieren. Welche grauen Zellen bei Herrn Wadephul sind dafür verantwortlich, die behaupten, dass er eine 'derartige Blockade, wie sie beschrieben wird, überhaupt nicht sähe.' Ich stelle mir als Kontrastprogramm eine BRD vor, die über 60 Jahre unter derartigen Boykottmaßnahmen und Embargos der USA gestanden hätte. Ich stelle mir all die Terrorakte der USA vor, die - wenn es nicht Kuba gewesen wäre - sondern die BRD. So beispielsweise der Abschuß einer kubanischen Passagiermaschine mit nahezu 200 kubanischen Passagieren an Bord und viele andere Attentate, die eine blutige US-amerikanische Handschrift trugen. Wie sähe wohl in der BRD dann die Versorgungslage aus? Ob sich der BRD-Außenminister auch dann noch erdreisten würde, zu behaupten, er sähe hier eigentlich keine derartige Blockade? Herr Wadephul ist eine absolut beschämende Fehlbesetzung für den Außenministerposten. Seine außenpolitischen Äußerungen sind nicht nachvollziehbar, zeigen aber einen bestimmten Trend: Er denkt nicht nach, sondern sagt das, was von ihm erwartet wird - jeder Logik zum Trotz.
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Wadephul tut genau das, was er tun soll. Er ist bestens für dieses Amt geeignet. Glaubt wirklich noch jemand, dass ein Beamter der BRD, sei es der Kanzler oder sein Außenminister, freie Entscheidungen treffen darf, die was mit Wissen, Vernunft oder Moral zu tun haben?
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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