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Kurdische Politiker im Iran hingerichtet

Teheran. Nach der Hinrichtung eines kurdischen Politikers im Iran droht die illegale »Partei für ein Freies Leben in Kurdistan« (PJAK) Teheran mit Vergeltung. Der 2009 verhaftete PJAK-Führungskader Habibollah Golparipour war am Samstag hingerichtet worden. Gegen einen weiteren Kurden, Ilham Mamedi, wurde ebenfalls am Samstag wegen des Vorwurfs der PJAK-Mitgliedschaft sowie der »Feindschaft zu Gott« die Todesstrafe vollstreckt. Seine Leiche wies nach Angaben von Familienmitgliedern Spuren schwerer Folter auf. Seit 2011 herrscht zwischen der bis dahin mit Guerillaaktionen für Autonomierechte der iranischen Kurden kämpfenden PJAK – einer Schwesterpartei der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) – und der iranischen Regierung ein Waffenstillstand, den die PJAK nun auf den Prüfstand stellen will.
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2013, Seite 6, Ausland

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