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Agent soll Kurdinnen ermordet haben

Paris. Bei dem mutmaßlichen Mörder von drei kurdischen Politikerinnen am 9. Januar in Paris soll es sich um einen Agenten des türkischen Geheimdienstes MIT handeln. Bei dem Anschlag im Kurdistan Informationsbüro waren die Mitbegründerin der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Sakine Cansiz, die Diplomatin Fidan Dogan und die Jugendaktivistin Leyla Saylemez mit Kopfschüssen ermordet worden. Der in Frankreich in Untersuchungshaft sitzende Ömer G. sei ein Auftragsmörder des Geheimdienstes gewesen, erklärte der im Schweizer Exil lebende frühere V-Mann des MIT, Murat Sahin, gegenüber der kurdischen Zeitung Yeni Özgür Politika.

Journalisten hatten bereits herausgefunden, daß G. Verbindungen zu den faschistischen Grauen Wölfen hatte. Wie die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag Ulla Jelpke in Erfahrung bringen konnte, hatte der lange in Bayern lebende G. neben der türkischen die deutsche Staatsbürgerschaft. Gegen ihn sei ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet worden.
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.02.2013, Seite 6, Ausland

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