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Kurdische Gefangene im Hungerstreik

Ankara. Rund 400 politische Gefangene von der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in zwölf türkischen Gefängnissen befinden sich seit Mitte Februar in einem unbefristeten Hungerstreik. Auch zwei inhaftierte Parlamentsabgeordnete der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) aus Sirnak, Selma Irmak und Faysal Sariyildiz haben sich dem Protest angeschlossen. Ihre Forderungen sind die Freilassung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan und die Fortsetzung des Dialogs für eine politische Lösung der kurdischen Frage, ein Ende der Massenverhaftungen und Militäroperationen sowie das Recht auf Bildung in der kurdischen Muttersprache. In türkischen Gefängnissen befinden sich rund 8000 Gefangene aus der PKK und über 5000 Untersuchungsgefangene aus legalen kurdischen Organisationen. Die PKK-Gefangenen haben inzwischen bei den Vereinten Nationen ihre Anerkennung als Kriegsgefangene beantragt.
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2012, Seite 7, Ausland

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