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USA schwingen Sanktionskeule
US-Kongress ermächtigt Trump, Strafzölle von bis zu 500 Prozent gegen Handelspartner Russlands zu verhängen. Wadephul sieht »starkes Signal« für ein Ende des Ukraine-Krieges, Moskau erklärt das Gegenteil
Der US-Kongress hat das nach dem kürzlich verstorbenen Senator Lindsey Graham benannte Paket von Sanktionen gegen den Export von Öl und Gas aus Russland verhängt. Nach dem Senat stimmte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus mit einer überparteilichen Mehrheit von 295 Stimmen gegen 159 den neuen Vorschriften zu. Das Gesetz ermächtigt Präsident Donald Trump, die jeweils fünf größten Importeure von Öl und Gas aus Russland mit Strafzöllen von bis zu 500 Prozent zu belegen und damit deren eigene Exporte in die USA weitgehend zum Erliegen zu bringen. Länder, die noch Energieträger aus Russland importieren, aber diese Importe reduzieren, haben nach US-Darstellung »einstweilen nichts zu befürchten«. Trump muss das Paket noch unterzeichnen, damit es in Kraft tritt. Er hatte sich in der Vergangenheit offen hierfür gezeigt, aber nichts versprochen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul nannte die Verabschiedung des Sanktionspakets ein »starkes Signal« an die Adresse Russlands, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Eher als Signal in die gegenteilige Richtung interpretierte Kremlsprecher Dmitri Peskow dagegen wenig überraschend die Kongressabstimmung. Er nannte das Signal »feindselig« und prophezeite, es werde den Konflikt in der Ukraine einem Ende eher nicht nahebringen.
Indien, das derzeit neben China der größte Importeur von russischem Öl ist, sagte »sehr deutliche Auswirkungen« der Sanktionsdrohungen auf die indisch-US-amerikanischen Beziehungen und den globalen Energiemarkt voraus. Indien werde sich weiter bemühen, durch eine Diversifizierung seiner Energieimporte die Energieversorgung seiner 1,4 Milliarden Bürger zu sichern. Daraus spricht der Versuch, einerseits den Drohungen der USA formal Folge zu leisten, andererseits aber den USA die Verantwortung für die damit verbundenen Preissteigerungen auf dem Weltmarkt für Energieträger zuzuschieben. Nach Angaben indischer Medien hat das Land im August seine Rohölimporte aus Russland um 26 Prozent reduziert; der Anteil von Rohstoffen aus Russland an den Gesamtimporten liege nun nicht mehr bei 60, sondern nur noch bei 45 Prozent. Die chinesische Regierung hat sich noch nicht geäußert, mit einiger Wahrscheinlichkeit wird aber Staats- und Parteichef Xi Jinping das Thema bei seinem bevorstehenden Besuch in Washington zur Sprache bringen.
In der Sache ist das neue Sanktionspaket eine überparteiliche Demonstration von US-amerikanischem Unilateralismus. Das Land maßt sich an, handelspolitische Entscheidungen von Drittstaaten zu »bestrafen«. Auch anderweitig schwingen die USA gerade wieder die Zollkeule. Präsident Donald Trump hat angedroht, »den Handel mit der EU einzustellen«, wenn die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angebotene assoziierte Mitgliedschaft Kanadas weiter verfolgt werde. Dies gelte zwar nur, wenn diese Assoziierung »in böser Absicht« geschehe, so Trump. Aber in anderer Absicht als der, die Dominanzbestrebungen der USA wenigstens ein Stück weit zu kontern, lässt sich die Überlegung einer EU-Assoziierung Kanadas im Ernst nicht verstehen.
Kanadas Premier Mark Carney hatte bei seinem Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang des Jahres eine engere Zusammenarbeit »wertorientierter« Mittelmächte wie der EU mit seinem Land vorgeschlagen. Am Freitag trat Carney im EU-Parlament auf und knüpfte an seine Rede in Davos an. Sein Land und die EU hätten nicht vor, einen neuen Großmachtblock zu bilden, der sich von den bestehenden Imperien lediglich durch bessere Manieren unterscheide, sagte er unter großem Beifall der Abgeordneten. Vielmehr teilten Kanada und die EU gemeinsame Werte. Es gelte, so Carney, die »nächste, gerechte und wohlstandsversprechende« Weltordnung zu schaffen. Also die gegenwärtige, von der US-amerikanisch-chinesischen Rivalität bestimmte Weltordnung so nicht stehenzulassen. Kanada ist sehr rohstoffreich, grenzt an die Arktis und hat einen entwickelten Technologie- und KI-Sektor.
Hinweis: In einer ersten Fassung war von 1,5 Millionen Bürgern Indiens die Rede, es sind natürlich 1,4 Milliarden. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. (jW)
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Peter Balluff aus Vöhl 18. Sept. 2026 um 19:36 UhrAlso manchmal ist das mit den Grundrechenarten, vor allem bei Donald, schwierig: Also wenn der deutsche Bierbrauer aus Bayern 100 Ltr. »Helles« für 100 Euro nach Washington liefern will, dafür aber 500 Euro Strafzoll zahlen soll, was macht er dann? Er säuft die Brühe selbst! Also, lasst uns Gas und Öl aus Russland beziehen und dem Strafzoll mit einem »Proschd« Widerstand leisten. Peter Balluff, 34516 Vöhl
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Frank Lukaszewski aus Oberhausen 18. Sept. 2026 um 14:27 UhrIch bleibe dabei: Der BRD‑Außenminister ist der Wadepudel von Trump.
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Reinhold Schramm aus Berlin 17. Sept. 2026 um 19:51 UhrIm Wortlaut: »Die Ukraine steht am Rande des Untergangs«: Julija Mendel, Selenskyjs Ex-Pressesprecherin, plädiert im EU-Parlament für Gespräche mit Russland. »Diese Rede hielt Julija Mendel, Wolodymyr Selenskyjs ehemalige Pressesprecherin, am EU-Parlament in Strassburg am 16. September 2026. Sie wurde zugeschaltet, nachdem ihr der Zugang am selben Tag verweigert worden war. Ebenso hat die EU ihre Dolmetscher angewiesen, ihre Rede in englischer Sprache nicht zu übersetzen. Wir dokumentieren daher die Rede von Julija Mendel im Wortlaut und übersetzt.« [Die Weltwoche *] {...} * »Die Ukraine steht am Rande des Untergangs«: Julija Mendel, Selenskyjs Ex-Pressesprecherin, plädiert im EU-Parlament für Gespräche mit Russland __ __ __ 17.09.2026, R.S.
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Was Sie sagen, scheint völlig richtig. Die Versuche zunächst von Rattcliffe und dann von Jared und Kushner, den Vormarsch der russischen Armee zu stoppen, sind fehlgeschlagen. Panik bricht im wert(e)basierten Westen aus! Tusk hat letzte Woche im polnischen Parlament gesagt, dass die Ukrainer pro Monat 27.000 neue Soldaten benötigen, und damit die von Budanow genannte Zahl bestätigt. Das zeigt das ganze Ausmaß der Verbrechen, die der Imperialismus in der Ukraine begeht. Der Aussage von Herrn Lauterbach, dass die Kanadier oder die Europäer oder insgesamt die »goldene Milliarde« sich von den USA ab- und eigenen Wegen zuwenden, würde ich zunächst vehement widersprechen. Wo sind denn die realen Entscheidungen, die das belegen? 72 Prozent aller kanadischen Exportwaren gehen in die USA. In den europäischen Ländern werden die Sozialausgaben in die Rüstungsproduktion umgeleitet, die offensichtlich nur den geostrategischen Zielen der verfaulten Imperialmacht dient. Pistorius, mit 35 F-35 im Gepäck, sagte in einem Interview, bezüglich seines Treffens mit dem US-Kriegsminister: »Es war ein sehr, sehr freundliches, von Anerkennung und gutem Willen zur Zusammenarbeit geprägtes Gespräch!« Pistorius betonte mit Blick auf Moskau: »Um die Antwort sehr kurz zu machen: We are on the same page. Auch Pete Hegseth sieht die von Russland ausgehende Bedrohung. Ich habe kein kritisches Wort zu Deutschland gehört, überhaupt nichts! Im Gegenteil, es gab viel Anerkennung und Dankbarkeit für die Rolle, die wir in Europa übernehmen!« Merz hat klar gesagt, dass es niemals eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland geben wird! Man höre sich die Pressekonferenz in Oslo von Meloni und Støre an! Es passt kein Blatt zwischen die USA und ihre westlichen »Partner«! Sämtliche verfügbaren Ressourcen sollen gebündelt und in den Stellvertreterkrieg gegen Russland gesteckt werden. Mit möglichst geringen Kosten für den Hegemon.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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