Dem Staatsministerium für Sport und Ehrenamt wird ab sofort der 44jährige frühere Rennkanute, zweimalige Olympiasieger und 16malige Weltmeister Ronald Rauhe vorstehen, nachdem der Posten seit Ende Juli vakant gewesen war.
Am Donnerstag wurde der aufgebrachte DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke erhört. Kanzler Friedrich Merz teilte bei Instagram mit, der zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe werde neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt.
Der organisierte Sport ist schon jetzt der größte Kooperationspartner für die Ganztagsbetreuung, und das hat ganz natürliche Ursachen. Denn für die Vereine ist es ein Auftrag und ein großes Anliegen, bei Kindern und Jugendlichen die Freude und den Spaß an der Bewegung zu fördern.
Mit einem neuen sportlichen Format wird die Tischtennisbundesliga (TTBL) Ende August in ihre neue Spielzeit starten. Erstmals werden beim »Grand Opening« in Nürnberg die vier Teilnehmer fürs »Pokal Final 4« im Januar nächsten Jahres an zwei Tagen ermittelt.
Drei Wochen sind vergangen, seitdem Bundeskanzler Friedrich Merz im Zuge seiner Regierungsumbildung Ende Juli seine Staatsministerin für »Sport und Ehrenamt« kurzerhand ins Bundesgesundheitsministerium schickte. Die Nachfolge im Sportressort ist bis heute nicht geregelt.
»Unser Leistungssportkonzept priorisiert die Sportarten Schwimmen, Leichtathletik, Rudern, Kanurennsport und Wasserspringen«: Leichtathletik-Olympiasiegerin Silke Renk-Lange über das bundesweit einmalige Projekt »Talentfindung und Talentförderung« in Sachsen-Anhalt.
Den beiden Spitzensportinstituten FES und IAT droht heftiger Personalabbau. Die Einrichtungen versorgen olympische Atheleten mit Sportgeräten – dafür wird jetzt das Geld knapp.
Aufmerksame Beobachter kann es kaum überraschen, wohl aber der Freimut, mit dem eingeräumt wird: Der DOSB ist mit der Aufgabe überfordert, mit dem Status der »gemeinwohlorientierten Sportvereinskultur« als UNESCO-Kulturerbe angemessen umzugehen.
Kanzler Merz berief seine Staatsministerin für Sport und Ehrenamt ab, ohne die Nachfolge zu regeln. Ein Fingerzeig, wie wichtig ihm der Sport ist und wie er sich dessen Verhältnis zur Politik vorstellt.
Auch wegen der aktuellen Bädersituation hat sich die Zahl der Grundschüler, die hierzulande nicht schwimmen können, zuletzt nahezu verdoppelt. Der DOSB richtet den Blick auf den oft miserablen Zustand sämtlicher Sportstätten.
Das Mulisportevent nimmt sich aus wie eine große Beruhigungspille gegen das schlechte Gewissen. Die »Finals« haben, seitdem es sie gibt, etwas von einem seltenen Besuch bei der buckligen Verwandtschaft. Eine Visite pro Jahr muss genügen.
Der Sporthistoriker Daniel Lange beschreibt die »Turnschuhdiplomatie« der DDR als deutsch-deutsch-afrikanische Dreiecksbeziehung von den 1950er Jahren bis zum Mauerfall. Seine grundlegende Studie hat nicht an Aktualität eingebüßt.