Fußball ist ein Kontaktsport. Wer gewinnen will muss hart an der Grenze des Erlaubten agieren. Die Argentinier machen das mit Verve. Die Deutschen früher traditionell auch.
Das erste Mal so richtig wahrgenommen habe ich Kevin Keegan im Landesmeister-Pokalfinale 1977 in Rom zwischen Liverpool und Mönchengladbach. Das war damals nach den Boca Juniors weltweit das Nonplusultra. Doch das interessierte Keegan nicht.
Der Kampf um den Ballbesitz war schnell entschieden. In Minute 113 hatte Spanien 744 Pässe zu verzeichnen, Argentinien 324. Trotzdem gaben die Argentinier nicht auf: Den dominanten Spaniern lieferten sie eine heroische Abwehrschlacht. Vergeblich.
Nach zehn Sekunden wusste jeder Depp, dass er etwas Historischem beiwohnte. In Katar war Argentinien der Jäger, in Nordamerika bis dato der Gejagte. Deshalb konnte Argentinien nicht mehr den Hurrafußball kicken wie vor vier Jahren. Aber gegen England war er zurück.
Am Sonnabend verstarb 89jährig in Vicente López, Provinz Buenos Aires, eine der größten Fußballegenden Argentiniens, Antonio Ubaldo Rattín. Er spielte zeit seines Lebens für den Club Atlético Boca Juniors, für den er von 1956 bis 1970 auflief.
Zwölf Trainer sind bei der WM schon auf der Strecke geblieben. Nach dem Aus gegen Spanien (0:1) trat der Katalane Roberto Martínez als Coach der Lusitaner zurück. Startelf und Wechsel überzeugten nur im tollen Match gegen Kroatien.
In der zweiten Runde waren Große fällig: Bei Deutschland war es klar, deshalb ist es Quatsch, von einer »Blamage« zu salbadern. Auch das Ausscheiden der Niederländer überrascht niemanden. Marokko ist zur Weltmacht im Fußball aufgestiegen.
48 von 104 Matches, die uns um den Schlaf gebracht haben, sind gelaufen. Ich habe alle gesehen. Hatte wie immer bei WM nichts zu tun. Kein Geld, keine Welt. Die Hälfte der 23. WM-Endrunde ist vorbei.
Das Spiel zwischen Saudi-Arabien und Uruguay im Hard Rock Stadium von Miami (1:1) avancierte zum bislang besten der WM. Die Trump-Festspiele nehmen Fahrt auf. Ins Tor der Charrúas hatte Fußballgott Marcelo Bielsa Galatasaray-Idol Fernando Muslera zurückbeordert.
Der 79jährige Multimilliardär Florentino Pérez Rodríguez hat am Sonntag die Präsidentschaftswahlen beim Champions-League-Rekordgewinner Real Madrid gewonnen. Seit 2009 ist er Präsident der Merengues, zuvor war er es bereits zwischen 2000 und 2006.
Sonnabend nacht (Ortszeit) wurde die 52. Edition der Copa de Campeones de la CONCACAF, der Champions League der Fußballkonföderation von Nord-, Zentralamerika und der Karibik, im Volksmund »Concachampions«, entschieden.
Erhoffter Nervenkrimi von Budapest, ein Duell der Spielstile: Paris Saint-Germain gewinnt gegen Arsenal London nach Elfmeterschießen verdient das Finale der Champions League.