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Auf Wahlsieg folgt Rauswurf
In Berlin beantragen Unbekannte den Ausschluss eines weiteren palästinasolidarischen Linke-Mitglieds. Antisemitismuskampagne geht weiter
Für Die Linke stellt sich nach dem Wahlsieg in Berlin anscheinend die Frage: Erhobenen Hauptes voranschreiten, oder vor dem Quatsch der politischen Gegner einknicken? Allen Anzeichen nach ist die Entscheidung auf letzteres gefallen – und das bereits vor dem Wahltag. Seit Sonnabend liegt in der Berliner Schiedskommission ein Ausschlussantrag gegen das palästinasolidarische Parteimitglied Hannah Bruns vor. Das hat der Tagesspiegel laut Bericht vom Dienstag aus Parteikreisen erfahren, obwohl Bruns selbst noch nicht über den Vorgang informiert worden ist, wie sie am Mittwoch gegenüber junge Welt erklärte. Die Schiedskommission bestätigte den Antragseingang auf Anfrage.
Bruns ist Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Palästina-Solidarität in der Berliner Linkspartei. Wer genau den Rauswurf initiiert hat, ist ihr nicht bekannt. Auch der Tagesspiegel machte dazu öffentlich keine Angaben. Das Blatt wusste dennoch einige Äußerungen der Aktivistin anzuführen. So habe sie auf einer Demonstration gesagt, die Befreiung Palästinas sei erst dann vollendet, »wenn Tel Aviv wieder in der Hand von Palästina liegt«, und sich zudem geweigert, auf die von proisraelischen Scharfmachern geforderte Distanzierung von der Hamas einzugehen.
Es sei »kein Zufall, dass der Ausschlussantrag Welt und Tagesspiegel bereits vorlag«, betonte Bruns im Gespräch mit jW. Springers Welt hatte bereits Anfang des Monats über die Vorbereitung des Antrags berichtet. Die Verantwortlichen hätten den Vorgang in die Hände der Partei feindlich gesinnter Medien gegeben, mutmaßte Bruns. Den jetzt publik gewordenen Ausschlussversuch stellte das Parteimitglied in den Kontext der jüngsten Forderungen möglicher Koalitionspartner, Die Linke müsse gegen angeblichen Antisemitismus in eigenen Reihen vorgehen.
Die Hetzkampagne gegen die Linkspartei – »Enteignungsphantasien« und Judenhass – hatte am Wahlabend den Zusatz »Verbindungen zur Clankriminalität« erhalten. Zu dem wilden Gemisch meldeten sich pflichtbewusst alle einmal zu Wort. Die SPD-Spitze ließ am Dienstag aus dem Munde von Lars Klingbeil, Bärbel Bas und Tim Klüssendorf verlauten: Die Linke dürfe »Antisemitismus und Clankriminellen in ihren Reihen keinen Millimeter Platz lassen«. Laut Bild hatte Kanzler Friedrich Merz (CDU) die SPD vor der »Hölle« gewarnt und verlangt, die Sozialdemokraten müssten »unmissverständlich klarmachen, dass sie nicht mit dieser Linkspartei in Berlin koaliert«.
Tags zuvor sollen sich ehemalige Berliner SPD-Amtsträger mit einer »Resolution« gegen Sondierungen mit der Linkspartei in die Debatte eingebracht haben, darunter der frühere Regierende Bürgermeister Michael Müller, so Angaben der Berliner Morgenpost. Auch der einstige SPD-Chef Sigmar Gabriel gab im ZDF seine Meinung zum Besten: »Ich würde mit keiner antisemitischen Partei koalieren.« Es sei sicher kein Zufall gewesen, »dass der Chef des Remmo-Clans da auf der Wahlparty vorbeigegangen ist«, wusste er. Es war bekannt geworden, dass der Neuköllner Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak mit einem Remmo-Sohn via Instagram kommuniziert hatte. Als Konsequenz will er seine Parlamentsfunktionen vorerst ruhen lassen.
Den Grünen reicht das nicht. Die parlamentarische Geschäftsführerin Irene Mihalic verlangte den Ausschluss Koçaks aus der Fraktion und zudem die »Klarheit, dass wir unverbrüchlich an der Seite Israels« stehen. »Das heißt auch notfalls, dass sie Leute rauswerfen müssen«, hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir am Dienstag kundgetan.
Der Wunsch ist manchen offenbar Befehl. Bei dem Antrag gegen sie gehe es »um die Disziplinierung und Diffamierung der palästinasolidarischen Kräfte in der Partei«, betonte Bruns, die sich auch mit Koçak solidarisierte. »Eine Partei, die einen historischen Wahlsieg einfährt, darf nicht gebückt laufen«, sagte sie. Aus der Defensive wagte sich am Mittwoch immerhin der Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er nannte die Erklärung der SPD-Spitze eine »Frechheit«: »Die Linke ist keine antisemitische Partei und das wissen sie auch.«
Ramsis Kilani, der wegen seiner Äußerungen zum Genozid in Gaza aus der Linkspartei geworfen worden war, sagte am Mittwoch gegenüber jW: »Es war eine Frage der Zeit, bis meinem Ausschluss weitere folgen.« Denn: »Die Parteirechten wollen Palästina-Solidarität als Hindernis für eine Regierungsbeteiligung in Berlin und auf Bundesebene aus dem Weg räumen.« Die Parteilinke müsse den Kampf gegen den Ausschluss von Bruns sofort öffentlichkeitswirksam aufnehmen, so Kilani.
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Edeltraud Radochla 24. Sept. 2026 um 15:16 UhrWenn Solidarität mit Palästina und Kritik am Völkermord eines in Teilen faschistischen Staates Grund für den Rauswurf aus der Partei Die Linke sein können, dann ist der Tag gekommen, an dem sich diese Partei einen anderen Namen geben sollte. Wahlweise PdA (Partei der Angepassten), PdB (Partei der Beliebigkeit), PdU (Partei der Umfaller) oder PdW (Partei der Wirbellosen). Nur nix mit Links. Dort klafft in diesem Deutschland eine verhängnisvolle Lücke, sodass das Kapital sich weiter entwickeln kann, indem es die Springquellen allen Reichtums vernichtet: die Erde und den Arbeiter. War da was mit Klassenkampf? Um Himmels Willen! Statt für Frieden, Diplomatie und Verständigung, gegen Krieg, Rüstungsproduktion und Waffenexporte eine starke und verlässliche Stimme zu sein, lieber mit den Wölfen heulen und um den Platz am bürgerlichen Futtertrog buhlen. Es gibt da eine gewisse Klasse, deren Interessen hier nicht mehr vertreten sind und deren Angehörige dadurch in die Arme der Rattenfänger getrieben werden, die ihnen baldmöglichst das Fell über die Ohren ziehen werden. Die nannte man mal Arbeiterklasse. Und für die gibt es hier keine Partei mehr. Es gab da auch mal Internationalismus und Solidarität. Das war gestern und das ist schlimm für unser aller Zukunft.
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Reinhold Schramm aus Berlin 24. Sept. 2026 um 17:29 Uhr► Erinnern wir uns doch nur an die Arbeiterklasse in der DDR und in der Weimarer Republik. Laut Egon Krenz hatte die SED rund 2,4 Millionen Parteimitglieder, und was ist nach 1989/1990 übrig geblieben? Erinnern wir uns doch auch nur an die 200.000 Angehörigen der Kampfgruppen der Arbeiterklasse der DDR und die 12 Millionen im FDGB. ► Zudem hatten sich die sozialdemokratische Führung und Basis des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) weitgehend 1933 und in der Folge freiwillig der Deutschen Arbeitsfront (DAF) der NSDAP angeschlossen. ► Ebenso erreichte die NSDAP einen Anteil innerhalb der deutschen Arbeiterklasse von 30 bis 40 Prozent in ihrer Mitgliedschaft; bei 8,5 bis 9 Millionen Parteimitgliedern waren dies zwischen 2,55 und 3,6 Millionen Arbeiter in der Partei der Kapitalfaschisten. Damit waren mindestens dreimal so viele Arbeiter in der NSDAP wie vor 1933 in der SPD und KPD zusammengenommen. ► Dank der freiwilligen Wirksamkeit der deutschen Arbeiterklasse für den Faschismus erreichte die Kriegsproduktion im März/April 1944 ihre höchste Produktivität und verlor erst danach, wegen des Verlustes der Kriegsgebiete und damit der Rohstoffbasis, ihre militärische Wirksamkeit. ■ Fazit: Auch das Klassenbewusstsein der Arbeiter fällt nicht vom theoretischen Himmel des Marxismus-Leninismus; es muss fortwährend in der wirksamen Praxis und individuellen Erfahrung im Klassenkampf beständig herausgebildet werden. 24.09.2026, R.S.
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Boris Krumm 24. Sept. 2026 um 12:19 UhrDie Linken sind mir so peinlich! Lernresistente, streitsüchtige Spießer. Ihr Potenzial würde doch locker bei 40 Prozent plus x liegen. Die politischen Gegner ala Wurstsöder, Stadtbildmerz oder kriegsgeile Grüne sind so lächerlich. Was machen die Linken? Lassen sich von diesem absurd albernen Pack als Antisemiten hinstellen.
Liebe Linke, räumt mal auf! Raus den alten Müll! Lasst Ballerbodo u. Co. aus Thüringen den Müll raustragen! Und falls er zurück möchte – nur mit fair gehandelten Melonen!
PS: Und lasst euch feiern, wenn ihr mal was auf die Reihe bekommen habt, und nicht vorher! -
Vielleicht sollte man an die Sache ja realistisch herangehen. Wie andere Parteien auch hat die PdL mit unrealistischen Slogans und Parolen in Berlin Wählerstimmen gesammelt. Von vornherein war jedem realistischem Beobachter klar, dass die Berlin-Wahl weder zu einer anderen Israelpolitik noch zu Enteignungen führen wird. Auch die AfD hat nicht wirklich vor, eine andere Politik gegenüber der Ukraine zu initiieren. Ebensowenig wie die CDU seinerzeit die Schuldenbremse aufrechterhalten wollte. Das die vor allem jungen Wähler demnächst frustriert lernen werden, wie Demokratie wirklich funktioniert, ist dabei ein durchaus gewollter Nebeneffekt. Diese naiven Vorstellungen, vor allem im Osten, von »Wir sind das …« müssen doch langsam mal abgelegt werden, wenn Deutschland wieder zur Großmacht werden will.
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Fred Buttkewitz aus Ulan - Ude 24. Sept. 2026 um 00:56 UhrIn Deutschland ist Solidarität mit Israel Staatsdoktrin. Jedes Verbrechen, welches Israel seit 1948 verübte, war nach dieser Lesart Verteidigung. In Deutschland ist Russophobie ebenfalls Staatsdoktrin – egal, was Gorbatschow an Geschenken ohne Gegenleistung rüberreichte, egal ob Deutschland die Verantwortung für 27 Millionen Tote in der UdSSR trug. Wadephul: »Russland wird immer unser Feind bleiben.« Jede Kriegsbeteiligung Russlands in Afghanistan, im Kaukasus oder in der Ukraine war nach diesem Verständnis nie Verteidigung, sondern immer imperiale Aggression. Jüdische Opfer des belagerten Leningrads werden entschädigt, russische nicht. Und wenn in Russland ganze Dorfbevölkerungen in die Kirche getrieben wurden, die anschließend angezündet wurde, ist das doch kein Anlass, im Bundestag eine jährliche Feierstunde im Januar gegen Russophobie abzuhalten, damit sich so etwas nie wiederholt. Diese Doppelmoral – also überhaupt keine Moral – ist das Grundproblem, weil sie in Deutschland zur Pflicht erhoben wird. Wenn die PdL regieren will, muss sie mit den Wölfen heulen. Denn die Wähler unterstützen mehrheitlich mit ihrer Stimme die führenden Parteien dieser Doppelmoral. Sie kann zwar Wählerstimmen sammeln von Menschen mit Gerechtigkeitsgefühl für die Palästinenser. Aber das genügt nicht. US-Politiker können ein Lied davon singen, dass es tödlich für die politische Karriere wäre, Israel, nicht zu unterstützen. Der überwiegende Anteil der Kongressabgeordneten und die US-Präsidenten sowieso sind daher weit Israel-freundlicher als ihre Wähler. Den zweiten Teil der Auflagen hat die PdL ja schon erfüllt und verurteilt regelmäßig den »russischen Angriffskrieg«. Da ist sie ja bereits in Übung. Aber wer B sagt, muss anschließend auch A sagen und nun die »verbrecherischen Angriffskriege der arabischen Staaten« seit 1948 – und vor allem der »aggressiven Palästinenser« – gegen das sich verteidigende, demokratische Israel in den Vordergrund stellen. Viel Nachholbedarf!
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Michael-E. Voges aus Erkner 24. Sept. 2026 um 00:27 UhrDie Linke muss klare Kante zeigen für ihre bisher verfolgte Linie! Sie darf sich nicht auf irgendwelche Diffamierungen einlassen, auch wenn dies zur Opposition führt. Sollen die bürgerlichen Parteien doch eine Koalition bilden. Entscheidend ist, die klare Linie beizubehalten und glaubwürdig zu bleiben. Der Vorwurf des Antisemitismus ist Quatsch, rein politisch motiviert. Die SPD will mit der CDU. Dann soll es sein! Und die Grünen sind wie so häufig nur am Regieren interessiert und vergessen all ihre Prinzipien … Hart bleiben, links bleiben! Für die Bürger in Berlin!
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Die PDL auf dem Weg zur SPD 2.0? Nein – angekommen. Ich habe noch den Augsburger Parteitag der PDL miterlebt – dort wurden den mahnenden Stimmen, die die Einhaltung des friedenspolitischen Programms (Punkt 4.6 des Erfurter Programms von 2011) einforderten, nur das Mikrofon abgedreht – bezeichnend durch die damalige führende Linke aus Berlin, Katina Schubert. Heute werden solidarische Stimmen mit unterdrückten Menschen und Völkern ausgeschlossen, nur um sich schick zu machen für die Töpfe der Macht. Aber noch gefällt das den momentan noch Herrschenden von CDU, SPD und Grünen nicht, deshalb das Geschrei – aber das wird sich legen, wenn auch der Letzte mit den Palästinensern und anderen durch das Kapital unterdrückten Völkern Solidarische aus der Partei entfernt wurde. Dann passt die PDL genau in den engen Tunnel, den die heute Herrschenden unter dem Deckmantel »Meinungsfreiheit« bereits gebohrt haben. Und jeder, der dort drin nur einen Funken schlägt, weil er nicht richtig reinpasst, wird der Mainstreampresse zum Fraß vorgeworfen – aus den eigenen Reihen. Das bestätigt einmal mehr die Richtigkeit meiner Entscheidung, diese Partei bereits 2023 zu verlassen. In seinem letzten Brief an die Partei Die Linke von 2022 mahnte Hans Modrow davor, dass die Linke diesen Weg geht und vor den Folgen.
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Reinhold Schramm aus Berlin 23. Sept. 2026 um 21:07 UhrSeit 2015 stieg die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland von 1366 auf 3027 im Jahr 2021, und auf den Rekordwert von 6548 im vergangenen Jahr. Das antwortete die Bundesregierung jüngst auf eine kleine Anfrage der AfD‑Bundestagsfraktion. Laut Statistik lag der Anteil der nicht-deutschen Tatverdächtigen 2015 bei 57 Prozent, 2025 bei 64 Prozent. (Quelle: Berliner Zeitung am 23.09.2026)
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Mitter Albert aus Gmunden 23. Sept. 2026 um 20:53 UhrWer die Verurteilung der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, der Verletzungen des Völkerrechts und der Menschenrechte Israels »verurteilt«, weil er unverbrüchlich an der Seite der Täter steht, hat jedes moralische Recht verloren, Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen irgend eines anderen Staates zu verurteilen. Wer den zionistischen Rassismus in Israel nicht verurteilt, hat gar keine Berechtigung, den Rassismus des Antisemitismus zu »bekämpfen«. Das gilt für die ganze Einheitspartei der kapitalistischen Klassengesellschaft des Westens und ihres weltweiten Imperialismus mit ihrer sozialdemokratischen und grünen Fraktion. Insbesondere aber für eine CDU, in der es nach 1945 von Mitgliedern und Funktionären der Nazipartei mit ihrem Antisemitismus wimmelte und die einen Herrn Globke, Verfasser der antisemitischen Nürnberger Rassengesetze, zum Staatssekretär Adenauers gemacht hatte, aus deren Reihen ein Herr Kiesinger Bundeskanzler werden konnte. Sie alle stehen auch nicht deswegen »unverbrüchlich« zu Israel, also auch zu dessen Verbrechen, weil Israel ein jüdischer Staat ist, die Täter Juden sind, sondern weil Israel ein Teil des imperialistischen Westblocks ist, im Nahen Osten »Schmutzarbeit« für ihn verrichtet. So schließt sich der Kreis: Weil die Linkspartei nicht hundertprozentig den Kapitalismus und dessen Imperialismus bejaht, macht die Einheitspartei des deutschen Kapitalismus, die vor Wahlen große Unterschiede vorgaukelt, die politische und mediale Einheitsfront gegen diese Partei. Mit all der Verlogenheit und hemmungslosen Demagogie, mit der tagtäglich Politik und Medien die Menschen für das System manipulieren. Erschütternd: Nicht die Unterstützung der Verbrechen Israels, sondern deren Benennung, die Solidarität mit den Opfern der Gewalt werden von Politik und Medien verurteilt. Was für eine politisch-ideologische Schieflage, verkehrte Welt. Was für eine Verdrehung und Verzerrung von Wahrheit und Wirklichkeit.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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