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Versteckspieler des Tages: Russische Agenten

Foto: Christian Ohde/IMAGO
Mit dieser Faustfeuerwaffe könnte Putin irgendwann eine schwere staatsgefährdende Gewalttat begehen

Extrablatt! Eilmeldung! Geheimes Waffenlager in Berlin aufgetaucht. Die Nachricht über die »Szenen wie in einem Spionagethriller« (Tagesschau.de) förderten am Freitag die Rechercheure von WDR, NDR, und SZ zutage. Nun stellen sich Fragen wie: Wie viele Geheimdienststenographen braucht es, um eine Glühbirne zu wechseln? Und wie viele Waffen braucht ein Ort, um als Waffenlager zu gelten?

Die in diesem Fall auf der Hand liegende Antwort lautet: zwei. In dem Versteck an der Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg, das übrigens »professionell angelegt« worden sei, fanden Ermittler zwei »Faustfeuerwaffen«, berichtete SZ am Donnerstag. Keine Panzerfäuste, wir sind hier nicht in der Wohnung Daniela Klettes. Gemeint sind Pistolen oder Revolver. Sie waren da und sie waren »scharf«. Mit den zwei Knarren könnte eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Planung gewesen sein. Deswegen ermittelt offenbar schon seit November 2025 der Generalbundesanwalt. Denn gefunden wurde das Versteck angeblich schon im Spätsommer vergangenen Jahres. Behörden hätten einen »heißen Tipp« erhalten und bereits einen Verdächtigen in Rumänien festgenommen. Woher die Spur kam, ist unklar. Die Beamten hatten das »Waffenlager« zwar überwacht, »doch es geschah – nichts«.

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Wer A sagt, muss auch B sagen. A ist dieser Tage so ziemlich alles, und B ist immer Russland. Der Verfassungsschutz gehe davon aus, dass die Waffen dort hinterlegt worden waren, um im Auftrag Moskaus »kinetische Operationen«, also Mordanschläge, durchzuführen. Vom Fund eines russischen Agentenausweises war nicht die Rede, aber das Deponieren von Ballermännern im Wald gehörte »schon zu Zeiten des Kalten Krieges zum Standardrepertoire der damaligen Sowjetunion«, wusste die SZ. Unter Verdacht: der »Russengeheimdienst« (Bild). Wird so vorgelegt, muss der Innenminister kaum noch nachlegen. Wie schon im Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig verkündete Dobrindt gleichentags, dass eine »Beteiligung fremder Mächte« nicht auszuschließen sei.

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2026, Seite 3, Ansichten

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→ Leserbriefe
  • Roland Weinert aus 65366 Geisenheim 23. Aug. 2026 um 10:58 Uhr
    Schon wieder ein (vermeintlicher?) Popanz im Dienste der Panikmache, denn: Steter Tropfen höhlt den Sein! Vielleicht wissen – wie immer oder meist – die Agnes Stracks-Zimmermann oder Norbert Röttgen oder der Roderich Kiesewetter mehr! Die verfügen doch über ganz heiße Drähte.
  • B.S. aus Ammerland 21. Aug. 2026 um 23:26 Uhr
    Die Räuberpistole von Geheimamigo Dobrindt in Zusammenarbeit mit den üblichen Verdächtigen ARD, ZDF, Skandal-NDR, SZ – wo war eigentlich die Relotius-Times, also Der Spiegel, wird die nächste Räuberpistole kolportiert. Der böse Putin hat zwischen Berlin und Brandenburg, irgendwo im Herzen Deutschlands, zwei, in Zahlen 2, scharfe Knarren verbuddelt. Wow … ganze 2 Pistolen oder Revolver, keine MPs, keine MGs, kein Semtex, keine Minen oder Drohnen! Da hat die BRD zu Zeiten von Gladio ganz andere »Kaliber« vergraben! Aber schon damals wollte man einen Einmarsch des Warschauer-Pakts Paroli bieten, im Kleinen jedenfalls. Und nun diese Farce, natürlich passt es hervorragend in das konstruierte Feindbild und soll die Aufrüstung und die Kriegsvorbereitung gegen Russland besser verkaufen. Nur das sieht die Gesellschaft mittlerweile völlig anders. Der Innenminister Dobrindt – auch der große Abschieber genannt – ist ganz in seinem Element. Er muss gar nichts mehr sagen, das erledigen die Systemmedien für ihn und sie weisen mit ihren Artikeln stets nach Moskau. Es wäre besser, diese schreibende Zunft würde endlich mit solcher Verve gegen den Völkermord in Gaza unterwegs sein. Aber die Angst geht um bei den Medien. Ein falsches Wort, ein falsches Zitat, und es ist aus mit der »Karriere«! Aber zurück zu dem enormen Fund. Ist es nicht eher so, wenn wir uns die BND-Skandale seit Gründung des ehemaligen Nazi-Geheimdientes »Fremde Heere Ost« dann Gehlens BND anschauen, dass viele Aktionen konstruiert und illegal waren? Der Plutonium-Transport, verdeckte Waffenlieferung aus NVA-Beständen an Israel, Überwachung vom Journalisten Schmid-Eenboom u. a. Und nach der neuen Geheimdienst-Reform soll aber vielmehr möglich sein. Dieser BND muss überwacht werden oder völlig reformiert werden, wenn das überhaupt noch machbar ist.
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