Weltgefahr des Tages: Antifa
Wer zuerst »Kommunist« ruft, hat recht. Donald Trump tat das nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters in drei Wochen etwa 80 Mal. Noch mehr recht bekommt in der Bundesrepublik, wer als erster »Antisemit« ruft. Nur der sogenannte Verfassungsschutz ist mit seinem Brunftschrei »Extremist« weiter vorn. Fast vergessen aber ist die Antifa, was beweist, dass sie alles beherrscht. Denn die bluttriefende Bande existiert, Faschisten aber gibt es nicht, und wer die ausgestorbenen Nationalsozialisten so bezeichnet, ist Terrorist. Schließlich wissen Elon Musk und die Welt durch Alice Weidel, dass Hitler Kommunist war. Und wer das als erster ruft, hat – siehe oben – immer recht.
Am Donnerstag aber kommt endlich Licht ins Antifa-Schattenreich. Auf X freute sich am Sonntag Tommy Pigott, der Sprecher des US-Außenministeriums, auf eine 60-Nationen-Konferenz am 16. Juli in Washington, zu der sein Chef Marco Rubio in der vergangenen Woche einlud: »Die Welt gegen Antifa«. Denn der Globus sehe »sich mit einem Wiederaufleben des linksextremen politischen Terrorismus konfrontiert«. Hat keiner mitbekommen? Das ist, so Pigott, eben gerade die »Wahrnehmungslücke«, die jetzt geschlossen wird.
Die Tragik: Trump, der »die« Antifa schon im November 2025 zur »inländischen Terrororganisation« erklärte, und Rubio kommen zu spät. Das Schlottern vor den Mördern, die sich nach Meinung beider in den USA vor allem unter US-Demokraten und ICE-Gegnern finden, hindert viele Nationen an der Konferenzteilnahme. Indien hat dankend ab- und keiner der EU-Staaten zugesagt, nicht mal das vorbildlich antiantifaschistische Deutschland. Dabei hat das State Department längst die »Antifa Ost« als Killertrupp benannt. So tritt der Einsame aus dem Weißen Haus fast allein dem Bösen entgegen, wahrscheinlich um 12 Uhr mittags.
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