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Kubas Ernte verrottet
Schwerwiegende Folgen der US-Blockade auf eigene Nahrungsmittelherstellung. Washington will UN-Debatte über Aggression verhindern
Die mörderischen Folgen der gegen Kuba verhängten Ölblockade sind an diesem Dienstag Thema in der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Havanna habe die Sondersitzung beantragt, um die »aggressiven Handlungen« der USA anzuprangern, die die Energiekrise verschärft haben und wichtige Versorgungsleistungen beeinträchtigen, erklärte Außenminister Bruno Rodríguez. Falls es der US-Regierung nicht noch in letzter Minute gelingt, die Sitzung zu verhindern, sollen neben der Energieblockade auch die Androhung einer militärischen Aggression durch das Trump-Regime zur Sprache kommen. Die aktuelle Debatte findet gut drei Monate vor der für den 27. Oktober angesetzten Abstimmung über den jährlich eingebrachten Resolutionsentwurf zur Beendigung der Blockade statt. Sie sei jetzt notwendig, weil die Auswirkungen der Belagerung auf den Energiesektor, das Gesundheitswesen, den Transport und die Nahrungsmittelversorgung von Tag zu Tag dramatischer würden, betonten Vertreter Havannas.
Wie ernst die Lage insbesondere in der Landwirtschaft ist, schilderte am Montag die britische Wirtschaftszeitung Financial Times. Dem Bericht zufolge zwingt die Treibstoffblockade immer mehr private Bauern dazu, ihre Höfe zu verkaufen, weil Diesel für Traktoren, Bewässerung und Transporte fehlt. Ernten verrotten auf den Feldern oder können nicht mehr ausgeliefert werden, während Stromausfälle von bis zu 22 Stunden die Lebensmittelproduktion zusätzlich behindern. Seitdem die Trump-Regierung Öllieferungen nahezu vollständig gestoppt und zusätzliche Zwangsmaßnahmen gegen energierelevante Transporte verschärft hat, kommt es in weiten Teilen der Insel zu Ausfällen der Stromversorgung und zu Engpässen bei Bewässerung, Transport und Kühlung.
Landwirte berichten, dass ihre Traktoren stillstehen, Felder nur noch mit tierischer oder manueller Arbeit bewirtschaftet werden können. Selbst der Verkauf geernteter Produkte scheitert, weil die Transportlogistik zusammengebrochen ist. Als Folge steigen die Lebensmittelpreise ständig an, und die Versorgungslage der Bevölkerung verschlechtert sich zusehends. »Auch auf staatlichen Mangofarmen verfaulen die Früchte, weil es keine Transportmöglichkeiten gibt«, klagt Annabelle Cantarero Sánchez, Leiterin des Biobauernhofs Finca Tungasuk westlich von Havanna. Nach Darstellung der Financial Times hat sich die ohnehin schwere Versorgungskrise seit Beginn der US-Energieblockade innerhalb weniger Monate dramatisch verschärft.
Wie bitter die Realität auf den Feldern aussieht, hatten AP und der britische Guardian bereits im April dokumentiert. Bauern berichteten schon damals, dass Maschinen stillstehen und sie wieder mit Ochsen oder reiner Handarbeit arbeiten müssten. Felder könnten kaum noch bewässert werden, Milch verderbe wegen fehlender Kühlung, Obst und Gemüse erreichten die Märkte oft beschädigt oder überhaupt nicht mehr. Auf den staatlichen Märkten sinken Qualität und Angebot, während die Preise für Grundnahrungsmittel für viele unerschwinglich werden. »Es ist traurig zu sehen, wie Ernten, die mit soviel Mühe angebaut wurden, verkommen, besonders wenn man weiß, dass es so viele gibt, die sie brauchen«, sagte Eduardo Obiols Sobredo, ein 58jähriger Landwirt aus Las Minas, der mit seinen Erzeugnissen Waisenhäuser und Pflegeheime versorgt. Während die Regierung in Havanna versucht, die inländische Lebensmittelproduktion auszuweiten, fehlen den Produzenten durch die US-Blockade genau jene Ressourcen, die dafür unverzichtbar sind.
Die UN-Debatte erhält dadurch zusätzliche Aktualität und Brisanz, und genau deshalb scheint Washington sie zu fürchten. Wie das US-Magazin The Nation unter Berufung auf ein geleaktes Telegramm von Außenminister Marco Rubio enthüllte, hat das State Department eine Kampagne gestartet, um die Sondersitzung zu verhindern. Sollte dies nicht gelingen, sollen US-Verbündete Kuba für »grobe Inkompetenz und massive Korruption« rügen und blockfreie Staaten gänzlich von Stellungnahmen Abstand nehmen. Länder, die mit Kuba solidarisch sind, werden gewarnt: Die USA würden deren Äußerungen »sehr genau verfolgen« und von Redebeiträgen abraten, »die zu Spannungen in unseren bilateralen Beziehungen führen könnten«.
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Mitter Albert aus Gmunden 6. Juli 2026 um 21:07 UhrDie Imperialisten haben vom Sozialismus ein »menschliches Antlitz« verlangt und zeigen jeden Tag ihr ganz hässliches, unmenschliches Antlitz. Die Manipulationsmacht der Medien, die in allen kapitalistischen Demokratien zu mehr als 90 Prozent im Besitz von sehr reichen Angehörigen der Kapitalistenklasse oder Konzernen des Großkapitals sind oder öffentlich-rechtlich von den politischen Vertretern der Kapitalistenklasse kontrolliert werden, bewirkt, dass sehr viele Menschen die großen Lügen nicht durchschauen, der Propaganda der Herrschenden auf den Leim gehen. Ein Zerrbild von der Welt, ja sogar von den gesellschaftlichen Verhältnissen im eigenen Land haben, Parteien wählen, die nicht ihre Interessen, sondern die ihres Klassengegners vertreten. Aber bei aller notwendigen Verurteilung des kriminellen Imperialismus und Solidarität mit den Opfern: Es zeigt sich auch, dass nur eine starke Wirtschaft, eine rasche wirtschaftliche Entwicklung es einem sozialistischen Staat ermöglicht, sich dem Imperialismus erfolgreich zu widersetzen. Man vergleiche nur wie der US-Imperialismus Kuba, das kubanische Volk drangsaliert, ihm immer mehr die Lebensgrundlagen abschneidet und wie vorsichtig dagegen selbst ein Trump bei seinem Besuch in Beijing war. Dem Imperialismus imponiert nur Stärke, wirtschaftliche und militärische. Er anerkennt nur eine große Gegenmacht. Leider hat es Kuba ganz versäumt, eine starke wirtschaftliche Basis aufzubauen. Zu lange hat man an einem dogmatischen und romantischen Sozialismus festgehalten, auch nach dessen Scheitern in der UdSSR und Osteuropa. Hat man persönliche Initiative erstickt, die Entfaltung unternehmerischer Fähigkeiten nicht zugelassen. Jetzt erst will man das korrigieren. Aber auch nicht strategisch gehandelt. Was hat denn Kuba daran gehindert, schon vor Jahrzehnten gemeinsam mit der VR China auf die Gewinnung erneuerbarer Energie wie Solarenergie zu setzen? Hat nicht die Gefahr gesehen, dass die USA mal den Bezug von Öl blockieren könnten?
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Der arrogant (Entschuldigung) erhobene Zeigefinger nützt hier gar nichts. Bis Anfang diesen Jahres kam Erdöl aus Russland und aus Venezuela – der Stopp ist die Schuld der USA. Kuba leidet seit mehr als 60 Jahren unter der unmenschlichen Blockade durch die USA. Noch vor zehn Jahren war Photovoltaik teuer und wesentlich ineffizienter als heute inklusive der Speichertechnik. Kubas Regierung hat sich entschieden, die Lebensverhältnisse des eigenen Volkes in den Vordergrund zu stellen. Was war daran falsch? Kuba hat in den letzten Jahrzehnten Projekte zur alternativen Energiegewinnung gestartet – zum Beispiel aus Bagasse. Der massive Rückgang des Zuckerexportes – eine Auswirkung der US-Blockade – führte dazu, dass Bagasse nicht mehr in den Größenordnungen zur Verfügung steht, wie noch vor zwei Jahrzehnten. Und diese Kraftwerke waren auf Grund des geringen Heizwertes von Bagasse nicht so effektiv wie ölbasierte Energiegewinnung. Und die Unwahrheit über das Nichtzulassen »unternehmerischer Fähigkeiten«? Ich habe schon vor vielen Jahren in Havanna und anderen Städten in privat geführten Hotels übernachtet; bin mit Kutschen in Havanna gefahren, deren Besitzer Privatiers waren. Ich habe auf meinen Reisen durch das Land in den Casa particular gewohnt – also privat. Tourismus war eine der Haupteinnahmequellen Kubas. Warum ist der eingebrochen – die Blockade der USA! Man sollte nicht alles glauben, was einem die Mainstreammedien über ein angeblich so unterdrücktes Volk erzählen. Wenn die Unterdrückung von innen wirklich so wäre, dann wären die stolzen Kubaner schon längst aufgestanden. Statt dessen gilt immer noch: Patria o Muerte – Venceremos – »Vaterland oder Tod – Wir werden siegen!«
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Wie hilfreich ist es, jemandem, dem gerade die Schlinge um den Hals gelegt wird, einen Vortrag über seine vormaligen Fehler zu halten? Machen das nicht schon diejenigen ausreichend genug, die dem Henker das Signal zu Hängen geben?
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Das Argument vorher ist richtig: Alle Power por Habana! Wer helfen will, geht hier in Pankow zur Botschaft. Die haben einen Briefkasten. Auch für große Scheine.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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