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Alexander, Hænning, Müller

Foto: United Archives & BRIGANI-ART/IMAGO/jW Montage
Drei auf einen Streich: Peter Alexander, Gitte Hænning, Alfred Müller

Der Familie Neumayer in Wien wurde am 30. Juni 1926 ein kleiner Peter Alexander Ferdinand Maximilian geboren, der seit 75 Jahren allgemein unter seinen beiden ersten Vornamen bekannt ist. Der junge Mann nahm ab 1947 Schauspielunterricht, wurde Sänger, Pianist und ab 1951 noch vor der Filmkarriere Schlagersänger. »Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere« war einer der ersten Erfolge; seinen Durchbruch beim Film hatte Peter Alexander 1955 in »Bonjour Kathrin« an Caterina Valentes Seite. Von da an ging es »Schlag auf Schlag«, so der Titel eines Remakes, das den singenden Komödianten in einer früheren Rolle von Heinz Rühmann zeigte, auch in Stammrollen von Johannes Heesters war er zu sehen, etwa 1962 in »Die lustige Witwe« und »Hochzeitsnacht im Paradies«. Im Jahr darauf begann eine Reihe spezieller Peter-Alexander-Shows, die bei ORF und ZDF bis 1996 ein Millionenpublikum erreichten. Seine Schallplatten waren so beliebt, dass auch das DDR-Label Amiga Devisen für Lizenzen ausgab. Mit 70 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Er starb 2011 – einige seiner herrlichen Parodien sind erfrischend jung geblieben.

Mit Ende 30 spielte er 1964 in »… und sowas muss um 8 ins Bett« den unerfahrenen Lehrer an einem Mädchengymnasium, dem von einer unreifen Prinzessin übel mitgespielt wird. Diese Rolle übernahm die noch nicht volljährige Gitte Hænning, die da schon eine lange Laufbahn bei Bühne, Film und Fernsehen hinter sich hatte. Ihr Vater, der dänische Entertainer Otto Hænning, erkannte ihr Potential und trat mit ihr oft gemeinsam auf. Schon mit zehn Jahren spielte sie 1956 in dem Film »Der weise Mann« mit blonden Zöpfen neben Ove Sprogøe, der später als Egon in der »Olsenbanden«-Serie berühmt werden sollte, und auch von Begegnungen mit Yvonne oder Dynamit-Harry könnte sie erzählen. Ab 1963 wurde Gitte in der Bundesrepublik ein Star, nachdem sie neckisch »einen Cowboy als Mann« verlangt hatte. Mit Rex Gildo wurde sie als Gesangspaar Gitte & Rex vermarktet, ehe sie sich langsam emanzipierte. Eigentlich lag ihr Jazz immer am meisten, was sie schon seit den sechziger Jahren unter anderem an der Seite des Bandleaders Horst Jankowski bewies. Bis heute dauert die Karriere der Wahlberlinerin an. Ab Herbst geht sie mit dem Programm »Ich bin stark – 80 Jahre Gitte Hænning« auf Tournee – denn das ist ihr Alter seit Montag!

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Der Berliner Alfred Müller kam am 4. Juli vor 100 Jahren in der Weddinger Müllerstraße zur Welt, wo er oft ins Kino ging und nach Kriegsende Schauspieler wurde. Viele Jahre lang spielte er ab 1959 am Maxim-Gorki-Theater, aber als er 1963 in dem Defa-Krimi »For Eyes Only« mit Understatement einen sozialistischen Agenten spielte, machte ihn das republikweit berühmt. Er hatte eine feine Ironie neben Gisela May, übernahm deftige Dialektrollen neben Helga Hahnemann, spielte Karl Marx, Sauerbruch und Carl Zeiss überzeugend und bis zuletzt Theater. Mit 84 Jahren starb Müller 2010.

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2026, Seite 10, Feuilleton

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