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Antiimperialismus

Gedenken an Assata Shakur

In New York wird an die in Kuba verstorbene Freiheitskämpferin erinnert

Foto: gemeinfrei
Jahrzehntelang wurde die Bürgerrechtlerin und Revolutionärin Assata Shakur von der US-Regierung verfolgt (Foto von 1981)

Diesen Sonnabend findet in der überkonfessionellen Riverside Church in New York City die Gedenkveranstaltung für die am 25. September 2025 im Alter von 78 Jahren verstorbene afroamerikanische Freiheitskämpferin Assata Shakur statt. Sie hatte die letzten vier Jahrzehnte ihres Lebens in Havanna, Kuba, verbracht. Dort wurde ihr 1984 nach der geglückten Flucht aus einem US-Gefängnis und einem jahrelangen Leben im Untergrund politisches Asyl gewährt. Sie lebte und starb als geachtete Repräsentantin der schwarzen Bürger- und Menschenrechtsbewegung und geschützt vor den rassistischen Verfolgungen Washingtons. Selbst nach ihrem Tod hörten die Schmähungen US-amerikanischer Hassprediger, die ihr sogar eine letzte Ruhestätte in den Vereinigten Staaten verwehren wollten, nicht auf. Doch Shakurs Familie hatte längst entschieden, ihr Vermächtnis umzusetzen und ihre Asche vor den Küsten Kubas »in Wind und Meer« zu verstreuen, »wo ihr Geist wirklich frei bleiben kann«, wie ihre Tochter Kakuya Shakur es ausdrückte.

Die Gedenk- und Trauerfeier findet nach langen Vorbereitungen um 16 Uhr Ortszeit (MESZ 22 Uhr) statt. Um der weltweiten panafrikanischen Gemeinde und internationalistischen Solidaritätsbewegung die virtuelle Teilnahme zu ermöglichen, wird die Veranstaltung im Livestream übertragen. Eine Registrierung ist dafür nicht notwendig.

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Unter dem Motto »Carry It On – A Celebration of the Life and Legacy of Assata Shakur« wird ein Programm aus drei Schwerpunkten mit Wortbeiträgen, Musik und Tanz das Leben und das politische Vermächtnis der Verstorbenen würdigen. Weggefährtinnen und -gefährten aus der Black Panther Party, der Black Liberation Army und dem New African Movement sowie ehemalige und noch inhaftierte politische Gefangene, darunter Laura Whitehorn, Susan Rosenberg, Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier, werden persönlich oder durch Video- und Audiobeiträge zu Wort kommen. Der Bürgerrechtsanwalt Lennox Hinds, Shakurs langjähriger Verteidiger, wird über die juristische Seite der Repression gegen Shakur sprechen. Angela Davis, Marc Lamont Hill, Akinyele Umoja und viele andere Aktivistinnen und Aktivisten werden die Bedeutung Assata Shakurs für Geschichte, Gegenwart und Zukunft des »anderen Amerika« beleuchten. Shakur selbst fasste die Klarheit ihres politischen Handelns wie folgt zusammen: »Niemand hat jemals seine Freiheit erlangt, indem er an das moralische Empfinden der Menschen appelliert hat, die ihn unterdrücken.«

⇒ Link zur Übertragung auf ­Youtube: kurzlinks.de/­Shakur-Gedenken

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2026, Seite 6, Ausland

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