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12.06.2019
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Letzter Aufschub für Hasankeyf
Der für den vergangenen Montag angekündigte Beginn der Aufstauung des Ilisu-Stausees im kurdischen Südosten der Türkei verzögert sich auf unabsehbare Zeit. Aufgrund starken Regens führe der Tigris zuviel Wasser, so dass der Stausee vor Vollendung letzter Arbeiten und der Umsiedlung der Anwohner vollaufen würde, meldete das ARD-Studio Istanbul. Für die 12.000 Jahre alte Felsenstadt Hasankeyf mit ihren historischen Monumenten, aber auch die Bewohner von rund 200 von der Überflutung betroffenen Dörfern ergibt sich so ein letzter Aufschub. Am Wochenende fanden in rund 40 Städten in der Türkei, dem Irak und Europa Proteste gegen den Ilisu-Damm statt. Der Widerstand werde nun weitergehen, heißt es von seiten der »Initiative zur Rettung von Hasankeyf«.
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