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05.07.2013
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Erfolg für Gezi-Park-Schützer
Istanbul. Ein Istanbuler Gericht hat die von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geplante Bebauung des Gezi-Parks am Taksim-Platz mit einem Einkaufszentrum in der Hülle einer osmanischen Kaserne gestoppt. Die gewaltsame Räumung eines Camps von Parkschützern hatte Ende Mai wochenlange Massenproteste gegen die autoritäre Regierung der islamisch-konservativen AK-Partei ausgelöst, bei denen vier Demonstranten von der Polizei getötet und rund 8000 verletzt worden waren. Erdogan hatte vor dem am Mittwoch bekanntgegebenen Urteil erklärt, einen gerichtlich verfügten Baustopp akzeptieren zu wollen. Unterdessen machte sein Stellvertreter Besir Atalay eine »jüdische Diaspora«, »die neidisch auf das Wachstum in der Türkei sei«, für die Proteste verantwortlich. Zwar dementierte Atalay schriftlich, sich so geäußert zu haben. Doch die Website der Zeitung Hürriyet Daily News dokumentierte ein Video von einer Versammlung in Zentralanatolien, auf der Atalay genau diese Äußerung tat. Erdogan hatte zuvor »ausländische Kräfte« und eine »Zinslobby« für die Proteste verantwortlich gemacht
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Nick Brauns
