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Westafrika

Präsident von São Tomé und Principé wiedergewählt

Foto: Manuel Meyer/dpa-tmn
Idyll im Golf von Guinea: Vom Kolonialhaus der Roça São João dos Angolares reicht der Blick über den Regenwald zum Atlantik (São Tomé, 20.10.2024)

São Tomé. Im kleinen westafrikanischen Inselstaat São Tomé und Principé ist Präsident Carlos Vila Nova für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Trotz einer Regierungskrise in der Inselrepublik am Äquator im Atlantik mit rund 245.000 Einwohnern setzte sich der 66jährige mit 55,88 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang durch. Das Verfassungsgericht bestätigte am Donnerstag das Endergebnis der Wahl am 19. Juli.

Nito d'Abreu, den Vila Novas frühere Partei ADI nach einem Bruch als neuen Gegenkandidaten aufgestellt hatte, erhielt demnach 41,47 Prozent. Vila Nova trat als Unabhängiger an, weil sich Teile der Mitte-rechts-Partei nach seiner Entlassung eines Ministerpräsidenten 2025 gegen ihn gewandt hatten. EU-Wahlbeobachter lobten eine friedliche und ordentliche Wahl, bedauerten aber die niedrige Beteiligung. Nach Angaben des Verfassungsgerichts lag diese bei etwa 40 Prozent.

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Die kleine Inselrepublik erlebt seit Jahrzehnten überwiegend friedliche Machtwechsel, es gab jedoch auch Putschversuche. Seit der Regierungskrise sowie wirtschaftlichen Problemen kommt es in der früheren portugiesischen Kolonie zu Spannungen. Aufgrund seiner Lage nahe Ölvorkommen und Handels- und Schmuggelrouten zwischen Lateinamerika und Europa ist das Land ein begehrter Sicherheitspartner für die EU und die USA. Auch Russland vertieft die militärische Zusammenarbeit, um im Atlantik an Einfluss zu gewinnen. (dpa/jW)

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Erschienen am 31.07.2026, Ausland

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