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Nahostkonflikt

Fortschritte bei Gaza-Verhandlungen in Kairo

Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
Die Hamas ist bereit, ihre Waffen abzugeben – falls Israel sich an bestehende Abmachungen hält (Deir Al-Balah, 8.2.2025)

Kairo. Bei Gesprächen in Kairo über eine Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen soll es Fortschritte gegeben haben. Dies bestätigten angeblich auch Hamas-Kreise. Bei intensiven Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden, hieß es. Auch israelische Medien berichteten zunächst über entsprechende Fortschritte. Die Entwaffnung ist in einem Ende 2025 von US-Präsident Donald Trump vermittelten Friedensplan vorgesehen, konnte aber bisher nicht umgesetzt werden.

Die Vermittler seien noch in Kontakt mit Israel, um letzte Details zu klären, hieß es aus Hamas-Kreisen. Die Hamas ist demnach bereit, ihre Waffen unter die Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. Eine Übergabe an Israel sei nicht vorgesehen. Im Gegenzug müsse Israel seine Truppen komplett aus dem Gazastreifen abziehen und seine fortdauernden Bombardements und Angriffe auf den Gazastreifen stoppen. Vorgesehen sei auch, dass die palästinensische Übergangsverwaltung »volle Verantwortung« für die Rechte von Angestellten im Gazastreifen übernehme, die zuvor Teil der Hamas-Verwaltung waren.

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Ein israelischer Regierungsvertreter teilte jedoch mit, Israel fordere eine vollständige Entwaffnung der Hamas, »einschließlich des Abtransports sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets als Voraussetzung für jeden weiteren politischen Prozess«. Der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle diese Forderungen nicht ausreichend, hieß es. Es werde bis zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und Entmilitarisierung des Gazastreifens keinen Abzug der israelischen Armee von der sogenannten gelben Linie geben. Tatsächlich weitet Israel seine Besetzung Gazas trotz einer angeblichen Waffenruhe beständig über die »gelbe Linie« hinaus aus. (dpa/jW)

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Erschienen am 31.07.2026, Ausland

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