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Verhaftungswelle in der Türkei
Ankara. Mehr als 70 kurdische Oppositionelle wurden zu Wochenbeginn innerhalb von 24 Stunden bei Razzien in den türkischen Provinzen Van, Igdir, Mardin und Mersin festgenommen. Betroffen sind Funktionäre und Stadträte der Partei für Frieden und Demokratie BDP, Journalisten der kurdischsprachigen Tageszeitung Azadiya Welat sowie Kommunalangestellte. Ihnen wird Mitgliedschaft in der verbotenen »Gemeinschaft der Kommunen Kurdistans« KCK vorgeworfen. Im Rahmen der sogenannten KCK-Operationen wurden seit 2009 über 8000 zumeist kurdische Oppositionelle inhaftiert. Unterdessen versicherte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag seine Bereitschaft, zehn BDP-Abgeordneten aufgrund eines Treffens mit Guerillakämpfern ihre Immunität aberkennen zu lassen.
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