Zum Inhalt der Seite

Freispruch für türkische Soziologin

Istanbul. Ein Istanbuler Gericht hat am Mittwoch die im deutschen Exil lebende Soziologin Pinar Selek und einen Mitangeklagten vom Vorwurf der Mittäterschaft an einem angeblichen Bombenanschlag auf dem Gewürzbasar im Jahr 1998 freigesprochen. Obwohl die meisten Gutachter davon ausgingen, daß die Explosion in Wirklichkeit durch eine defekte Gasflasche verursacht wurde, hatte der Oberste Kassationsgerichtshof zuvor zwei Freisprüche gegen Selek aufgehoben. Der Prozeß gegen drei weitere Angeklagte wurde auf den 22. Juni vertagt. Erst dann wird mit einem abschließenden Urteil gerechnet
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2011, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!