Zum Inhalt der Seite

Vorschlag für Friedensnobelpreis

Kopenhagen. Der kurdische Satellitensender Roj TV ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Der Sender spiegele das Leiden des kurdischen Volkes wider, begründete Anti-Folter-Aktivistin Inge Genefke den Vorschlag der 150köpfigen Gruppe von Menschenrechtsaktivisten, der auch der frühere südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu angehört. Nachdem Roj TV wegen angeblicher Propaganda für die Arbeiterpartei Kurdistans PKK 2008 vom deutschen Bundsinnenministerium vorübergehend verboten wurde, läuft jetzt in Dänemark ein Verbotsverfahren gegen den dort lizenzierten Sender.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.02.2011, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!