Zum Inhalt der Seite

Warnung vor Türkei-Urlaub

Ankara. Mit einer Warnung an Touristen, nicht in die Türkei zu reisen, hat sich die vor allem in der Westtürkei aktive Stadtguerilla »Freiheitsfalken Kurdistans« (TAK) mit einer von der kurdischen Agentur Firat veröffentlichten Erklärung zu Wort gemeldet. »Eure Ferien und eure Unterhaltung bedeuten für das kurdische Volk Kanonen, Kugeln und Bomben und führen zu Toten. Alle Feriengebiete in der Türkei sind für uns Angriffsziele und Orte der Vergeltung.« Die TAK bekannte sich gleichzeitig zu einem Anschlag auf einen Polizeibus am 8. Juni in Istanbul, bei dem 15 Beamte verletzt wurden.

Während türkische Behörden in der TAK eine PKK-Tarnorganisation sehen, hatte die PKK-Führung wiederholt erklärt, nichts mit der TAK zu tun zu haben, und Anschläge auf Zivilisten verurteilt.
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2010, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!