Elon Musk, der reichste, gelegentlich auch nur zweitreichste Mann der kapitalistischen und damit auch der ganzen Welt sagte vor etwa zehn Tagen, sein Autounternehmen Tesla werde für 1,5 Milliarden Dollar Bitcoins kaufen.
Wäre das eine Lösung? Die Europäische Zentralbank (EZB) zu veranlassen, die Staatsschulden der Euro-Länder, die sie hält, einfach auf Null abzuschreiben?
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat für das vergangene coronainfizierte Geschäftsjahr 2020 nach Jahren satter Verluste zum ersten Mal seit 2014 einen Gewinn verkündet.
Ein Krieg wurde um das dürftige Unternehmen Gamestop aus Texas geführt. Weil der Laden so schlecht lief, entschieden einige Spekulanten die Aktien des Videospielverleihers leer zu verkaufen.
Der Zahlungsdienstleister Wirecard ging im Juni vorigen Jahres mit großem öffentlichen Getöse pleite. Von 1.300 Beschäftigten wurden 730 entlassen. 500 wurden von der spanischen Großbank Santander übernommen.
Mit den Grünen hat der DGB einen Partner gefunden, der eine höhere Staatsverschuldung billigt. Von jeder Umverteilung zugunsten der Lohnabhängigen werden die Finger gelassen.
Wird es den großen Internetkonzernen an den Kragen gehen? In der EU haben die Starkommissare Thierry Breton und Margrethe Vestager gemeinsam weitreichende Gesetzesvorhaben angekündigt.
Hier die klassische Nullnachricht vom vergangenen Donnerstag: Die EZB beabsichtigt, für eine halbe Billion Euro zusätzliche Anleihen (Schulden) der Staaten zu kaufen, die zugleich die Eigentümer der Zentralbank sind.
Wenn es um die im Sommer heftig gefeierte »Solidarität« der Starken mit den Schwachen geht, muss das Herrschaftssystem der Europäischen Gemeinschaft noch ein Weilchen üben.
Dass Pflegenotstand herrscht, ist schon seit einer Dekade Allgemeinwissen. Die Beschäftigten in Krankenhäusern haben begonnen, sich zu wehren gegen die Überausbeutung ihrer Arbeitskraft wegen Personalmangel.
Die Epidemie hat wie alles Schlechte auch ihr Gutes. Die Nation wurde mit dem Jahresgutachten der »fünf Weisen« kaum belästigt: wenige Bilder in den Fernsehnachrichten und nur knappe Berichte in der Presse.
Es hatte der größte Börsengang der Welt werden sollen. Umgerechnet wollte die chinesische Firma Ant (Ameise) durch den Verkauf von Aktien an den Börsen Shanghai und Hongkong 37 Milliarden Dollar erlösen.
Das ist das Schöne am Herrschaftssystem des Kapitalismus. Es sorgt dafür, dass in wichtigen Fällen eine Übervorteilung eines Einzelkapitals durch Fehlentscheidung der staatlichen Regierung wieder korrigiert wird.
Käme ein professioneller Finanzmarktversteher neu auf diesen Planeten, er würde Ruhe, Frieden und Gleichgewicht konstatieren. Die Aktienmärkte haben ihren Schwächeanfall vom Frühjahr fast ganz aufgeholt.
Die Europäische Zentralbank hat einen Plan veröffentlicht, wie sie digitales Zentralbankgeld in die Welt bringen will. Anlass für die Bemühungen ist der Gründer von Facebook, der selbst eine Zentralbank gründen will.
Wir hatten es in den letzten Monaten mit drei Finanzskandalen von sehr unterschiedlicher Art und Tragweite zu tun: Die Pleite von Wirecard, die »Fincen-Files« und der »Cum-Ex-Skandal«, der bei weitem schlimmste.
Wolfgang Clement war »Superminister« unter Gerhard Schröder. Damit gehört er zu jenen Sozialdemokraten, die am meisten Unheil über dieses Land gebracht haben.