Die Lohnsumme wird – nominal und real – weiter sinken. Die minus 4,7 Prozent vom 2. Quartal sind erst der Anfang. Für die Konjunktur bedeutet das nichts Gutes.
Als vor zwölf Jahren Lehman Brothers pleite ging, explodierte die Finanzkrise. Sie hatte schon mehr als ein Jahr lang in eine Art Schwelbrand große und kleine Banken in enorme Schwierigkeiten gebracht.
Die Financial Times berichtet, dass Blackrock, Vanguard, Citigroup und J.P.Morgan ihre Präsenz am chinesischen Kapitalmarkt ausbauen. Die vier Wall-Street-Firmen zählen zur Elite des US-Finanzkapitals.
Die Banker in Deutschland und in anderen Teilen Europas waren schon in den 80er Jahren mit dem auch bei ihnen herrschenden US-Ratingmono- oder auch -triopol unzufrieden. Antiamerikanisches Grummeln setzte ein.
Wo befindet sich das viele Geld, das die Notenbanken seit Jahren und verstärkt seit Beginn der Coronakrise in die Welt gesetzt haben? Die Antwort lautet: beim fungierenden Kapital. Die Unternehmen horten Cash.
Apple hat an der Börse einen Wert von zwei Billionen Dollar erreicht. Das ist ein beachtliches Sümmchen und bedeutet, dass die internationale Finanzwelt dem Konzern auch in Zukunft steigende Gewinne zutraut.
Wie ausgesprochen klug von dieser SPD. Sie tritt nicht nur geschlossen auf, versammelt sich einmütig hinter einem Kandidaten von rechts für das Kanzleramt, und akzeptiert glatt Die »Linke« als Koalitionspartner.
Emmanuel Macron gab sich am Donnerstag im Libanon wie der Vertreter der alten Kolonialmacht, die Frankreich vom Untergang des Osmanischen Reiches bis November 1943 tatsächlich gewesen war.
Nicht allen Banken geht es glänzend. Eine der größten Europas, die spanische Bank Santander hat im 2. Quartal einen Rekordverlust von 11,1 Milliarden Euro gemacht.
Wir haben in der letzten Finanzkrise vorgeführt bekommen und also gelernt, dass die überbordende Verschuldung des Kapitals im Fall einer Pleitewelle durch mehr Verschuldung abgemildert werden kann.
Das größte Konjunkturprogramm in der Geschichte dieser Republik ist verabschiedet. Es ist mit seinen von Finanzminister Olaf Scholz angegebenen 130 Milliarden Euro dennoch zu klein.
Es war angekündigt worden. Aber dennoch überraschte es, welche Menge an Geld die Europäische Zentralbank am vergangenen Donnerstag ins Bankensystem schleuste. Es waren 1,3 Billionen Euro.
Haben die deutschen Kapitalisten und ihre Regierung begriffen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann? Das von der Koalitionsregierung vorgestellte Konjunkturprogramm deutet darauf hin.
Wunschdenken? Kolumnist der Financial Times sieht aktuell »zweite Welle der Globalisierung« bedroht und hofft dennoch, dass diese bald wieder Fahrt aufnimmt.
Warum eigentlich haben Angela Merkel und Olaf Scholz »Euro-Bonds« strikt abgelehnt? Schließlich bekennen sich die beiden bei jeder sich bietenden Gelegenheit zur »europäischen Solidarität«.