Interessant sind stets die Urteile der Verwaltungsgerichte, da es dort immer um das Verhältnis des Bürgers zum Staat geht. Im Fußballkontext ist das meist das Verhältnis des Fans zur Polizei. Dieses Verhältnis kann, zurückhaltend formuliert, als angespannt gelten.
Nun spielen sie wieder. Die ganz großen Vereine dieses Landes. Dabei ging es für die Erstligisten am Wochenende nicht um Punkte, es wartete die erste Pokalrunde. Und der Pokal soll ja seine eigenen Gesetze haben.
Jeder Verein sollte sehr genau ausgesprochene Sanktionen der Sportgerichte prüfen. Viel zu oft knicken viele Vereine ein und schlucken Strafen, um es sich mit den Verbänden nicht zu verscherzen.
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Mit seiner neuen Stadionverbotsrichtlinie macht sich der DFB weiter zum Erfüllungsgehilfen von Polizei und Politik. Das ist fatal, denn Fanrechte bleiben weiter auf der Strecke. Schlimmer noch: Die aktiven Kurven geraten noch stärker ins Visier.
Das Bundeskartellamt hat keine Bedenken gegen die »50-plus-eins«-Regel. Das hat die Behörde nach einem seit 2018 laufenden Prüfungsverfahren erklärt. Die Regel gibt im Kern vor, dass Investoren keine Stimmenmehrheit an den Kapitalgesellschaften von Vereinen übernehmen können.
Infantino hat verloren. Für Fußballfans ist das zunächst eine gute Nachricht. Alles hilft, was den Kommerz einschränkt und den Irren aus der FIFA-Zentrale stoppt. Man sollte aber genau hinschauen, wer hier in welcher Form protestiert hat.
Ein Mann wie Infantino und seine Leute können den Fußball nicht lieben. Sonst würden sie all das nicht machen. Diesem Gebaren muss endlich Einhalt geboten werden. Lassen wir ihn und Leute wie ihn weiter gewähren, ruinieren sie unser Spiel endgültig.
In den neun Spielen des ersten Spieltags der Regionalliga Nordost werden alle Mannschaften nach dem Anpfiff den Ball einfach die erste Minute liegenlassen und nicht spielen.
Noch läuft sie, die vermeintlich größte WM aller Zeiten. Interessanter ist die neue Saison, die bereits ihre Schatten vorauswirft. Ende des Monats beginnt die Regionalliga; dritte Liga und die Ligen im DFL-Bereich folgen im August.
Auch wer nicht wie ich täglich treppauf, treppab bei Gericht unterwegs ist, wird mitbekommen haben, dass es schon seine Zeit dauern kann, bis ein gerichtliches Verfahren entschieden ist.
Viele Gerichtstermine in der ganzen Republik müssen wahrgenommen und umfangreiche Besprechungen mit Mandanten durchgeführt werden. Was macht man nicht alles als Fananwalt für die Fanrechte und die Mandanten. Auch wenn es manchmal nervig ist, mache ich es mit Herzblut.
Offensichtlich ist die Politik der Ansicht, dass Fans, die Stadionverbot haben, sich nicht daran halten. Realitätsfern. Bekannt ist, dass derzeit circa 800 Personen bundesweit aus den ersten vier Ligen einem Stadionverbot unterliegen.