Zum Inhalt der Seite
Beim Fananwalt

Gute Nachrichten

Von René Lau
Foto: jW

Wenn ich in letzter Zeit von der Entwicklung des Fußballs geschrieben habe, waren es aus Fansicht meist keine guten Nachrichten. In den letzten Wochen aber kam es zu zwei Ereignissen, mit denen wir Fans gut leben können. Zum einen hat der DFB bekanntgegeben, dass es auch in der nächsten Saison in der dritten Liga keinen sogenannten VAR-Videobeweis geben wird. Seit der Einführung des VAR in den beiden oberen Ligen ist schließlich nichts besser, aber vieles schlechter geworden. Viele Abseits- oder Strafstoßentscheidungen konnten falscher nicht sein, mal ganz abgesehen davon, dass die Fußballkultur im Stadion dabei stirbt. Nach jedem Tor fällt der Fan nicht seinem Nebenmann in den Arm, sondern schaut zunächst, ob der Schiedsrichter sich ans Ohr fasst. Nein, diese Veränderung braucht keiner im Fußball. Mein Herzensverein spielt in der viertklassigen Regionalliga. Dort habe ich dort noch nie jemanden gefunden, der direkt nach einer Schiedsrichterentscheidung nach dem VAR gerufen hat.

Zum zweiten ist vor einigen Tagen bekannt geworden, dass sich der FC Barcelona vom Projekt Super­league verabschiedet hat. Dazu wurde zwar nur eine knappe Erklärung veröffentlicht, dennoch: Real Madrid ist mit dem Projekt nun alleine. Damit dürfte die Idee der Superleague endlich gestorben seid. Was die meisten Fans von dieser geplanten Kommerzliga halten, haben wir in den Jahren 2022/2023 in ganz Europa gesehen. Ablehnung allenthalben.

Anzeige

»Sport frei!« vom Fananwalt.

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.02.2026, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!