Wie es schillert: Das Programm »Nachtcafé«, gestaltet von Hannes Zerbe am Piano, Jürgen Kupke an der Klarinette und Heide Bartholomäus mit ihrer starken Stimme, vereint tiefsinnig-witzige Gedichte von Gottfried Benn mit hochkarätigem Jazz.
Man versetze sich nach Italien. In einen Sommer in den 70er Jahren in Rom. War es nicht die Stadt der Liebe damals, mehr noch als Paris? Modernes Design, leuchtende Farben und lautes Lachen prägten das Straßenbild.
Zehn Gedichte von Gottfried Benn entführen am Dienstag in der Berliner jW-Maigalerie zu jazziger Musik von Hannes Zerbe und Mitstreitern in verschiedenste Gefilde. In ein Restaurant, in die Natur, an den Küchenherd, bis zur »Tristesse«.
Wer vertut schon gerne seine Zeit? Eigentlich niemand. Beim Künstler Erik Seidel ist das anders. Ihm entsprangen in jenen Jahren, auf die er keinen speziellen Fokus legte, Kunstwerke von besonderem Wert.
Paul Cassirer hatte den entscheidenden Mut für die Weltkunst, zudem das Talent fürs Management sowie das nötige Kapital, um seine Visionen umzusetzen. Die Alte Nationalgalerie in Berlin ehrt ihn nun mit einer großangelegten Schau zu seinem 100. Todestag.
Da kann es musikalisch mal hektisch und quirlig zugehen, dann wieder fast elegant. Rhythmisch invasiv, werden Stimmungen reproduziert, die schon zuvor latent im Raum vorhanden waren: Das Duo Neuser – Wilhelmi spielt in der Berliner jW-Maigalerie.
Wie feiert man heutzutage ein Jubiläum der Bayreuther Festspiele? Mit Krawall, KI und Kummer für Puristen. Das dachte sich wohl Katharina Wagner, Urenkelin des weltberühmten Komponisten Richard Wagner und Chefin der von ihm gegründeten Sommerspiele.
Die Liebe zwischen dem Geflüchteten, der in den USA ein neues Leben anfangen will, und der Tochter eines Superreichen, die in der Kulturstiftung ihres Vaters arbeitet, brennt wie Zunder. Aber haben der mittellose Tänzer und die stolze High-Society-Dame zusammen eine Chance?
Sie flattern, kriechen, fleuchen – und leuchten manchmal. Im trendigen Kinofilm »Insekten – Helden im Verborgenen« von Regisseur Nepomuk Pfaff spielen sie ganz ungezwungen die Hauptrollen.
Julian MacKay, US-Amerikaner und an der Akademie des Bolschoi-Balletts in Moskau ausgebildet, wurde am vergangenen Montag von seinem Arbeitgeber, dem Bayerischen Staatsballett, fristlos entlassen.
Wer die Natur liebt, kann über die Gartenbilder von Max Liebermann nicht hinwegsehen. Liebermann, der 1935 in Berlin starb, malte zuletzt meistens seinen eigenen Garten in Berlin-Wannsee.
Was gegen Traurigkeit hilft: Ballette der Emotionen, Galas, ein toller Kinofilm, ein interessantes Buch und ein Film auf Arte – eine sommerliche Übersicht gegen die Zumutungen des Alltags.